Mögglingen ist eine Gemeinde im Ostalbkreis in Baden-Württemberg. Sie gehört zur Region Ostwürttemberg und zur Randzone der europäischen Metropolregion Stuttgart.

Geographie mini|Mögglingen vom Rosenstein aus gesehen mini|Blick nach Ostnordosten auf Mögglingen in der linken Bildmitte. Der Ort wird von rechts oben nach links unten von der Rems durchzogen, der erst rechtsseits am Ortsanfang der Ammersbach, dann im Ort linksseits die Lauter zumündet.

Geographische Lage Mögglingen liegt in 398 bis 475 Meter Höhe im Vorland der östlichen Schwäbischen Alb im oberen Tal der Rems zwischen der Kreisstadt Aalen (11 km im Osten) und der Stadt Schwäbisch Gmünd (13 km im Westen).

Nachbargemeinden Die Gemeinde grenzt im Norden an Heuchlingen, im Osten an Essingen, im Süden an die Stadt Heubach und im Westen an Böbingen an der Rems. Gemeindegliederung Zur Gemeinde Mögglingen gehören das Dorf Mögglingen, der Weiler Hermannsfeld und die Höfe Christenhof, Gollenhof und Sternhof sowie die abgegangenen Ortschaften Hegeloch, Sulzbach und Stöckach.Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverbände Franken und Ostwürttemberg. Kohlhammer, Stuttgart 1980, ISBN 3-17-005708-1, S. 731–732.

Flächenaufteilung

Nach Daten des Statistischen Landesamtes, Stand 2014.Statistisches Landesamt, Fläche seit 1988 nach tatsächlicher Nutzung für Mögglingen.

Geschichte Die erste urkundliche Erwähnung von Mögglingen erfolgte im Jahre 1143. Der Ort gehörte lange zum Landgebiet der Reichsstadt Schwäbisch Gmünd. Als diese aufgrund des Reichsdeputationshauptschlusses 1803 an das Kurfürstentum Württemberg fiel, wurde auch Mögglingen württembergisch. Bei der Umsetzung der neuen Verwaltungsgliederung im 1806 gegründeten Königreich Württemberg wurde Mögglingen dem Oberamt Gmünd zugeordnet. Bei der Kreisreform während der NS-Zeit in Württemberg gelangte Mögglingen 1938 zum Landkreis Gmünd. 1945 wurde der Ort Teil der Amerikanischen Besatzungszone und gehörte somit zum neu gegründeten Land Württemberg-Baden, das 1952 im jetzigen Bundesland Baden-Württemberg aufging. Als der Landkreis Schwäbisch Gmünd durch die Kreisreform 1973 aufgelöst wurde, ging Mögglingen an den neuen Ostalbkreis.

Einwohnerentwicklung 1871: 1003 Einwohner 1900: 1058 Einwohner 1933: 1443 Einwohner 1950: 2150 Einwohner 1961: 2564 Einwohner 1970: 2933 Einwohner 1987: 3316 Einwohner 1991: 3567 Einwohner 1995: 3728 Einwohner 2000: 3884 Einwohner 2005: 4167 Einwohner 2010: 4165 Einwohner 2015: 4173 Einwohner

Christentum mini|hochkant|Katholische Kirche St. Petrus und Paulus Mögglingen blieb auch nach Einführung der Reformation in Württemberg katholisch, da der Großteil der Güter Bürgern und Klöstern der katholisch gebliebenen freien Reichsstadt Gmünd gehörte. Die Gläubigen sind heute in die römisch-katholische Kirchengemeinde St. Petrus und Paulus eingepfarrt. Eine evangelische Kirche wurde erst 1968 errichtet. Sie gehört zur Kirchengemeinde Oberböbingen.

Konfessionsstatistik Gemäß dem Zensus 2011 waren 22,0 % der Einwohner evangelisch, 56,5 % römisch-katholisch und 21,5 % waren konfessionslos, gehörten einer anderen Glaubensgemeinschaft an oder machten keine Angabe., Zensus 2011 Die Zahl der Protestanten und Katholiken ist seitdem gesunken. Ende Juni 2019 waren von den Einwohnern 20 % evangelisch, 50 % römisch-katholisch und 30 % sind konfessionslos oder gehören einer anderen Religionsgemeinschaft an.Mögglingen in Zahlen, abgerufen am 12. Mai 2020

Politik Verwaltungsgemeinschaft Die Gemeinde ist ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Rosenstein mit Sitz in Heubach.

Gemeinderat Dem Gemeinderat besteht aus 14 gewählten ehrenamtlichen Mitgliedern, deren Amtszeit fünf Jahre beträgt, sowie dem Bürgermeister als ebenfalls stimmberechtigtem Vorsitzenden. Die letzte Wahl am 9. Juni 2024 brachte folgendes Ergebnis:

+ Gemeinderat seit 2024 Liste Stimmenanteil Sitze Freie und Unabhängige Mögglinger Bürger (FUMB) 32,4 % 5 Aktive Mögglinger-SPD (AM-SPD) 28,9 % 4 Zukunft für Mögglingen (ZfM) 24,5 % 3 Vielfalt.Freiheit.Miteinander (VFM) 14,1 % 2 Gesamt 100 % 14 Wahlbeteiligung 66,8 %

Bürgermeister 1990–2014: Ottmar Schweizer seit 2014: Adrian Schlenker. Schlenker wurde im Februar 2014 im zweiten Wahlgang mit 59,05 % der Stimmen gewähltremszeitung.de Bürgermeisterwahl in Mögglingen: Adrian Schlenker gewinnt und im Februar 2022 im ersten Wahlgang mit 67,65 % der Stimmen im Amt bestätigt.remszeitung.de Mögglingen: Adrian Schlenker bleibt Bürgermeister

Wappen Blasonierung: Ein schwarzer Brackenkopf (Brackenhaupt) auf weißem (silberfarbenem) Grund mit heraushängender Zunge.

Partnerschaften Mögglingen unterhält seit 1991 partnerschaftliche Beziehungen zu Saleux in der Nähe von Amiens in der Picardie in Frankreich.

Kultur und Sehenswürdigkeiten Remstal-Gartenschau 2019 mini|hochkant|Libertas-Statue

Vom 10. Mai bis 20. Oktober 2019 fand im Remstal ein Grünprojekt des Landes Baden-Württemberg statt, an dem sich auch Mögglingen beteiligt. Diese Remstal Gartenschau 2019 gehört zu den „kleinen“ Gartenschauen, die sich jährlich mit den Landesgartenschauen abwechseln.

In diesem Zusammenhang wurde das Remsufer beim Zulauf der Lauter als „Remsaue“ neu gestaltet. Auf der Anhöhe nördlich der Gemeinde westlich des Limesparkplatzes an der Landesstraße L1158 Richtung Heuchlingen wurde auf ein Aussichtsturm errichtet.

An den „16 Stationen“, dem Architekturprojekt der Gartenschau,Architektur mit 16 Stationen auf remstal.de. Abgerufen am 21. Juni 2019. beteiligte sich Mögglingen mit einer „Freiheitsstatue“. Diese stellt die römische Göttin Libertas dar und erinnert an den römischen Limes, der früher nördlich von Mögglingen verlief. Sie ist aber auch eine Reminiszenz an eine verkleinerte Kopie der New Yorker Freiheitsstatue, die jahrelang Symbol für den Wunsch der Mögglinger nach einer Umgehungsstraße war und bis zu deren Fertigstellung im Frühjahr 2019 an der (alten) Bundesstraße 29 stand. Die Libertas-Statue wurde nach langen Querelen mit dem Architekten Schwäbische Post am 9. April 2019. westlich vom Aussichtsturm an einer entlegenen Stelle am Waldrand aufgestellt.

Vereine In Mögglingen sind rund 24 Vereine tätig. Die mitgliederstärksten sind der Turnverein Mögglingen (1.863 Mitglieder), der Musikverein Mögglingen (544) und der FC Stern Mögglingen (428).

Museen Früher gab es das Museum historischer und aerodynamischer Fahrzeuge. Es stellte alte Autos aus.

Wirtschaft und Infrastruktur Verkehr Regionalbahn-Züge auf der Remsbahn (Stuttgart–Aalen) sowie die Bundesstraße 29 (Waiblingen–Nördlingen) verbinden Mögglingen mit den überregionalen Verkehrsnetzen. Der nächste Autobahnanschluss ist die Anschlussstelle 115 (Aalen/Oberkochen) der Bundesautobahn 7 in ca. 21 km Entfernung über die B 29 Richtung Aalen und die L 1084. Die 3,7 km langebvwp-projekte.de vierspurige Ortsumfahrung Mögglingen im Verlauf der B 29 wurde am 27. April 2019 eröffnet, die Kosten liegen bei knapp 119 Millionen Euro.vm.baden-wuerttemberg.de

Der Öffentliche Personennahverkehr wird durch die Verkehrskooperationen OstalbMobil sichergestellt.

Durch eine Alltagsroute aus dem Radnetz Baden-WürttembergDas RadNETZ Baden-Württemberg auf www.radroutenplaner-bw.de ist Mögglingen über Böbingen mit Schwäbisch Gmünd und in der anderen Richtung über Essingen mit Aalen verbunden. Durch Mögglingen verläuft als Landes-Radfernweg der Remstal-Radweg.Der Remstal-Radweg auf einer Internetseite des Remstal Tourismus e. V., abgerufen am 11. Juni 2025. Er führt ab Aalen über Essingen und Schwäbisch Gmünd zur Mündung der Rems in den Neckar in Remseck und von dort weiter durch Fellbach und Kernen im Remstal nach Weinstadt. Durch den Ort führt außerdem der Deutsche Limes-Radweg. Er folgt dem Obergermanisch-Raetischen Limes über 818 km von Bad Hönningen am Rhein nach Regensburg an der Donau.

Mögglingen ist Mitglied der AGFK (Arbeitsgemeinschaft Fahrrad- und Fußverkehrsfreundlicher Kommunen) in Baden-Württembergwww.agfk.de.

Bildung Mit der Limesschule verfügt Mögglingen über eine Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule. Zudem gibt es zwei römisch-katholische Kindergärten.

Persönlichkeiten Söhne und Töchter der Gemeinde Markus Schleicher (1884–1951) war ein deutscher Gewerkschafter und Politiker der SPD. Anton Vogt (1891–1976), Politiker (NSDAP) Paul Metz (1899–1961), Schuldirektor und Landrat (SPD), von 1946 bis 1948 Oberbürgermeister von Heilbronn Joe Bauer (* 1954), Journalist und Autor

Personen, die mit der Gemeinde in Verbindung stehen Carl-Uwe Steeb (* 1967), ehemaliger Tennisprofi, wuchs in Mögglingen auf. Steffen Dangelmayr (* 1978), Fußballspieler, u. a. beim VfB Stuttgart, entstammt der Jugendabteilung des FC Stern Mögglingen

Literatur

Weblinks

Internetpräsenz der Gemeinde Mögglingen

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Ostalbkreis

Kategorie:Ersterwähnung 1143 Kategorie:Ort an der Rems