Oriana Schrage (; * 28. Dezember 1977 in Ashkelon, IsraelOriana Schrage IMDB, abgerufen am 25. März 2025.) ist eine deutsch-brasilianisch-schweizerische Film- und Theaterschauspielerin.

Leben und Karriere Schrage ist die Tochter eines deutschen Biologen und einer brasilianischen Lehrerin. Sie wuchs hauptsächlich in Köln auf, lebte aber zwischenzeitlich in verschiedenen Ländern. Sie hat die deutsche, israelische, brasilianische und schweizerische Staatsbürgerschaft. Ihr Schauspielstudium absolvierte sie an der HMT (heutige Zürcher Hochschule der Künste). Sie spielt Theater und in Filmen, arbeitet als Sprecherin für Hörbücher, Dokumentarfilme und der wöchentlichen Wissenschaftssendung Einstein und macht Lesungen und Moderationen.

Ihre erste Filmrolle an der Seite von Lavinia Wilson spielte sie 1996 in dem Liebesdrama Das erste Mal von Connie Walther. Seit 2010 arbeitet sie als Sprecherin für die Schweizerische Blindenbibliothek und im Sprecherpool des Schweizer Fernsehsenders SRF. Seit Januar 2017 ist sie mit dem Theaterstück „Dickhäuter“, das 2017 den renommierten Mülheimer KinderStücke Preis gewann, auf Tournee. Das Stück haben die Schauspieler Oriana Schrage und Romeo Meyer sowie der Musiker Andi Peter und die Regisseurin Brigitta Soraperra gemeinsam mit der Autorin Tina Müller entwickelt. In ähnlicher Konstellation haben sie bereits 2005 das Stück „Türkisch Gold“ entwickelt.

Mit dem Bachelor-Abschlussfilm 2017 „Fast alles“, in dem Oriana Schrage an der Seite von Michael Neuenschwander die Hauptrolle spielt, überzeugte Lisa Gertsch die Academy in Los Angeles und wurde in der Sektion „Narrative - International Film Schools“ mit dem Silbernen Studenten-Oscar ausgezeichnet. Die Verleihung fand am 11. Oktober 2018 im Samuel Goldwyn Theatre in Los Angeles statt.

Schrage verfügt über mehrsprachige Fähigkeiten und arbeitet in Deutsch, Englisch, Portugiesisch, Hebräisch und Spanisch. Zudem spricht sie verschiedene Dialekte, darunter Kölsch sowie Schweizerdeutsch in unterschiedlichen regionalen Varianten. Neben ihrer schauspielerischen Tätigkeit umfasst ihr künstlerisches Profil auch Sprecher- und Gesangstätigkeiten in den Bereichen A-cappella, Chanson, Folk sowie Pop- und Rockmusik. Ergänzend verfügt sie über tänzerische und körperliche Bühnenpraxis, unter anderem in Tango und Salsa, sowie über sportliche Fähigkeiten wie Yoga und Reiten. Sie ist Mitglied in verschiedenen Verwertungsgesellschaften, darunter die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (Deutschland), das Schweizer Syndikat Film und Video sowie SWISSPERFORM.

Filmografie (Auswahl) 1996: Das erste Mal (Spielfilm) 1997: Stadtklinik, Episodenhauptrolle (Serie) 1998: SK-Babies, Episodenrolle (Serie) 1999: Die Wache, Episodenhauptrolle (Serie) 1999: Fast nackt, Hauptrolle (Kino) 2007: Der Freund, Nebenrolle (Kino) 2008: Die Standesbeamtin, Hauptcast (Kino) 2009: 180°, Nebenrolle (Kino) 2009: Giulias Verschwinden, Nebenrolle (Kino) 2012: Dead Fucking Last, Hauptrolle (Kino) 2012: Schulanfang, Achtung Kinder!, Hauptrolle (Kurzfilm) 2014: Vaterjagd, Hauptrolle (TV) 2014: Der Landesverrat, Nebenrolle (Dokufiction) 2015: Ein Atem, Nebenrolle, Kino. 2016: Alles Klara; Episodenrolle. Lotto; Nebenrolle, TV. 2017: Vakuum; Hauptrolle (Kino), Regie Christine Répond. 2017: Fast Alles, Kurzfilm ZHDK. Regie: Lisa Gertsch. 2018: Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse 2018: Wir sind doch Schwestern 2024: WaPo Bodensee, Episodenhauptrolle (Serie)

Theaterengagements 2024–heute: Chaos (UA), diverse Rollen, Regie: Lukas Schmoker, Fallalpha 2023: Publikumsbeschimpfung, Ensemble / Hauptrolle, Regie: Julia Skof, Theater Winkelwiese Zürich 2018–2019: The end of the world as we know it, Performerin, Regie: Corinne Maier, Kaserne Basel / Sophiensæle Berlin / Kammerspiele München u. a. 2018–2019: Traumfrau Mutter, Rolle: Deborah, Regie: Deborah Neininger, MAAG Halle / Bern National / Musical Theater Basel u. a. 2016–2018: Dickhäuter (UA), verschiedene Rollen, Regie: Brigitta Soraperra, Tournee u. a. GZ Buchegg / Theater Heidelberg 2011–2012: Blauer als sonst, Rolle: Frau Seidel, Regie: Stephen Pietsch, Schauspielhaus Zürich 2010: Mona LiZA Vatermörderin, Rolle: Mona, Regie: Arno Oehri, TAK 2010: Boxenstopp, Rollen: Julius / Mutter, Regie: Brigitta Soraperra, Junges Schauspielhaus Zürich / Vorstadttheater Basel 2009: Tie Break, Rolle: Lou, Regie: Peter Hathazy, Casinotheater Winterthur 2009: Liebesdienste, verschiedene Rollen, Regie: Brigitta Soraperra, Bregenzer Festspiele 2008–2009: Die Schatzinsel, Rollen: John Silver / Jim Hawkins / Erzählerin, Regie: C. Villiger, Theater Fallalpha / GZ Buchegg / Rote Fabrik Theater 2008: Heute ist ein guter Tag, Rolle: Ana, Regie: Antje Thoms, Tuchlaube Aarau 2006–2007: Türkisch Gold (UA), Rolle: Luisa, Regie: Brigitta Soraperra, Zamt & Zunder 2005–2006: Nordwärts (UA), Rolle: Mutter, Regie: Brigitta Soraperra, Theater an der Sihl 2003–2004: Perikles, Rolle: Marina, Regie: Norbert Kentrup, Theater an der Sihl 2003: Ein Sportstück, verschiedene Rollen, Regie: Stefan Müller, Theater an der Sihl / Schauspielhaus Zürich

Sprechtätigkeiten 2026: Toi(fel) Toi(fel) Toi(fel), Audioinstallation, Sprecherin, Gessnerallee Zürich 2019: Schreckmümpfeli – Der Lappen, Radiohörspiel, Rolle: Mia, SRF 2019: Lesung mit Mia Couto, Open-Air Literaturfestival Zürich, Vorlesende, Kaufleuten Zürich 2018: Lesung mit Tomoka Shibasaki, Vorlesende, Literaturhaus Zürich 2017: Lesung mit Imbolo Mbue, Vorlesende, Literaturhaus Zürich 2017: Lesung mit Ken Bugul, Vorlesende, Literaturhaus Zürich 2017: Meet the Bitches mit Laurie Penny & Andi Zeisler, Lesung, Züri Liest Festival / Theater Neumarkt Zürich 2015–2020: Einstein, Fernsehsendung, Off-Stimme / Sprecherin, SRF 2015: Bloody Daughter – Martha Argerich, Dokumentarfilm, Erzählerin, SRF / ARTE 2014: departure: Zürich HB, Audiowalk, Sprecherin, Gessnerallee Zürich / Blendwerk Mikeska 2010: Die Freundschaft, Hörbuch, Sprecherin, Blindenbibliothek Zürich

Weitere Projekte 2016: How to decide what to do with your life, Kunstinstallation, Performerin, Lena Maria Thüring 2010: Im Garten, Kunstinstallation, Sprecherin (Overvoice), Lena Maria Thüring

Weblinks

Website von Oriana Schrage

Einzelnachweise

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