Waitzendorf ist ein Ort im Mostviertel in Niederösterreich, und Ortschaft und Katastralgemeinde der Stadtgemeinde und Statutarstadt St. Pölten. Er gehört zum Stadtteil St. Pölten-West.
Geographie Das Dorf Waitzendorf liegt im ländlichen Raum an der Stadtgrenze, etwa 3 Kilometer nordwestlichen des Stadtzentrums. Es befindet sich auf der Pielach-Traisen-Platte, der Höhenschwelle westlich der Stadt, auf um die Höhe, und erstreckt sich am Waitzendorfer Graben am oberen Moosbach, der schon zur Pielach entwässert. Vom Zentrum erreicht man den Ort über die Goldegger Straße (L 5122). Südlich verläuft die Westbahn. Das Dorf besteht aus etwa 60 Gebäuden.
Die Ortschaft Waitzendorf umfasst etwa 170 Adressen mit um die 330 Einwohnern.Registerzählung vom 31.10.2011 - Bevölkerung nach Ortschaften: Gemeinde: St. Pölten (30201). Statistik Austria (pdf). Dazu gehört auch die Ortslage Waitzendorf-Siedlung südöstlich Richtung Stadt. Das Katastralgebiet erstreckt sich zwischen Stadtgrenze und Hauptfriedhof. Im Norden reicht es an den Kalbling () und an den Ortsrand von Wernersdorf.
Rund um den Ort erstreckt sich Ackerland, im Norden der Fuchsenwald.
Geschichte mini|hochkant|links|Florianskapelle Der Ort ist schon 1189 als Wazendorf (Personenname + -dorf) nachweislich,Karl Gutkas: St. Pölten. Reihe Niederösterreichischer Kulturführer, Verlag Jugend und Volk, 1984, S. 51. hatte 1248 16 Häuser, und war Besitz des Chorherrenstifts.Karl Gutkas (Hrsg.): Werden und Wesen der Stadt S[ank]t Pölten. 4. Auflage, Verlag Niederösterreichisches Pressehaus, 1980, S. 19. Ab Schaffung der Ortsgemeinden 1848/49 gehörte er zur Gemeinde Mamau.Vergl. Eduard Matzenauer: Nieder-österreichischer Gemeinde-Schematismus (mit Ausnahme der Gross-Commune Wien) mit statistisch-topographischen Notizen für die Wahlperiode 1861–1863: ein Handbuch für Jedermann, … Verlag Gerold, 1862, S. 163 ();auch op. cit. Gutkas 1980, S. 10. Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in Waitzendorf zwei Gärtner, ein Gastwirt, ein Gemischtwarenhändler und mehrere Landwirte ansässig.Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938, S. 490 (PDF).
Die Gemeinde Mamau wurde per 1969 aufgelöst,Aufteilung der Gemeinde Mamau. Durchführungsverordnung zur NÖ Gemeindeordnung, LGBl 446/1968. der Großteil kam zu Karlstetten, Waitzendorf wurde wie Witzendorf nach St. Pölten eingemeindet.Wilhelm Rausch (Hrsg.), Hermann Rafetseder (Red.): Gebiets- und Namensänderungen der Stadtgemeinden Österreichs seit der Mitte des 19. Jahrhunderts. Band 2 von Österreichischer Arbeitskreis für Stadtgeschichtsforschung, Ludwig Boltzmann-Institut für Stadtgeschichtsforschung: Forschungen zur Geschichte der Städte und Märkte Österreichs. Linz 1989, ISBN 3-900387-22-2, Ragelsdorf, S. 242 f.
Sehenswürdigkeiten Die Ortskapelle hl. Florian wurde 1833 errichtet, und .
Im Ort gibt es noch eine alte Kellergasse, „Bei der Kirche“ genannt (Wittgensteinstraße; siehe auch Liste der Kellergassen in St. Pölten).
Es gibt in St. Pölten langfristige Pläne einer West-Tangente, die die Kremser Landesstraße (L100) zwischen Weitern und Viehofen mit der allfälligen Anschlussstelle der Linzer Straße (B1, Wiener Straße) an die geplante Traisental Schnellstraße (S34) verbinden sollte. Diese Tangente würde zwischen Waitzendorf und Waitzendorf-Siedlung verlaufen.Straßenbau in St. Pölten: Nächste Traisen-Brücke für Landeshauptstadt in Planung. In: Niederösterreichische Nachrichten online (noen.at), 2. Februar 2017.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Katastralgemeinde von St. Pölten Kategorie:Ort in der Statutarstadt St. Pölten Kategorie:Ersterwähnung 1189