mini|hochkant|Etienne Nillesen (2018)

Etienne Nillesen ist ein niederländischer Jazz- und Improvisationsmusiker (Perkussion), der in Köln lebt.

Leben und Wirken Nillesen begann dreijährig zu trommeln, erhielt aber erst mit 15 Jahren Schlagzeugunterricht. Zunächst spielte er reguläres Schlagzeug. Mittlerweile beschränkt er sich auf die kleine Trommel; er setzt dabei neben Drumsticks auch Spielzeug, Bögen und Glocken ein und entwickelt erweiterte Spieltechniken: Durch eine Verwendung von kreisförmigen Bewegungen, um verschiedene Bereiche des Fells zu erkunden, und durch bewusstes Variieren der Kontaktstellen erzeugt er „eine vielfältige Palette von Tonhöhen und Obertönen, in denen eine rhythmische Makrostruktur mit frei auftretenden Akzenten entsteht.“

Nillesen gehörte zunächst zu den Bands von Nils Pollheide, Jeroen van Vliet, Bram Stadhouders, Matthias Schriefl und Tobias Hoffmann. Dann arbeitete er in der europäischen Musikszene in Solokonzerten sowie mit Musikern wie Sebastian Gramss, Christian Wolff, Simon Nabatov, Carl Ludwig Hübsch (Other Kinds of Blue, 2020), Ernst Reijseger, Frederik Köster, Rudi Mahall, Matthias Muche, Elisabeth Coudoux, Shelley Hirsch, Wolter Wierbos, Frank Gratkowski, Daniel Daemen, Philip Zoubek, Sofia Jernberg, Nick Dunston oder Kaja Draksler. Nillesen unterrichtet Jazzschlagzeug und Improvisation am ArtEZ Konservatorium in Arnheim.Porträt bei Real Live Jazz (englisch) mini|Etienne Nillesen (links hinten Sebastian Gramss, 2020 im club W71)

Diskographische Hinweise Simin Tander: Wagma (Neuklang, 2011) Simin Tander: Where Water Travels on (Jazzhaus Records 2013) Sebastian Gramss’ Fossile 3: 78 rpm (gligg records, 2013) Emißatett: qui-pro-quo-dis (Schraum, 2015), mit Elisabeth Fügemann, Matthias Muche, Philip Zoubek, Robert Landfermann Cajlan, Wissel, Nillesen: Fourtyfour Fiftythree (Creative Sources, 2019) Etienne Nillesen, Nicola L. Hein, Eve Risser, Magda Mayas, Marta Warelis: Piano Trialogues (Creative Sources, 2019) Debacker | Zwißler | Hübsch | Nillesen: Live at Mœrs Festival '2020 (Impakt, 2021) en (2024) solo

mini|Mit dem Tobias Hoffmann Trio beim INNtöne Jazzfestival 2017 Weblinks

Webpräsenz Interview (2024) (englisch) Hörproben bei SoundCloud

Einzelnachweise

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