Berlin ist eine US-amerikanische Popband, die 1979 unter dem Einfluss der Gruppe Blondie sowie der Synthesizer-Pioniere Kraftwerk und Ultravox von John Crawford und Terri Nunn in Los Angeles, Kalifornien gegründet wurde.
Ihren größten kommerziellen Erfolg feierten Berlin im Jahr 1986 mit dem Lied Take My Breath Away aus dem Soundtrack des Kinofilms Top Gun. Weitere Hits waren The Metro, später gecovert von +44, System of a Down und dem Alkaline Trio, sowie No More Words.
1988 trennte sich die Gruppe. Erst 1999 formierte Terri Nunn die Band mit anderen Musikern neu.
Bandgeschichte 1979–1980: Anfänge Berlin wurde 1979 als New-Wave-Band gegründet, als sich John Crawford auf eine Anzeige der Sängerin Terri Nunn meldete. Trotz des Namens hatte Berlin keine bekannten Verbindungen mit der heutigen Hauptstadt Deutschlands; der Name wurde gewählt, um die Band europäisch und exotisch erscheinen zu lassen. Bereits im Gründungsjahr stieg Nunn aus, da sie sich ihrer Schauspielkarriere widmen wollte. Ersetzt wurde sie zunächst durch Toni Childs, nach nur einem Monat räumte Childs allerdings den Platz für Virginia Macolino. Die erste Single der Band, A Matter of Time, erschien 1980 auf dem bandeigenen Label Zone H Records.
1981–1985: Kurzzeitige Trennung und erste Chartplatzierungen 1981 trennte sich die Band, nur um sich wenige Monate später mit der zurückgekehrten Nunn wiederzuvereinigen. Berlin war neben Mötley Crüe die erste von Enigma Records unter Vertrag genommene Band. Dort erschien – nachdem das Label Geffen Records einen Vertrag mit der Gruppe abgelehnt hatte – 1982 die EP Pleasure Victim, die sich innerhalb eines Monats 25.000 Mal verkaufte. Geffen Records kaufte die Rechte am Werk daraufhin auf und veröffentlichte es 1983 neu. Eine Goldene Schallplatte war die Folge. Auf diesem Werk sind die frühen Hits Sex (I’m a …) und The Metro enthalten.
1984 wurde das von Giorgio Moroder produzierte Album Love Life veröffentlicht. Das Album erreichte Platz 28 der US-amerikanischen Charts, die Single No More Words kam auf Rang 23.
1986–1987: Durchbruch Im Sommer 1986 erreichten Berlin mit dem Oscar-prämierten, ebenfalls von Moroder produzierten Top-Gun-Love-Theme Take My Breath Away ihren größten kommerziellen Erfolg: Der Song platzierte sich in mehreren wichtigen Musikmärkten an der Spitze der Charts. Wider Erwarten erwies sich das folgende Album Count Three and Pray als deutlich weniger erfolgreich.
1988–1998: Auflösung und Soloprojekte 1988 trennte sich die Gruppe. Bandleader Crawford und Schlagzeuger Brill formierten die Gruppe The Big F, die 1993 das Album Is herausbrachte. Crawford spielte darüber hinaus zwei Soloalben ein. Terri Nunn veröffentlichte 1991 das Soloalbum Moment of Truth.
Seit 1999: Diverse Comebackversuche 1999 stellte Terri Nunn ein neues Line-up zusammen, mit dem sie seitdem neben zwei Studioalben mehrere Liveplatten veröffentlichte. Am ersten der Studioalben, Voyeur, war Billy Corgan bei dem Lied Sacred and Profane am Songwriting beteiligt.
Zu einer Reunion kam es 2004, als der Sender VH1 die Mitglieder aus den 1980er Jahren im Rahmen der Sendereihe Bands Reunited für ein Konzert wieder zusammenbrachte. 2005 veröffentlichten Berlin auf ihrem Album 4play eine Coverversion des Prince-Songs Erotic City (1984). Im September 2013 wurde das Album Animal mit dem neuen Keyboarder Dave Schulz veröffentlicht.
Diskografie
Studioalben
Weitere Studioalben 1980: Information 2002: Voyeur 2005: 4play 2013: Animal 2019: Transcendance 2020: Strings Attached
Livealben 2000: Live: Sacred and Profane 2009: All the Way In (mit Terri Nunn) 2019: Sweet Surrender (Live 1984)
Kompilationen 1987: Dancing in Berlin 1988: Best of Berlin 1979–1988 (US: ) 1997: Master Series 2000: The Greatest Hits Remixed 2004: Metro Greatest Hits 2009: Greatest Hits
EPs 1999: Fall into Heaven 1999: Fall into Heaven 2
Singles
Weitere Singles 1979: A Matter of Time 1980: Fascination 1982: Pleasure Victim 1984: Dancing in Berlin 1984: Selections from Love Life 1986: Pink and Velvet 2003: With a Touch
Videoalben 1984: Berlin (VHS) 1987: Wam Bam, Live in Japan (Laserdisc) 2003: Intimate (DVD)
Auszeichnungen für Musikverkäufe Goldene Schallplatte
1986: für die Single Take My Breath Away
2023: für die Single Take My Breath Away
1986: für die Single Take My Breath Away
2023: für die Single Take My Breath Away
1986: für die Single Take My Breath Away
1987: für das Album Count Three and Pray
1987: für die Single Take My Breath Away
2024: für die Single Take My Breath AwayPlatin-Schallplatte
1984: für das Album Love Life 1985: für das Album Pleasure Victim 2022: für die Single Take My Breath Away
Weblinks
Fan-Seite (englisch) (englisch) Interview mit Terri Nunn (2006, englisch) Diskografie bei 45cat.com Diskografie bei rateyourmusic.com
Quellen
Kategorie:Popband Kategorie:US-amerikanische Band