Johann Székler (* 1902 in Lugoj, Komitat Temes, Königreich Ungarn, Österreich-Ungarn; † 1997 in Timișoara, Rumänien)Horst Fassel: , LIT Verlag Münster, 2011, ISBN 3-643-11413-3, 575 S., S. 139ff war ein rumänischer Intendant des Deutschen Staatstheaters Timișoara und Repräsentant der rumäniendeutschen Minderheit in der Volksrepublik und Sozialistischen Republik Rumänien.

Leben Székler, der der Volksgruppe der Banater Schwaben entstammte, war mit vierzehnDer Spiegel: Zielbewußt verproletarisiert. Mit Spuren des Faschismus, Ausgabe 12/1949, 19. März 1949 anderen Repräsentanten der rumäniendeutschen Minderheit der Volksrepublik Rumänien von 1949 bis 1953 Mitglied des Deutschen Antifaschistischen Komitees für Rumänien.Hannelore Baier: Das „Antifa“ und der „Neue Weg“. Einiges aus der Geschichte des Deutschen Antifaschistischen Komitees. In: Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien, 15. Januar 2009

1959 war Székler zusammen mit dem Journalisten Nicolae Cîmpeanu und den Professoren Heinrich Feichter und Fridolin Klein Mitglied einer Sachverständigenkommission unter dem Vorsitz des Germanisten Stefan Binder von der West-Universität Timișoara,Nationaler Rat für das Studium der Archive der Securitate, P 000331, Vol. 3, Blatt 103–109. In: Halbjahresschrift für südosteuropäische Geschichte, Literatur und Politik: Securitate und Partei, 15. Oktober 2011 die 1959 für die rumänische Geheimpolizei Securitate die literarischen Arbeiten der fünf verhafteten siebenbürgisch-sächsischen Autoren Wolf von Aichelburg, Hans Bergel, Andreas Birkner, Georg Scherg und Harald Siegmund begutachtete. Die Autoren wurden darauf im Kronstädter Schriftstellerprozess von einem Militärgericht zu zwischen 10 und 25 Jahren Zwangsarbeit verurteilt, wegen des Vorwurfs eine systemfeindliche Vereinigung gebildet und regimefeindliche Literatur in Umlauf gebracht zu haben.Peter Motzan, Stefan Sienerth, Andreas Heuberger: Worte als Gefahr und Gefährdung, Verlag Südostdeutsches Kulturwerk, München, 1993, 443 S., S. 309–315

Am 3. Juli 1968 fand eine „Beratung beim Zentralkomitee (ZK) der Rumänischen Kommunistischen Partei (RKP) mit Wissenschaftlern und Kulturschaffenden aus den Reihen der deutschen Nationalität“ statt, an der auch Johann Székler teilnahm. In der Folge wurde der Rat der Werktätigen deutscher Nationalität gegründet.Hannelore Baier:

Ab 1956 war Székler Intendant des Deutschen Staatstheaters Timișoara.Hans Fink: , 2010 Dem 1962 aus der politischen Haft entlassenen Harald Siegmund ließ er am Theater vorwiegend freie Hand. Als auch andere politisch Geächtete wie Rudolf Hollinger am Theater zum Zuge kamen, waren Széklers Position und Handlungsfähigkeit eingeschränkt. Er zeigte sich Neuerungen gegenüber kaum zugänglich, jedoch waren die „alten Rituale“ – auch durch die relativ liberale politische Entwicklung in den ersten Regierungsjahren unter Nicolae Ceaușescu – nicht mehr akzeptabel. Székler wurde 1971 in den Ruhestand versetzt, nahm aber auch danach noch regen Anteil an der Entwicklung des Theaters. Bruno Würtz trat 1972 seine Nachfolge an.Hans Kehrer: Letzter Vorhang für Hans Lindner In: Banater Post, Ausgabe 22 vom 20. November 2004

Theateraufführungen (Auswahl) Nach dem Gewitter, Premiere Timișoara 15. November 1957, als AutorcIMeC - Institute for Cultural Memory, Bukarest: Rotkäppchen, Premiere Timișoara 18. März 1960cIMeC - Institute for Cultural Memory, Bukarest: Der gestiefelte Kater, Premiere Timișoara 24. April 1961cIMeC - Institute for Cultural Memory, Bukarest: Gute Laune im Gepäck, Premiere Timișoara 19. Dezember 1962, als Autor, BearbeitungcIMeC - Institute for Cultural Memory, Bukarest: Aschenputtel, Premiere Timișoara 19. November 1967, als Autor zusammen mit Grete Gross (Pseudonym von Irene Mokka)cIMeC - Institute for Cultural Memory, Bukarest: Einen Jux will er sich machen, Premiere Timișoara 25. Dezember 1968cIMeC - Institute for Cultural Memory, Bukarest: Sappho (Grillparzer), Premiere Timișoara 26. November 1969, als BühnenregisseurcIMeC - Institute for Cultural Memory, Bukarest: Bunter Abend, Premiere Timișoara 11. Februar 1970, als Autor und BühnenregisseurcIMeC - Institute for Cultural Memory, Bukarest: Der g’scheite Franzl, Premiere Timișoara 15. Mai 1970cIMeC - Institute for Cultural Memory, Bukarest: Dornröschen Premiere Timișoara 20. Oktober 1970, BühnenbearbeitungcIMeC - Institute for Cultural Memory, Bukarest:

Einzelnachweise

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