mini|hochkant=1.3|Stolperstein in der Friedrichshagener Straße Die Liste der Stolpersteine in Schöneiche bei Berlin führt die vom Künstler Gunter Demnig verlegten Stolpersteine in der brandenburgischen Gemeinde Schöneiche bei Berlin auf, die an das Schicksal der Menschen erinnern, die in der Zeit des Nationalsozialismus ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden.

Die erste Verlegung fand am 10. Mai 2006 statt, als Demnig fünf Steine an einer Adresse verlegte. Dies geschah auf die Initiative einer Gruppe hin bestehend aus Jani Pietsch, deren Ergebnisse einer langjährigen Recherche zum Schicksal jüdischer Schöneicher den Anstoß gab, sowie der Pfarrerin Kerstin Lütke und der Umweltbeauftragten Gudrun Lübeck. Es folgten am 30. September 2006 fünf Steine an zwei Adressen, am 19. Juli 2007 zwei Steine an zwei Adressen sowie die bisher letzte und größte Verlegung in Schöneiche bei Berlin, als an fünf Adressen zehn Steine verlegt wurden. Insgesamt verlegte Demnig 22 Stolpersteine in Schöneiche bei Berlin. schoeneiche-bei-berlin.de; abgerufen am 18. Februar 2014.

Liste der Stolpersteine In Schöneiche bei Berlin wurden 22 Stolpersteine an zehn Adressen verlegt.

Stolperstein Inschrift Verlegeort Name, Leben 120px HIER WOHNTERUTH HELGA BALINTGEB. NEUMANNJG. 1926KINDERTRANSPORT6.6.1939ÜBERLEBT INENGLAND Eichenstraße 24 und 26 geb. Neumann wurde 1926 geboren. Sie überlebte in England. 120px HIER WOHNTEBETTY BARANSKIGEB. JASTROWITZJG. 1869DEPORTIERT 1942THERESIENSTADTTOT 8.4.1943 Eichenstraße 24 und 26 geb. Jastrowitz wurde am 6. März 1869 in Berlin geboren. Sie wurde am 28. Oktober 1942 nach Theresienstadt deportiert, wo sie am 5. August 1943 ums Leben kam.Baranski, Betty. In: Gedenkbuch: Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945; abgerufen am 18. Februar 2014. 120px HIER WOHNTEHERMANN BARANSKIJG. 1873DEPORTIERT 1942THERESIENSTADTTOT 5.8.1943 Eichenstraße 24 und 26 wurde 1873 geboren. Er ist am 8. April 1943 in Theresienstadt ums Leben gekommen.Baranski, Herrmann. In: Gedenkbuch: Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945; abgerufen am 18. Februar 2014. 120px HIER WOHNTEGERTRUD DOEBLINGEB. SCHMIDTJG. 1903GEDEMÜTIGT / ENTRECHTETÜBERLEBT Mozartstraße 4 geb. Schmidt wurde 1903 geboren. Sie konnte überleben. 120px HIER WOHNTEHERMANN DOEBLINJG. 1896GEDEMÜTIGT / ENTRECHTETVERHAFTET 27.2.1943ÜBERLEBT Mozartstraße 4 wurde 1896 in Berlin geboren. Er konnte überleben. 120px HIER WOHNTEDR. EGONHEIDENFELDJG. 1868DEPORTIERT 1942THERESIENSTADTTOT DEZ. 1943 Friedrichshagener Straße 40 wurde 1868 geboren. Er ist am 27. Dezember 1943 in Theresienstadt ums Leben gekommen.Heidenfeld, Eugen. In: Gedenkbuch: Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945; abgerufen am 18. Februar 2014. 120px HIER WOHNTEFRIEDA KRONERGEB. WEINKELLERJG. 1887DEPORTIERT 1942RIGAERMORDET 1943 INAUSCHWITZ Platanenstraße 41 geb. Weinkeller wurde 1887 geboren. Sie wurde 1943 in Auschwitz ermordet.Kroner, Frieda. In: Gedenkbuch: Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945; abgerufen am 18. Februar 2014. 120px HIER WOHNTEILSE LEONI KRONERJG. 1909FLUCHT 1938PRAG - PARIS - LONDONÜBERLEBT Platanenstraße 41 wurde 1909 geboren. Sie floh 1933 über Prag und Paris nach London und konnte überleben. 120px HIER WOHNTESIEGFRIED KRONERJG. 1878DEPORTIERT 1942RIGAERSCHOSSEN 22.10.1942 Platanenstraße 41 wurde 1878 geboren. Er wurde am 22. Oktober 1942 in Riga erschossen.Kroner, Siegfried. In: Gedenkbuch: Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945; abgerufen am 18. Februar 2014. 120px HIER WOHNTEMARGARETEKLARA LEVYGEB. STERNJG. 1899GEDEMÜTIGT / ENTRECHTETFLUCHT 1939 ENGLANDÜBERLEBT Friedrichshagener Straße 32 geb. Stern wurde 1899 geboren. Sie floh 1939 nach England, überlebte, starb 1967. 120px HIER WOHNTEPHILIPP MAX LEVYJG. 1897GEDEMÜTIGT / ENTRECHTETFLUCHT 1939 ENGLANDÜBERLEBT Friedrichshagener Straße 32 wurde 1897 geboren. Er floh 1939 nach England, überlebte, starb 1958.Pietsch, S. 51. 120px HIER WOHNTEBRUNO NEUMANNJG. 1885DEPORTIERT 1942GHETTO WARSCHAUERMORDET JULI 1942TREBLINKA Eichenstraße 24 und 26 wurde 1885 geboren. Er wurde im Juli 1942 im Vernichtungslager Treblinka ermordet.Neumann, Bruno. In: Gedenkbuch: Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945; abgerufen am 18. Februar 2014. 120px HIER WOHNTEEDITH NEUMANNGEB. BARANSKIJG. 1900DEPORTIERT 1942GHETTO WARSCHAUERMORDET JULI 1942TREBLINKA Eichenstraße 24 und 26 geb. Baranski wurde 1900 geboren. Sie wurde im Juli 1942 im Vernichtungslager Treblinka ermordet.Neumann, Edith. In: Gedenkbuch: Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945; abgerufen am 18. Februar 2014. 120px HIER WOHNTEADOLF PETERSJG. 1884DEPORTIERT 1942TOT IMGHETTO WARSCHAU Geschwister-Scholl-Straße 13 wurde 1884 geboren. Er ist im Ghetto Warschau ums Leben gekommen. 120px HIER WOHNTEHILDE PETERSJG. 1924FLUCHT 1939PALÄSTINAÜBERLEBT Geschwister-Scholl-Straße 13 wurde 1924 geboren. Sie floh 1939 nach Palästina und konnte überleben. 120px HIER WOHNTEIDA PETERSGEB. SIMONJG. 1888DEPORTIERT 1942TOT IMGHETTO WARSCHAU Geschwister-Scholl-Straße 13 geb. Simon wurde 1888 geboren. Sie ist am 12. April 1943 im Ghetto Warschau ums Leben gebracht worden.Peters, Ida. In: Gedenkbuch: Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945; abgerufen am 18. Februar 2014. 120px HIER WOHNTESUSANNE RITSCHERGEB. LOEWENTHALJG. 1886VERSTECKTIN SÜDDEUTSCHLANDÜBERLEBT Goethestraße 41 geb. Loewenthal wurde 1886 geboren. Sie versteckte sich in Süddeutschland, überlebte und starb 1975. 120px HIER WOHNTECECILIE RUDNIKGEB. KLEINVERW. SCHWARZJG. 1874IN BERLIN VERSTECKTÜBERLEBT Am Erlengrund 6 geb. Klein verw. Schwarz wurde 1874 geboren. Sie versteckte sich in Berlin, überlebte, starb 1953.Jani Pietsch: Ich besaß einen Garten in Schöneiche bei Berlin. Campus-Verlag, Frankfurt 2006, ISBN 978-3-593-38027-8, S. 107. 120px HIER WOHNTEKASPAR STUDINSKIJG. 1881DEPORTIERT 1941MINSKERSCHOSSEN 18.11.1941 Eichenstraße 12 wurde 1881 geboren. Er wurde deportiert und am 18. November 1941 im Ghetto Minsk erschossen.Studinski, Kasper. In: Gedenkbuch: Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945; abgerufen am 18. Februar 2014. 120px HIER WOHNTEJENNY STUDINSKIGEB. SELIGJG. 1882DEPORTIERT 1941MINSKERSCHOSSEN 18.11.1941 Eichenstraße 12 geb. Selig wurde 1882 geboren. Sie wurde deportiert und am 18. November 1941 im Ghetto Minsk erschossen.Studinski, Jenny. In: Gedenkbuch: Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945; abgerufen am 18. Februar 2014. 120px HIER WOHNTEELSIE NELLYWOLFFHEIMGEB. NASSJG. 1882GEDEMÜTIGT / ENTRECHTETÜBERLEBT Friedrichshagener Straße 73 geb. Nass, genannt Elsie Nelly, wurde 1882 geboren. Sie konnte überleben, starb 1951. 120px HIER WOHNTEEUGEN WOLFFHEIMJG. 1884GEDEMÜTIGT / ENTRECHTETFLUCHT 1939 SHANGHAITOT 1940 Friedrichshagener Straße 73 wurde 1884 geboren. Er floh 1939 nach Shanghai und starb am 26. Juli 1940.Pietsch, S. 56.

Verlegedaten 10. Mai 2006: Eichenstraße 24 und 26 30. September 2006: Eichenstraße 12, Platanenstraße 41 19. Juli 2007: Am Erlengrund 6, Goethestraße 41 4. Juli 2008: Friedrichshagener Straße 32, 40 und 73, Geschwister-Scholl-Straße 13, Mozartstraße 4

Weblinks

Chronik der Stolpersteinverlegungen auf der Website des Projekts von Gunter Demnig Stolpersteine Brandenburg

Einzelnachweise

!Stolpersteine Schoneiche bei Berlin