Borken ist ein Ortsteil der amtsfreien Stadt Herzberg (Elster) im Landkreis Elbe-Elster in Brandenburg. Er befindet sich etwa fünf Kilometer nordwestlich des Stadtgebietes an der Bundesstraße 101 in der zwischen der Schwarzen Elster und Kremitz gelegenen Niederung.
Geschichte Urkundlich erwähnt wurde das als Angerdorf angelegte Borken erstmals im Jahre 1385 in einer Kopialbucheintragung. Der landwirtschaftlich geprägte Ort war in das etwa zwei Kilometer nordwestlich gelegene Arnsnesta eingepfarrt, dessen Kirche bis zur Reformation der Sedes Schlieben angehörte.Sybille Gramlich / Irmelin Küttner: Landkreis Elbe-Elster Teil 1: Die Stadt Herzberg/Elster und die Ämter Falkenberg/Uebigau, Herzberg, Schlieben und Schönewalde, ISBN 978-3-88462-152-3, S. 50 Zinspflichtig waren dessen Einwohner im Spätmittelalter dem Amt Schweinitz.„Ein Blick nach Borken“ in Lausitzer Rundschau, 9. Juni 2009
Das Dorf wechselte in seiner Geschichte mehrmals den Besitzer. So wurden 1487 die Herzberger Familie von Otte und der Amtmann Hans Blumberg als Besitzer genannt, später das auf dem Grochwitzer Rittergut ansässige Adelsgeschlecht von Mila.Ortschronik von Borken auf der städtischen Homepage, abgerufen am 8. Februar 2014Sybille Gramlich / Irmelin Küttner: Landkreis Elbe-Elster Teil 1: Die Stadt Herzberg/Elster und die Ämter Falkenberg/Uebigau, Herzberg, Schlieben und Schönewalde, ISBN 978-3-88462-152-3, S. 70 Um 1529 hatte der Ort etwa 100 Einwohner und es gab vierzehn Hüfner und zwei Gärtnerstellen. Eine Erb- und Lehnrichterstelle wurde 1874 aufgelöst.
Gemeinsam mit zehn benachbarten Ortschaften wurde Borken am 31. Dezember 2001 in die Kreisstadt Herzberg eingemeindet und das Dorf hat seither den Status eines Ortsteils.Historisches Gemeindeverzeichnis 2005 für Brandenburg S. 35 Zu dieser Zeit lebten hier noch etwa 140 Einwohner.Historisches Gemeindeverzeichnis 2005 für Brandenburg S. 21 mini|Dorfstraße Borkenmini|Feuerwehr Borken
Einwohnerentwicklung von 1875 bis 2010Historisches Gemeindeverzeichnis 2005 für Brandenburg Jahr Einwohner Jahr Einwohner Jahr Einwohner Jahr Einwohner Jahr Einwohner 1875 190 1946 221 1989 156 1995 137 2007 138„Herztberg schrumpft weiter“ in Lausitzer Rundschau, 19. August 2008 1890 190 1950 236 1990 156 1996 139 2010 136„So lebt es sich in Borken“ in Lausitzer Rundschau, 12. Juni 2010 1910 190 1964 171 1991 154 1997 141 1925 180 1971 166 1992 147 1998 149 1933 180 1981 152 1993 150 1999 143 1939 182 1985 147 1994 146 2000 139
Kultur und Sehenswürdigkeiten Wahrzeichen des Ortes ist ein 1957 errichteter hölzerner Glockenturm im Zentrum des Dorfangers. mini|Glockenturm Borken Außerdem befindet sich ein um 1920 erbautes Wohnhaus in der Liste der Baudenkmäler des Landes Brandenburg. Es handelt sich hier um einen eingeschossigen, traufständigen Massivbau mit Drempel und Satteldach. Auf dem Grundstück des Vierseitenhofes sind des Weiteren noch ein 1947 entstandenes Stallgebäude und eine aus dem 18. Jahrhundert stammende Fachwerkscheune zu finden.
Das Vereinsleben gestalten im Dorf unter anderem die 1935 gegründete Freiwillige Feuerwehr und der örtliche Jugendclub. Kultureller Höhepunkt in Borken ist das alljährlich im Sommer stattfindende Dorffest.Internetauftritt von Borken, abgerufen am 9. Februar 2014
Weblinks
Borken auf den Seiten von Herzberg (Elster) Internetauftritt von Borken
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Elbe-Elster Kategorie:Ort an der Schwarzen Elster Kategorie:Geographie (Herzberg (Elster)) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Elbe-Elster) Kategorie:Gemeindeauflösung 2001 Kategorie:Ersterwähnung 1385