Max Meyr (* 30. Juli 1915 in Nördlingen; † 23. Januar 1996 in JesteburgSterberegister des Standesamtes Jesteburg Nr. 19/1996.) war ein deutscher SS-Obersturmführer sowie erster Leiter der Standortverwaltung im KZ Auschwitz.

Leben Max Meyr war kaufmännischer Angestellter. Er trat zum 1. Oktober 1934 der SS bei (SS-Nummer 289.455), am 20. Mai 1937 beantragte er die Aufnahme in die NSDAP und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 4.426.588).Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/28551267 Zunächst war er bei der Kriegsbesoldungsstelle der Inspektion der Konzentrationslager (IKL) in Oranienburg tätig.

Nach Einrichtung des KZ Auschwitz wurde Meyr von der IKL Anfang Juni 1940 dorthin versetzt und wurde erster Leiter der Standortverwaltung. Schon nach vier Monaten wurde er zum 1. Oktober 1940 durch Rudolf Wagner in dieser Funktion abgelöst und wechselte anschließend zum Kommandanturstab in das KZ Neuengamme. Laut dem Lagerkommandanten Rudolf Höß war Meyr „ein ausgemachter Trottel“.Ernst Klee: Auschwitz. Täter, Gehilfen und Opfer und was aus ihnen wurde. Ein Personenlexikon, Frankfurt am Main 2013, S. 278 Bei der Waffen-SS erreichte er 1942 den Rang eines SS-Obersturmführers.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges nahm er seinen Wohnsitz in Niedersachsen.

Literatur Wacław Długoborski, Franciszek Piper (Hrsg.): Auschwitz 1940–1945. Studien zur Geschichte des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz. Aus dem Polnischen von Jochen August. Verlag Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau, Oświęcim 1999, ISBN 83-85047-76-X (5 Bände: I. Aufbau und Struktur des Lagers; II. Die Häftlinge – Existenzbedingungen, Arbeit und Tod; III. Vernichtung; IV. Widerstand; V. Epilog).

Einzelnachweise

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