mini|Generalleutnant Paul Otto (Mitte) und Oberst Traugott Herr in Polen im Jahre 1939 Paul Otto (* 12. Juli 1881 in Güstrow; † 14. Januar 1961 in Schliersee) war ein deutscher General der Infanterie im Zweiten Weltkrieg.

Leben Otto trat 1901 als Fahnenjunker in das 6. Pommersche Infanterie-Regiment Nr. 49 der Preußischen Armee ein. 1906 ließ er sich zur Schutztruppe nach Deutsch-Südwestafrika versetzten und beteiligte sich hier an der Niederschlagung des Aufstands der Herero und Nama. Ab 1912 war Otto zur weiteren Ausbildung an die Kriegsakademie kommandiert und wurde zwischenzeitlich zum Oberleutnant befördert. Während des Ersten Weltkriegs hatte er verschiedene Stabsverwendungen.

Nach Kriegsende war Otto im Freikorps Hindenburg tätig und wurde dann in die Reichswehr übernommen. Am 1. Oktober 1932 wurde Otto zum Oberst befördert und kommandierte vom 1. November 1932 bis 31. März 1934 das 21. (Bayerisches) Infanterie-Regiment in Nürnberg.Dermot Bradley (Hrsg.), Günter Wegner: Stellenbesetzung der Deutschen Heere 1815-1939. Band 2: Die Stellenbesetzung der aktiven Infanterie-Regimenter sowie Jäger-Bataillone, Wehrbezirkskommandanten und Ausbildungsleiter von der Stiftung bzw. Aufstellung bis 1939. Osnabrück 1992. ISBN 3-7648-1782-8. S. 504. Anschließend diente er bis 30. September 1934 als Infanterieführer IV. mini|Kapitulation von General Franciszek Kleeberg am 6. Oktober 1939 in der Schlacht bei Kock Otto nahm zu Beginn des Zweiten Weltkriegs als Kommandeur der 13. Infanterie-Division während des Überfalls auf Polen am 6. Oktober 1939 die Kapitulation des polnischen Generals Kleeberg nach der Schlacht bei Kock/Adamow entgegen. Ende Oktober 1939 gab er die Division ab, wurde Chef der deutschen Militärmission in der Slowakei und in dieser Stellung am 1. Dezember 1940 zum General der Infanterie befördert. Zum 1. Mai 1942 kehrte Otto nach Deutschland zurück und war bis 30. April 1943 Kommandierender General des Wehrkreiskommandos IX. in Kassel. Anschließend wurde er in die Führerreserve versetzt und am 31. Oktober 1943 aus dem Militärdienst verabschiedet.

Auszeichnungen Kronenorden IV. Klasse mit SchwerternRangliste des Deutschen Reichsheeres. Hrsg.: Reichswehrministerium. Mittler & Sohn Verlag. Berlin 1932. S. 112. Ritterkreuz des Königlichen Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern Eisernes Kreuz (1914) II. und I. Klasse Preußisches Dienstauszeichnungskreuz Preußische Rettungsmedaille am Band Ritterkreuz I. Klasse des Albrechts-Ordens mit Schwertern Ritterkreuz I. Klasse des Friedrichs-Ordens mit Schwertern Hanseatenkreuz Hamburg Mecklenburgisches Militärverdienstkreuz I. Klasse Österreichisches Militärverdienstkreuz III. Klasse mit Kriegsdekoration

Literatur Andris J. Kursietis: The Wehrmacht at War 1939–1945. The Units and Commanders of the German Ground Forces during World War II.Aspekt 1999, ISBN 90-75323-38-7, S. 350.

Weblinks Biografie Vorbeimarsch des Infanterieregiments 93 in Stendal vor Generalleutnant Otto

Einzelnachweise

Kategorie:Militärperson (Kaiserliche Schutztruppe) Kategorie:Person im Aufstand der Herero und Nama Kategorie:Generalmajor (Reichswehr) Kategorie:General der Infanterie (Heer der Wehrmacht) Kategorie:Kommandeur einer Infanterie-Division (Heer der Wehrmacht) Kategorie:Befehlshaber des Wehrkreises XI (Heer der Wehrmacht) Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich) Kategorie:Träger des Mecklenburgischen Militärverdienstkreuzes Kategorie:Person im Zweiten Weltkrieg (Deutsches Reich) Kategorie:Ritter des Königlichen Hausordens von Hohenzollern Kategorie:Träger des Albrechts-Ordens (Ritter 1. Klasse) Kategorie:Träger des Friedrichs-Ordens (Ritter I. Klasse) Kategorie:Träger des Hanseatenkreuzes (Hamburg) Kategorie:Träger des Österreichischen Militärverdienstkreuzes III. Klasse Kategorie:Träger des Preußischen Königlichen Kronenordens 4. Klasse Kategorie:Träger des Eisernen Kreuzes I. Klasse Kategorie:Freikorps-Mitglied Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1881 Kategorie:Gestorben 1961 Kategorie:Mann