miniatur|Logo von Rock in Rio 2012 Rock in Rio ist ein internationales Rockmusik-Festival, das bisher zehnmal in Rio de Janeiro, zehnmal in Lissabon und dreimal in Arganda del Rey, nahe Madrid, stattfand. Im Mai 2015 feierte das Festival Premiere in Las Vegas, floppte aber dort.
Übersicht Für eine Übersicht über alle auftretenden Künstler siehe Rock in Rio/Line-ups. Jahr Dates Name Land Stadt Ort1985Rock in RioRio de JaneiroCity of Rock1991Rock in Rio IIMaracanã2001Rock in Rio IIICity of Rock2004Rock in Rio LisboaLissabonParque da Bela Vista2006Rock in Rio Lisboa II2008Rock in Rio Lisboa IIIRock in Rio MadridMadridLa Ciudad del Rock2010Rock in Rio Lisboa IVLissabonParque da Bela VistaRock in Rio Madrid IIMadridLa Ciudad del Rock2011Rock in Rio IVRio de JaneiroCity of Rock2012Rock in Rio Lisboa VLissabonParque da Bela VistaRock in Rio Madrid IIIMadridLa Ciudad del Rock2013Rock in Rio VRio de JaneiroCity of Rock2014Rock in Rio Lisboa VILissabonParque da Bela Vista2015Rock in Rio VIRio de JaneiroCity of RockRock in Rio USALas VegasMGM Resorts Festival Grounds2016Rock in Rio Lisboa VIILissabonParque da Bela Vista2017Rock in Rio VIIRio de JaneiroOlympiapark Rio de Janeiro2018Rock in Rio Lisboa VIIILissabonParque da Bela Vista2019Rock in Rio VIIIRio de JaneiroOlympiapark Rio de Janeiro2022Rock in Rio IXRock in Rio Lisboa IXLissabonParque da Bela Vista2024Rock in Rio XRio de JaneiroOlympiapark Rio de JaneiroRock in Rio Lisboa XLissabonParque Tejo
Rock in Rio
Rock in Rio (1985) mini|Queen bei Rock in Rio (1985) Das Musikfestival fand erstmals im Zeitraum vom 11. Januar bis 20. Januar des Jahres 1985 statt und wurde von etwa 1,38 Millionen Menschen besucht. Eine Zeitlang galt es damit als das größte Musikfestival der Welt und sorgte für einen Umsatz von rund 400 Millionen US-Dollar. Für das Festival wurde mit der „City of Rock“ eine Art eigene Stadt entworfen.
Damals konnte der Veranstalter Roberto Medina einige der kommerziell erfolgreichsten Rock- und Metal-Bands verpflichten wie beispielsweise Queen, AC/DC, Scorpions, Iron Maiden und Whitesnake. Außerdem traten auch Tina Turner, Ozzy Osbourne, Yes, The B-52’s, Go-Go’s, Nina Hagen, George Benson, James Taylor, Rod Stewart, Al Jarreau sowie zahlreiche brasilianische Acts wie Gilberto Gil und Alceu Valença auf.
Bei den beiden Auftritten von Queen waren damals etwa 250.000 Zuschauer anwesend. Die Auftritte wurden auf MTV übertragen. Schätzungsweise 200 Millionen Menschen verfolgten die Auftritte am Fernsehen. Sie erschienen im selben Jahr unter dem Titel Live in Rio auf VHS und Laserdisc veröffentlicht.
Iron Maiden unterbrachen ihre World Slavery Tour um einen Auftritt zu spielen. Bruce Dickinson verletzte sich dabei mit einer Gitarre am Auge und begann heftig zu bluten, setzte seinen Auftritt aber dennoch fort.
Rock in Rio II (1991) Nachdem Rock in Rio im Jahr 1985 ein Erfolg war, fand im Jahr 1991 das Musikfestival Rock in Rio II statt. Unter anderen traten diesmal Künstler wie Guns N’ Roses, George Michael, Billy Idol, Queensrÿche, New Kids on the Block und PrinceUptown. 2004, , S. 121. auf. Am 26. Januar 1991 spielte die Gruppe a-ha im Maracanã vor 195.000 Zuschauern und stellte damit einen Besucherweltrekord für Konzerte in Stadien auf. Dieser wird im Guinness-Buch der Rekorde von 2004 erwähnt.
Für Guns N’ Roses war es der erste Auftritt mit neuem Schlagzeuger Matt Sorum und Keyboarder Dizzy Reed. Bei George Michaels zweitem Auftritt am 27. Januar kam Andrew Ridgeley, sein ehemaliger Partner bei Wham!, auf die Bühne und hatte einen seiner wenigen Auftritte nach der Trennung von Wham!. Es war gleichzeitig der letzte gemeinsame Auftritt der beiden.
Rock in Rio III (2001) Erst nach zehn Jahren wurde erneut ein Rockfestival in Rio de Janeiro veranstaltet. Das 2001 stattfindende Festival stand unter dem Motto Rock in Rio por um Mundo Melhor („Rock in Rio für eine bessere Welt“). Es bot eine gemischtere Auswahl an Musikacts: Neben Guns N’ Roses, Rob Halford, Queensrÿche und Red Hot Chili Peppers nahmen auch Britney Spears, *NSYNC, R.E.M. und Foo Fighters teil. Iron Maiden spielte im Jahr 2001 vor 250.000 Zuschauern, Guns N’ Roses konnten jedoch vor noch mehr Zuschauern spielen.
Am Rande des Festivals gab es Proteste brasilianischer Musiker, die sich benachteiligt fühlten, da niemand Headliner war und sie recht frühe Time Slots bekamen. Aus diesem Grund sagten O Rappa, die vor den damals kaum in Brasilien bekannten Deftones spielen sollten, ab. Daneben entscheiden sich auch Jota Quest, Raimundos, Charlie Brown Jr., Skank and Cidade Negra gegen eine Teilnahme.
Iron Maiden spielten einen viel bejubelten Auftritt, den sie auch als Livealbum veröffentlichten. Den Erlös von Rock in Rio spendeten sie an eine Stiftung für den ehemaligen Schlagzeuger Clive Burr, der an Multipler Sklerose erkrankt war.
Guns N’ Roses hatten ihren ersten großen Auftritt seit 1993. Neben Axl Rose war kein einziges Mitglied der Originalbesetzung dabei. Gitarristen war Buckethead, Robin Finck und Paul Tobias, Bassist Tommy Stinson, Schlagzeuger Brain und als Keyboarder waren Dizzy Reed und Chris Pitman vertreten. erstmals wurden auch drei Songs des allerdings erst sieben Jahre später erscheinenden Albums Chinese Democracy gespielt.
Carlinhos Brown wurde während seines Auftritts mit Wasserflaschen beworfen, vermutlich weil sich die Fans von Guns N’ Roses nicht mehr gedulden wollten. Die Band war bekannt dafür, ihre Fans stundenlang warten zu lassen. Während des Auftritts hatte er die Security angewiesen, das Publikum trotz der großen Hitze nicht mehr mit Wasser zu bespritzen, da diese dem Auftritt nicht genug Beachtung schenken würden. Dies verschärfte die Situation nur noch. Dennoch brachte er seinen Gig noch zu Ende.
Nick Oliveri wurde nach seinem Auftritt mit Queens of the Stone Age wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses verhaftet, da er teilweise nackt auf der Bühne war.
Am 12. Januar wurde im Rahmen des Festivals ein landesweites dreiminütiges Schweigen für eine bessere Welt organisiert, an dem sich Fernseh- und Radiostationen beteiligten.
Rock in Rio IV (2011) 2011 wurde das Festival nach zehn Jahren wieder in Rio de Janeiro ausgetragen. Als Termine wurden der 23., 24., 25., der 29. und 30. September ausgesucht sowie der 1. und 2. Oktober 2011. Als Festivalgelände diente ein Platz in Jacarepaguá. Dabei traten unter anderem die Bands Guns N’ Roses, Metallica, Coldplay, System of a Down und Red Hot Chili Peppers auf. Als weitere Künstler nahmen Shakira, Rihanna, John Mayer, Jamiroquai, Elton John, Katy Perry und Snow Patrol teil. Innerhalb von nur vier Tagen wurden alle Eintrittskarten verkauft, somit haben an den sieben Festivaltagen 700.000 Zuschauer teilgenommen.
Rock in Rio V (2013)
Rock in Rio V fand vom 13. bis zum 22. September 2013 statt. Unter anderem Metallica, Iron Maiden, Beyoncé und Bruce Springsteen waren Headliner. Besonderes Highlight war eine Bühne, auf der verschiedene Künstler zusammen auftraten, so unter anderem Sepultura einmal mit Tambours du Bronx und einmal mit Zé Ramalho. Helloween traten mit ihrem früheren Gitarristen Kai Hansen auf und Destruction teilten sich die Bühne mit Krisiun. Insgesamt wurden 595.000 Zuschauer gezählt.
Rock in Rio VI (2015) Das Festival fand vom 18. bis 20. und 24. bis 27. September 20 statt. 150 Bands traten beim Rock in Rio 2015 auf – darunter als Headliner Metallica, Queen mit Adam Lambert als Sänger, Rod Stewart, System of a Down, Slipknot, Rihanna und Katy Perry. Es handelte sich um das dreißigjährige Jubiläum des Festivals. Daher wurden bewusst auch Künstler eingeladen, die 1985 schon gespielt haben: Queen, Rod Stewart, Al Jarreau und Lulu Santos. A-ha und Faith No More hatten 1991 bereits gespielt, Rihanna und Katy Perry 2011. Metallica hatten bereits sechs Mal auf dem Festival gespielt, wenn man die Auftritte in Portugal mitzählt.
Rock in Rio VII (2017) 2017 fand das Rock-in-Rio-Festival vom 15. bis 24. September 2017 wieder in Rio de Janeiro statt. Die Veranstaltung fand in diesem Jahr im Olympiapark von Rio in Barra da Tijuca statt.Rock in Rio 2017 será realizado no Parque Olímpico (Rock in Rio 2017 wird im Olympiapark stattfinden) Geplant war ein Headliner-Auftritt von Lady Gaga. Diese musste jedoch wegen einer Erkrankung an Fibromyalgie 24 Stunden vorher absagen. Maroon 5 sagten daher zu, zwei Headliner-Auftritte zu spielen. Weitere Headliner waren Aerosmith, Guns N’ Roses. The Who, Red Hot Chili Peppers, Justin Timberlake und Bon Jovi.
Rock in Rio VIII (2019) 2019 fand das Rock-in-Rio-Festival an 2 Wochenenden im September (vom 27. bis 29.) und im Oktober (3. bis 6.) in Rio de Janeiro statt. Die Veranstaltung fand in diesem Jahr wieder im Olympiapark von Rio in Barra da Tijuca statt. Unter anderem traten 2019 Scorpions, Iron Maiden, Helloween, Muse, Pink, Black Eyed Peas, Whitesnake, Red Hot Chili Peppers, Bon Jovi, Megadeth, Sepultura, Slayer, Foo Fighters, Drake, Weezer, Tenacious D und Ivete Sangalo auf.
Für Pink war es der erste Auftritt in Lateinamerika überhaupt. Bei ihrem Auftritt machte ein Fan seinem Freund einen Heiratsantrag, unterstützt von Pink.
Rock in Rio IX (2022) Das für 2021 geplante Rock in Rio IX musste wegen der COVID-19-Pandemie auf 2022 verlegt werden. In diesem Jahr fand das Festival an zwei Wochenenden im September (vom 2. bis 4. und vom 8. bis 11. September) statt. Headliner waren Iron Maiden, Post Malone, Justin Bieber, Guns N’ Roses, Green Day, Coldplay und Dua Lipa.
Die sechs Tage waren innerhalb weniger Stunden ausverkauft, wobei der Headliner-Tag von Justin Bieber innerhalb von zwölf Minuten ausverkauft war und Iron Maiden am längsten brauchten. Insgesamt gab es pro Tag 100.000 Karten.
Rock in Rio X (2024) Die 10. Ausgabe fand vom 13. bis zum 22. September 2024 statt. Erstmals traten an einem Tag ausschließlich brasilianische Künstler auf, die nach Genres sortiert nacheinander auftraten. Headliner waren Travis Scott, Imagine Dragons, Avenged Sevenfold, Ed Sheeran, Katy Perry und Shawn Mendes. Am 21. September traten verschiedene brasilianische Allstar-Bands auf, die unter dem Namen Forever … rangierten und verschiedene Genres repräsentierten.
Ableger in Lissabon und Madrid
Lissabon (2004) 2004 fand das vierte Festival statt. Zum ersten Mal diente jedoch nicht Rio de Janeiro als Veranstaltungsort, sondern Lissabon. Der kommerzielle Trend der vorherigen Festivals wurde fortgesetzt und Headliner waren diesmal unter anderem Metallica, Slipknot, Black Eyed Peas, Britney Spears, Evanescence, Paul McCartney und Peter Gabriel. Mehr als 386.000 Menschen besuchten die City of Rock an den sechs Festivaltagen.
Lissabon (2006) Vom 25. Mai bis zum 4. Juni fand die zweite Auflage des Rock-in-Rio-Musikfestivals abermals in Lissabon statt. Diesmal waren erneut die Red Hot Chili Peppers und Guns N’ Roses dabei. Aber auch Anastacia, Santana, Shakira und Jamiroquai traten unter anderem auf. Die Red Hot Chili Peppers spielten am 3. Juni vor 76.000 Zuschauern.
Lissabon / Madrid (2008) 2008 fand Rock in Rio sowohl in Lissabon (am 30., 31. Mai und 1. Juni, und am 5. und 6. Juni) als auch in Arganda del Rey, nahe Madrid (am 27. und 28. Juni sowie am 4., 5. und 6. Juli) statt. Künstler wie Machine Head, Amy Winehouse, Bon Jovi, Alanis Morissette, Lenny Kravitz, Carl Cox, Ivete Sangalo, James Morrison, Neil Young, The Police, Metallica, Shakira, Alejandro Sanz und Jamiroquai traten auf.
Lissabon / Madrid (2010) Im Mai 2010 fand zum vierten Mal das Rock in Rio-Festival in Lissabon statt, das von über 329.000 Zuschauern besucht wurde.
Im Juni 2010 fand dann die zweite Auflage von Rock in Rio in Madrid statt, das von mehr als 250.000 Zuschauern besucht wurde. Unter anderem traten Künstler wie Bon Jovi, John Mayer, Paul van Dyk, Shakira, Rihanna, Calle 13, David Guetta, Miley Cyrus, Rage Against the Machine, Tiësto, Metallica, Motörhead sowie Sôber auf.Rock in Rio Madrid spanien-bilder.com.
Lissabon / Madrid (2012)