mini|Gedenktafel an der Wand des Regiobahnhofes Wissen Rathausstraße In der Liste der Stolpersteine in der Verbandsgemeinde Wissen werden die in Wissen und Katzwinkel vorhandenen Stolpersteine aufgeführt, die im Rahmen des Projekts Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnig verlegt wurden.

Der erste Stein wurde im Rahmen eines Schulprojektes auf Initiative des Lehrers Ralf Adams auf dem Schulhof des Kopernikus Gymnasiums Wissen am 17. Dezember 2005 verlegt.

Der Haupt- und Finanzausschuss der Verbandsgemeinde Wissen beschloss am 24. April 2008 Gunter Demnig für die Verlegung von weiteren Stolpersteinen in der Verbandsgemeinde zu beauftragen. Nach über zwei Jahren, in denen intensiv nach den in Frage kommenden Opfern recherchiert wurde, wurde die Verlegung von sechs Stolpersteinen in Wissen und Katzwinkel am 28. Januar 2011 Homepage der Verbandsgemeinde Wissen realisiert. Anlässlich dieser Verlegung wurde zudem an der Wand des Regiobahnhofes Wissen eine Gedenktafel angebracht. Die Verlegestellen befinden sich in Wissen in der Maarstraße, Rathausstraße (Bereich Regiobahnhof) und dem Felsenweg. Außerdem fand in Katzwinkel in der Knappenstraße (Ecke Dr. Alfred-Reichmann-Straße) die Verlegung eines Steines statt.Stolpersteine mahnen die Lebenden in Rhein-Zeitung"Stolpersteine" werden in Wissen und Katzwinkel verlegt (2010)

Übersicht Adresse Name InschriftVerlegedatum Bild AnmerkungWissen, Felsenweg100pxHermann Kubalski Hier wohnteHermann KubalskiJg. 1892Zeuge Jehovasverhaftet 31.8.1936Zuchthaus Koblenz1938 Buchenwaldbefreit/überlebt28. Januar 2011100pxHermann Kubalski wurde in Grondzaw im heutigen Polen geboren. Bald lebte er als Schlosser in Wissen/Sieg. Als ein Anhänger der Zeugen Jehovas, der friedlichen Widerstand gegen das diktatorische Regime leistete, wurde er 1945 aus dem Konzentrationslager Buchenwald befreit.Gegen das Vergessen - Abendspaziergang zu den Stolpersteinen in AK-Kurier Wissen, Maarstraße100px100pxErnst Bär Hier wohnteErnst BärJg. 1900Flucht 1938USA???28. Januar 2011 100px Familie Bär, die bis 1938 in der Maarstraße wohnte, konnte rechtzeitig in die USA flüchten; über ihren weiteren Lebensweg ist wenig bekannt.Johanna A.L. Bär Hier wohnteJohanna A.L.Bärgeb. BernsteinJg. 1908Flucht 1938USA???28. Januar 2011 100pxFamilie Bär, die bis 1938 in der Maarstraße wohnte, konnte rechtzeitig in die USA flüchten; über ihren weiteren Lebensweg ist wenig bekannt.Heinz Bär Hier wohnteHeinz BärJg. 1930Flucht 1938USA???28. Januar 2011 100px Familie Bär, die bis 1938 in der Maarstraße wohnte, konnte rechtzeitig in die USA flüchten; über ihren weiteren Lebensweg ist wenig bekannt. Wissen, Rathausstraße 33 100pxLiebmann Hony Rathausstrasse 33wohnteLiebmann HonyJg. 1862deportiert 1942Theresienstadtermordet 7.3.194328. Januar 2011 100pxLiebmann Hony, geboren am 2. Juni 1862Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945 – Honi, Liebmann. Abgerufen am 10. Dezember 2014 in Wissen und dort als Geschäftsmann tätig, gehörte der Repräsentanz der jüdischen Gemeinde Hamm an.Hamm (Sieg) mit Wissen, Betzdorf und Kirchen (Kreis Altenkirchen) Jüdische Geschichte / SynagogeLaut Todesfallanzeige des KZ Theresienstadt (Terezín) wurde er am 7. März 1943 ermordet.Der heutige Eigentümer des Grundstücks Rathausstraße 33, zu dem auch der Bürgersteig gehört, war gegen die Verlegung eines Gedenksteins in diesem Bereich. So musste Künstler Demnig auf die gegenüberliegende Seite und somit zum Regiobahnhof ausweichen.Gedenken an die Toten und Mahnung für die Lebenden in AK-Kurier. Abgerufen am 10. Dezember 2014 Aufgrund von Bauarbeiten in der unteren Rathausstraße wurde der Stein von der Stadt entfernt und in Verwahrung genommen. Katzwinkel, Knappenstraße 100pxDr. Alfred Reichmann Hier wohnteDr. AlfredReichmannJg. 1897deportiert 1944ermordet 1944 inAuschwitz28. Januar 2011 100pxDer jüdische Arzt Dr. Alfred Reichmann aus Katzwinkel erhielt 1938 ein endgültiges Berufsverbot, wurde nach Theresienstadt deportiert, wo er vermutlich 1944/45 ums Leben kam.Wissen,Pirzenthaler Straße 43, Schulhof Gymnasium 100pxArtur Seligmann Im Alten GymnasiumlernteArtur SeligmannJg. 1920deportiert 1941tot in Riga17. Dezember 2005 100px Artur Seligmann, geboren am 19. Mai 1920,– Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945 – Seligmann, Artur Arthur. Abgerufen am 10. Dezember 2014 Sohn des Kaufmanns Seligmann aus Rosbach, war Schüler des Alten Gymnasiums Wissen und musste die Schule 1935 verlassen. Er wurde 1941 deportiert und starb 1944 in Riga.Verbeugung vor toten Nachbarn Jahresbericht des Fördervereins Kopernikus-Gymnasium 2006 Seite 22ffFür Art(h)ur Seligmann wurde in der Gemeinde Windeck, Kirchstraße 4 ein weiterer Gedenkstein verlegt.AWO-OV Windeck/Zeitzeugenforum Windeck Wer erinnert sich an Arthur Seligmann? Stolperstein Nr. 18 Mitteilungsblatt Windeck, 13. Januar 2012, abgerufen am 10. Dezember 2014

Einzelnachweise

Weblinks

https://www.stolpersteine.eu Projektseite des Künstlers Gunter Demnig

Stolpersteine Wissen