Luschki (, , ) ist ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad. Er gehört zur kommunalen Selbstverwaltungseinheit Stadtkreis Slawsk im Rajon Slawsk.
Geographische Lage Luschki liegt fünf Kilometer nordöstlich der Kreisstadt Slawsk (Heinrichswalde) unmittelbar an der Grenze zur Stadt Sowetsk (Tilsit). Durch den Ort verläuft eine Nebenstraße, die Slawsk mit Sowetsk verbindet. Die nächste Bahnstation ist Rschewskoje (Adlig Linkuhnen) an der Bahnstrecke Kaliningrad–Sowetsk (Königsberg–Tilsit).
Geschichte Das ehemals Dittballen genannte kleine DorfD. Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Streulage wurde 1874 in den neu errichteten Amtsbezirk SandflußRolf Jehke, Amtsbezirk Sandfluß/Lindental (1938 bis 1946: Lindental, heute russisch: Prigorodnoje) eingegliedert und gehörte bis 1945 zum Kreis Niederung (1938 in „Kreis Elchniederung“ umbenannt) im Regierungsbezirk Gumbinnen der preußischen Provinz Ostpreußen. Am 3. Juni 1938 wurde Dittballen im Zuge der Umbenennung von Orten in Ostpreußen im Jahr 1938 in „Streulage“ umbenannt.
Im Jahre 1945 kam der Ort in Kriegsfolge mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. Er erhielt 1947 die russische Bezeichnung „Luschki“ und wurde gleichzeitig dem Dorfsowjet Rschewski selski Sowet im Rajon Slawsk zugeordnet.Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 17 ноября 1947 г. «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte der Oblast Kaliningrad" vom 17. November 1947) Später gelangte der Ort in den Timirjasewski selski Sowet. Von 2008 bis 2015 gehörte Luschki zur Landgemeinde Timirjasewskoje selskoje posselenije und seither zum Stadtkreis Slawsk.
Einwohnerentwicklung Jahr EinwohnerVolkszählungsdaten 1910 85 1925 68 1933 65 1939 80 2002 91 2010 78
Kirche Die Bevölkerung Dittballens resp. Streulage war vor 1945 mehrheitlich evangelischer Konfession. Der Ort gehörte zum Kirchspiel der Kirche Heinrichswalde (heute russisch: Slawsk) innerhalb des Kirchenkreises Niederung (Elchniederung) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Der kirchliche Bezug nach Slawsk besteht auch heute. In der Kreisstadt hat sich eine evangelisch-lutherische Gemeinde gebildet, die Pfarrsitz der gleichnamigen Kirchenregion innerhalb der Propstei Kaliningrad (Königsberg) der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland ist.
Weblinks Luschki bei bankgorodov.ru Luschki bei prussia39.ru
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Rajon Slawsk