mini|Elsa Laura von Wolzogen um 1912 mini|Elsa Laura von Wolzogen mit ihrem Mann in ihrer Berliner Wohnung Elsa Laura von Wolzogen (* als Elsa Laura Auguste Caroline Seemann am 5. August 1876 in Dresden;Stadtarchiv Dresden, Standesamt Dresden I, Geburtenregister Juli-Dez. 1876, Nr. 1196. † 25. April 1945 in Admont) war eine Lauten-Sängerin in Berlin, Liedsammlerin und Lauten-Komponistin.

Leben Sie war die Tochter des Dozenten Conrad Friedrich Justus Theodor Seemann und dessen Ehefrau Amalie Bertha Henriette Seemann geb. Daberkow. Ihre Eltern hatten eine Familienpension in Dresden, in der sich bekannte Künstler und Gelehrte wie Arthur Rubinstein einmieteten. Elsa Laura Seemann genoss eine Ausbildung als Sängerin und trat in Liederabenden auf, in denen sie sich zu Volksliedern und eigenen Liedern zur Laute begleitete. Sie war um die Jahrhundertwende und Anfang des 20. Jahrhunderts eine populäre Liedsängerin und veröffentlichte mehrere Sammlungen von Lautenliedern. Gefördert wurde sie dabei von ihrem späteren Ehemann Ernst Freiherr von Wolzogen, bekannt als Begründer des deutschen Kabaretts, den sie 1902 heiratete:

Elsa Laura von Wolzogen lebte mit ihrem Mann in Berlin.

Im Handbuch der Laute und Gitarre wird ihr Vortrag als „stilvoll und anmutig“ geschildert und die Satzweise als einfach und gefällig, „durch Inanspruchnahme des Aufsatzes auch wenig geschickten Spielern zugänglich“.Josef Zuth: Handbuch der Laute und Gitarre.

Ihr wird die deutsche Version des Liedes In Flandern reitet der Tod zugeschrieben, dessen Melodie auf einem „rheinischen Nonnentanzlied“ aus dem 15. Jahrhundert basiert. Sie trug nicht nur deutsche, sondern zum Beispiel auch französische und skandinavische Volkslieder vor.

Schriften Ernst Ludwig und Elsa von Wolzogens eheliches Andichtbüchlein. Berlin 1903 (). Hundert deutsche Volkslieder, ausgewählt, bearbeitet und zur Laute gesungen von Elsa Laura von Wolzogen. 1908 (Digitalisat). Meine Laute und ich. Graz 1917. Rosmarin und Raute. Alte Lieder zur Laute. Hofmeister, Leipzig 1911, Neuauflage 1921. Zehn heitere Weislein. Hofmeister, 1912. Wilhelm Busch Lieder. Hofmeister. Meine Lieder zur Laute. Hofmeister, Leipzig ab 1910, 10 Hefte (Digitalisat).

Belletristik (Märchen.)

Tondokument Auf einer Grammophonplatte der Marke Ultraphon ist ihre Stimme erhalten:

Kinder-Freud und -Leid, 1. Teil. Text und Musik von E. L. v. Wolzogen. Ultraphon A 876 (mx. 16268) Kinder-Freud und -Leid, 2. Teil. Text und Musik von E. L. v. Wolzogen. Ultraphon A 876 (mx. 16269) Elsa Laura von Wolzogen zur Laute. Sopran mit Lautenbegleitung. Aufgen. c. 1930. Enthält a) Komm, lieber Mai und mache... - b) Weißt du, wieviel Sterne stehen - c) Schlaf, Kindchen, schlaf. Bearb. von E. L. v. Wolzogen. vgl. Katalog des Musikarchivs bei der DNB

Literatur Josef Zuth: Handbuch der Laute und Gitarre. 1972 (Lexikalischer Eintrag). Evelin Förster: Die Frau im Dunkeln. Autorinnen und Komponistinnen des Kabaretts und der Unterhaltung von 1901–1935. Edition Braus, Berlin 2013, ISBN 978-3-86228-057-5, S. 188–197 Fred K. Prieberg: Handbuch Deutsche Musiker 1933–1945. CD-ROM-Lexikon, Kiel 2009, 2. Auflage, S. 8454f. online

Weblinks

Kurze Biografie im Volksliederarchiv Lieder bei Deutsches Lied Foto in der Porträtsammlung Manskopf Universität Frankfurt Übersicht zeitgenössischer Presseberichte über Elsa Laura von Wolzogen (Trefferliste einschlägiger Suche bei ANNO).

Einzelnachweise

⚭Elsa Laura Kategorie:Sänger Kategorie:Komponist (Deutschland) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1876 Kategorie:Gestorben 1945 Kategorie:Frau