mini|Die Kirche (Außenansicht) mini|Rückansicht mit mittelalterlichem Kirchturm mini|Innenraum-Panorama Die evangelische Dorfkirche St. Nikolai steht im Ortsteil Sundhausen der Stadt Gotha im Landkreis Gotha in Thüringen.

Geschichte Um 700 wurde durch Augustinermönche mit dem Bau eines Klosters, dem „Münchshof“ begonnen. In der Hauptsache betrieben sie Ackerbau und Schafzucht, in Archiven wird von etwa zehn Schock Tieren gesprochen. Das Kloster war zu Hersfeld verpflichtet, ab etwa 1350 haben die Mönche „Dienst den Herren zu Reinersborn“ (Reinhardsbrunn) geleistet. Der Bau der ersten Kirche kann um 1200 erfolgt sein. Zuvor gingen die Sundhäuser in das heute lange nicht mehr existierende Nachbardorf Gossenborn, die Zuwegung nach dort trägt heute noch den Namen Kirchweg.Geschichte, aufgerufen am 30. Mai 2016

Die heutige Dorfkirche St. Nikolai wurde 1729 bis 1730 von Barockbaumeister Johann Erhard Straßburger (1675–1754) auf dem Grundstück der Vorgängerkirche errichtet, deren urkundliche Ersterwähnung nicht bekannt ist. Der mittelalterliche Nordwest-Kirchturm stammt vom Vorgänger-Gotteshaus.

Im April 2015 wurde der Südteil der Friedhofsmauer mit Portal aus den alten Steinen fachgerecht wiederhergestellt. Vor dem westlichen Eingang steht ein Kriegerdenkmal.

Deckengemälde mini|Die Deckengemälde in St. Nicolai

Vermutlich um 1740/1741 wurde die Kirche vom Gothaer Hofmaler Johann Heinrich Ritter (1685/1690–1751) ausgemalt. Von den Großfeldern der Flachdecke sind vier Deckengemälde erhalten: Die Heilige Dreieinigkeit – Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist (hier als Taube dargestellt) Die Erschaffung der Welt – Gott Vater im Kreise seiner Engelschar freut sich an seiner Schöpfung Christi Geburt (Maria als Mutter Gottes trägt ein weißes Unterkleid mit blauem Gewand darüber) Die Ausgießung des Heiligen Geistes

Orgel mini|Die große Orgel in St. Nikolai Sundhausen

1790 wurde in das neu erbaute Kirchenschiff die Orgel von Johann Nicolaus Langenhanhttps://gotha-aktuell.info/2021/07/13/gotha-eine-stadt-der-orgeln-und-des-orgelbaus/ aus Gotha eingebaut. Sie wurde 1980 und 1986 von den Gebrüdern Manfred & Siegfried Sperlich von der zweiten auf die erste Empore versetzt, restauriert und erweitert und hat seitdem zwei Manuale, Pedal und 28 Register.

Geläut Im Glockenstuhl aus Holz befinden sich zwei Glocken. Sie goss die Glockengießerfirma Schilling aus Apolda im Jahr 1921.

Kirchgemeinde Die Kirchengemeinden Sundhausen, Boilstädt, Leina und Gospiteroda haben sich am 1. Januar 2014 zur Evangelisch-Lutherischen Boxberggemeinde Sundhausen zusammengeschlossen. Sie gehört zum Kirchenkreis Gotha der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland. Die Zahl der Gemeindeglieder beträgt 863 Personen.

Viele kirchliche Veranstaltungen finden in der Begegnungsstätte Sundhausen statt, der ausgebauten Pfarrscheune in Sundhausen.https://www.boxberggemeinde.de/kirchorte/sundhausen/

Siehe auch Liste von Orgeln in Thüringen

Literatur

Weblinks

Kirchort Sundhausen auf der Website der evang.-luth. Boxberggemeinde St. Nikolai auf ekmd.de

Einzelnachweise

Kategorie:Kirchengebäude in Gotha Kategorie:Kulturdenkmal in Gotha Kategorie:Nikolaikirche Kategorie:Kirchengebäude des Evangelischen Kirchenkreises Gotha Kategorie:Barocke Kirche Kategorie:Barockbauwerk in Thüringen Kategorie:Ersterwähnung 700 Kategorie:Erbaut in den 1730er Jahren