VXA ist ein Datensicherungsformat für Streamer (Bandlaufwerke), ursprünglich von Ecrix entwickelt und von Tandberg Data aufgekauft, nachdem Ecrix mit Exabyte Corporation zu Exabyte Data fusioniert hatten. Nach der Übernahme am 20. November 2006 durch Tandberg Data wurde das Format nicht weiterentwickelt.Phone call with Tandberg technical support, speaking to a former Exabyte engineer on July 2, 2010. VXA weist, im Vergleich zu verwandten Verfahren wie DLT und AIT, Neuerungen auf. VXA ist das erste Bandformat, das Daten in Paketen aufzeichnet.
Funktion Exabyte und Ecrix bezeichnen das Datenformat als „Packet Technology“ (~Paket-Technik). VXA benutzt Schrägspuraufzeichnung, bei der Datenpakete wie die Bilder beim Videorekorder in schräg verlaufenden Streifen aufgezeichnet werden. Neu an der Technik ist, dass die Pakete mit einer eindeutigen Marke, der „Packet-ID“, anfangen und mit einer „ECC“-Prüfsumme enden. Wenn ein Streifen auf das Band geschrieben wird, wird er umgehend nochmals gelesen und verglichen, ob die Aufzeichnung fehlerfrei erfolgte. Ein fehlerhaftes Paket wird wiederholt auf das Band geschrieben, ohne das Band anzuhalten und zurückzuspulen. Dazu werden die Datenpakete samt ihrer ID in einem Pufferspeicher gehalten.Another VXA Packets explanation Im Pufferspeicher sind drei Prüfsummen hinterlegt, um die Datenintegrität sicherzustellen. Hierfür sind zwei Köpfe in der Kopftrommel. Beim Lesen können beide Köpfe benutzt werden. Schrägspuraufzeichnung bringt eine relativ niedere Bandgeschwindigkeit mit sich, die ermöglicht, das Band schneller zu stoppen.
Marktbereich VXA konkurriert hauptsächlich mit den Formaten DDSExabyte's DDS to VXA migration sales pitch und DLT-IVExabyte's DLT to VXA migration sales pitch. Nach Herstellerangaben ist die Lebensdauer der Medien 20000 "passes", was etwa 1000 vollständigen Sicherungsvorgängen entspricht.
Formatübersicht Generation VXA-1 VXA-2 VXA-3 VXA-4 VXA-5 Erscheinungsdatum 1999 2002 2005 TBA TBA Maximale unkomprimierte Datenmenge in GB 33 80 160 320 640 Maximale Aufzeichnungsgeschwindigkeit in MB/s 3 6 12 24 48 Aufzeichnungsverfahren (Modulation / Kodierung) EFM PRML Magnetspurbreite 5,7 μm Kopf Ferrite TFMR
VXA-3 Exabyte brachte zwei Produktreihen der VXA-3-Technik auf den Markt: VXA-320 im Jahr 2005 und VXA-172 im Jahr 2006. VXA-172-Laufwerke sind auf 86 GB je Band begrenzt, können aber gegen Gebühr freigeschaltet werden. Sonst sind sie identisch. VXA-3 war das erste marktreife Schrägspuraufzeichnungssystem mit „MR“-Köpfen. Dies sind Dünnfilm-Magnetköpfe (TFMR), die den GMR-Effekt nutzen.
Die Speichergrößen sind unkomprimiert physikalisch angegeben. Exabyte ging von einer möglichen Kompression auf 50 % aus und bewarb die Produkte damit.
Galerie Cartridge / Band
Mechanismus / Laufwerk
Band eingelegt im Laufwerk
Siehe auch ADR, LTO, Mammoth, QIC, DDS/DAT, SLR, Travan
Weblinks
ECMA 316 Spezifikation des VXA-1. ECMA 222 Spezifikation des ALDC, dem Datenkompressionsverfahren für VXA-1. VXA Alliance
Einzelnachweise
Kategorie:Digitales Magnetband Vxa Kategorie:Abkürzung