miniatur|Katholisches Krankenhaus im Siebengebirge, Haupteingang (2014) miniatur|Katholisches Krankenhaus im Siebengebirge, Ursprungsgebäude von 1886–88 (2014) miniatur|Krankenpflegestation der Armen Dienstmägde Jesu Christi im Kempschen Hof an der Rommersdorfer Straße
Das Cura Krankenhaus Bad Honnef (ehemals Katholisches Krankenhaus im Siebengebirge) ist ein Allgemeinkrankenhaus in Bad Honnef, einer Stadt im Rhein-Sieg-Kreis in Nordrhein-Westfalen.Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alte des Landes Nordrhein-Westfalen: Krankenhausplan NRW 2015 Das Haus gehört heute zu den GFO Kliniken Bonn im Besitz der Gemeinnützigen Gesellschaft der Franziskanerinnen zu Olpe mbH (GFO). Lage Das Krankenhaus liegt im Stadtzentrum an der Schülgenstraße (Hausnummer 15), die von einem Neubautrakt überspannt wird, auf etwa .
Geschichte Vorgängerin des heutigen Krankenhauses war eine „Klösterchen“, nach einer Stifterin auch „Kempscher Hof“ genannte Krankenpflegestation an der Rommersdorfer Straße (1929 abgebrochen)Adolf Nekum: Der Weinbau in Honnef – Erinnerungen an eine 1.100jährige Geschichte (= Heimat- und Geschichtsverein „Herrschaft Löwenburg“ e. V.: Studien zur Heimatgeschichte der Stadt Bad Honnef am Rhein, Heft 10). Bad Honnef 1993, S. 287., die ab November 1857 von der Ordensgemeinschaft der Armen Dienstmägde Jesu Christi nebst einer Kinderbewahranstalt und Nähschule am Standort der neuen Ordensfiliale Honnef auf dem einstigen Grundstück des „Siegburger Hofs“ der Abtei MichaelsbergKarl_Günter_Werber: Bad Honnef: Zeitsprünge. Sutton Verlag, Erfurt 2009, ISBN 978-3-86680-560-6, S. 51.Karl Günter Werber: Alt Honnefer Bilderbuch. Dritte, stark erweiterte Auflage, Verlag der Buchhandlung Karl Werber, Bad Honnef 1983, S. 116. aufgebaut wurde. Von 1868 bis 1873 kamen Spenden wohlhabender Bürger, darunter der Familien Schülgen, Kemp, Schaaffhausen und Bredt zusammen, die den Bau eines eigenen Krankenhauses ermöglichen sollten. Die Geschwister Elise und Philomene Schülgen († 1867 und 1868Heimat- und Geschichtsverein Rhöndorf (Hrsg.); August Haag: Bilder aus der Vergangenheit von Honnef und Rhöndorf. Gesamtherstellung J. P. Bachem, Köln 1954, S. 97/98.) setzten ihre Brüder als Universalerben ein unter der Bedingung, den Neubau mit einem Kapital von 55.000 Talern und einem Grundstück von etwa drei Morgen zu finanzieren. Diese Pläne konnten erst nach Beendigung des Kulturkampfs umgesetzt werden. Die katholische Kirchengemeinde St. Johann Baptist trat die Stiftung der Geschwister Schülgen, die auf Genehmigung Wilhelm I. vom 27. September 1885 hin durch den Kölner Kaufmann Franz Schülgen († 1907)Hubert Wüsten: Die katholische Gemeinde Honnef in den letzten hundert Jahren. In: August Haag (Hrsg.): Bad Honnef am Rhein. Beiträge zur Geschichte unserer Heimatgemeinde anläßlich ihrer Stadterhebung vor 100 Jahren. Verlag der Honnefer Volkszeitung, Bad Honnef 1962, S. 151–165 (hier: S. 158). in Form eines Grundstücks von 80,74 Ar und eines Kapitals von 120.000 Mark geleistet wurde, an und wurde Trägerin des neuen Krankenhauses. Es entstand ab dem Frühjahr 1886 in neogotischen Formen nach einem Entwurf des Kölner Architekten August Carl Lange (1834–1883)Karl Günter Werber: Die Perle unter den Kapellen. In: Horizont. Zeitung für den katholischen Kirchengemeindeverband Bad Honnef, Ausgabe 22, Dezember 2010, S. 8/9., der in Honnef auch für den Bau der Rommersdorfer Annakapelle verantwortlich zeichnete, und wurde nach den Namen der Hauptstifterinnen in „Elise-Philomene-Stift“ benannt. Beim Bau wurden Fundamente der mittelalterlichen Kapelle Domus Dei freigelegt. Die Einweihung des Krankenhauses erfolgte am 15. Oktober 1888. Die Leitung übernahmen erneut die Armen Dienstmägde Jesu Christi.125 Jahre Katholisches Krankenhaus Bad Honnef, Neue Bad Honnefer Zeitung, 26. November 2013
1901 wurde das Krankenhaus um ein Isolierhaus für ansteckende Krankheiten erweitert. Im Ersten Weltkrieg diente es bereits ab dem ersten Kriegsmonat als Lazarett.Heimat- und Geschichtsverein Rhöndorf (Hrsg.); August Haag: Bilder aus der Vergangenheit von Honnef und Rhöndorf. Gesamtherstellung J. P. Bachem, Köln 1954, S. 116. Von 1926 bis 1927 erfuhr das Krankenhaus bei Kosten von 110.000 Reichsmark eine erneute Erweiterung durch die Stadt Honnef in Form eines Anbaues sowie eines Ausbaus des Dachgeschosses.Honnefer Volkszeitung, 28. Januar 1927, S. 3 (zeitpunkt.nrw)Honnefer Volkszeitung, 11. August 1927, S. 3 (zeitpunkt.nrw)Honnefer Volkszeitung, 24. März 1928, S. 3 (zeitpunkt.nrw) 1949 erhielt es den Namen „St. Johannes-Krankenhaus“. 1961 kündigte der Krankenhausträger aufgrund des zunehmenden Mangels an Ordensschwestern den Gestellungsvertrag mit den Armen Dienstmägden Jesu Christi, die 1963 ihre Tätigkeit in Bad Honnef aufgaben. Von 1965 bis 1967 wurde die Einrichtung nach der erforderlichen Verlegung der Schülgenstraße um ein neues Bettenhaus und einen Behandlungstrakt für etwa 8,5 Mio. D-Mark erweitert, überwiegend aus Mitteln des Landes und des Erzbistums Köln.Honnefer Volkszeitung, 19. September 1964, S. 2 (zeitpunkt.nrw)Honnefer Volkszeitung, 2. Februar 1965, S. 3 (zeitpunkt.nrw)Honnefer Volkszeitung, 29. April 1967, S. 2 (zeitpunkt.nrw) Zugleich entstand am Göttchesplatz bis 1968 ein neues Schwesternwohnheim.Honnefer Volkszeitung, 28. Januar 1967, S. 9 (zeitpunkt.nrw)Honnefer Volkszeitung, 22. März 1968, S. 2 (zeitpunkt.nrw) Zum 1. Januar 1980 schloss sich das St. Johannes-Krankenhaus mit dem St.-Josef-Krankenhaus der Pfarrei St. Remigius in Königswinter zum „Katholischen Krankenhaus im Siebengebirge“ in Trägerschaft des im Jahr zuvor begründeten „Katholischen Krankenhaus-Zweckverbands im Siebengebirge“Archiv für katholisches Kirchenrecht, Band 165, Verlag Kirchheim, 1996, S. 213. zusammen. Dabei wurden in Bad Honnef die operativen Abteilungen und in Königswinter die Abteilungen der Inneren Medizin einschließlich der Geriatrie konzentriert.Unser Krankenhaus: Die Geschichte. Teil 1, Die Bad Honnefer Wochenzeitung, 22. Februar 2013Heinz Willi Fleischhacker: Unser Krankenhaus: Die Geschichte. Teil 2, Die Bad Honnefer Wochenzeitung, 8. März 2013
2005 übertrug der katholische Zweckverband den Betrieb beider Krankenhausbetriebsstätten auf die „CURA Kath. Einrichtungen im Siebengebirge gGmbH“, der außerdem noch mehrere Altenheime und Kindergärten angehören, und die Gesellschaftsanteile mehrheitlich auf die Gemeinnützige Gesellschaft der Franziskanerinnen zu Olpe (GFO). Zugleich wurden nach Bewilligung eines Zuschusses durch das Land Nordrhein-Westfalen Ende 2005 die Planungen für eine bereits 1998/99, Rhein-Sieg-Rundschau, 11. Januar 2012 beschlossene Zusammenlegung der Betriebsstätten in Bad Honnef und Königswinter am zu erweiternden Standort Bad Honnef aufgenommen. Im März 2008 begannen die Bauarbeiten, im Zuge derer nach Abriss der Krankenhauskapelle und der Cafeteria ein viergeschossiges Ärztehaus mit Küche im Erdgeschoss und ein neues Bettenhaus (62 Betten) entstanden sowie der Eingangsbereich erweitert und mit einer neuen Krankenwagenzufahrt ausgestattet wurde.17,4 Millionen Euro werden ins Honnefer Krankenhaus investiert, General-Anzeiger, 17. Februar 2008Ein fast neues Krankenhaus in Bad Honnef, General-Anzeiger, 14. März 2008 Bereits Anfang 2010 waren der neue BettentraktUmbau des Bad Honnefer Krankenhauses schreitet voran, General-Anzeiger, 13. Januar 2010 und das neue Ärztehaus,, Die Bad Honnefer Wochenzeitung, 4. Juni 2010 in das fünf Arztpraxen einzogen, fertiggestellt. Anschließend wurde der Altbau modernisiert und minimal erweitert. Der Umzug der bisher in Königswinter angesiedelten Abteilungen erfolgte nach Fertigstellung des Umbaus im Juni 2011 und war mit dem Abbau von 44 Arbeitsplätzen bzw. 30 Vollzeitstellen verbunden. Die Zusammenlegung nahm Kosten in Höhe von 22 Millionen Euro in Anspruch, von denen das Land NRW etwa 10 Millionen Euro übernahm.Krankenhaus-Zusammenlegung in Bad Honnef kostet Jobs, General-Anzeiger, 26. Februar 2010Das Krankenhaus in Bad Honnef wächst und wächst, General-Anzeiger, 28. Juli 2009Eine Klinik zieht um, General-Anzeiger, 17. Mai 2011 Ein neuer Andachtsraum wurde Anfang 2012 eingeweiht.
Medizinische Schwerpunkte In den Fachabteilungen und Fachzentren des Klinikums wurden im Jahr 2021 5.700 Fälle stationär behandelt, die Zahl der ambulanten Patientenkontakte lag bei 1.150.
Fachabteilungen Quelle: () Allgemein- & Viszeralchirurgie Anästhesie Gastroenterologie/Innere Medizin Geriatrie Hals-Nasen-Ohrenheilkunde Innere Medizin Intensivmedizin Kardiologie Orthopädie, Unfallchirurgie, Handchirurgie, Wiederherstellungschirurgie Schmerzmedizin Zentrale Notaufnahme
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Siehe auch Liste von GFO-Kliniken St. Josef Hospital Beuel St. Marien Hospital Bonn Weblinks
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Einzelnachweise
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