Die Heftelnabelinge (Rickenella) sind eine Pilzgattung aus der Ordnung der Borstenscheiblingsartigen. Die Fruchtkörper haben einen nabelings- oder helmlingsartigen Habitus mit hygrophanen Hüten.
Die Typusart ist der Orangerote Heftelnabeling (Rickenella fibula). Die wissenschaftliche Gattungsbezeichnung ehrt den deutschen Mykologen Adalbert Ricken.
Merkmale Makroskopische Merkmale Die 2–20(–30) mm breiten Hüte sind gewölbt, glockenförmig, flach ausgebreitet, gebuckelt, niedergedrückt oder besitzen eine Papille. Sie ändern beim Abtrocknen bzw. Durchfeuchten ihre Farbe (hygrophan), durchscheinend gerieft und haben eine flaumige Oberfläche. Die entfernt stehenden Lamellen laufen entweder am Stiel herab oder sind dort mit einem herablaufenden Zahn breit oder ausgerandet angewachsen. Das Sporenpulver hat eine weiße Farbe. Auch die Stiele sind flaumig beschaffen. Die Fruchtkörper riechen und schmecken unspezifisch.
Mikroskopische Merkmale An den Sporenständern (Basidien) reifen 4 elliptische bis zylindrische Sporen heran. Sie sind glattwandig, durchsichtig (hyalin) und zeigen bei Kontakt mit Iodlösungen keine Farbreaktion. Sterile Elemente (Zystiden) kommen an den Lamellenflächen und -schneiden, der Stielrinde und der Huthaut vor. Das Hymenophor besteht aus aufgeblasenen Elementen, die ebenfalls keine Iodfarbreaktion aufweisen. Die Hutdeckschicht (Pileipellis) ist eine Cutis aus liegenden Pilzfäden (Hyphen). Die Hyphensepten tragen Schnallen.
Ökologie Heftelnabelinge leben parasitisch an Moosen.
Arten Für Europa sind 5 Taxa bekannt bzw. zu erwarten.
Heftelnabelinge in Europa Deutscher Name Wissenschaftlicher Name Autorenzitat Orangeroter oder Orangefarbener Heftelnabeling Rickenella fibula Honigbrauner Heftelnabeling Rickenella mellea Weißer Heftelnabeling Rickenella piquiniana Blau- oder Violettstieliger Heftelnabeling Rickenella swartzii Rickenella swartzii f. alnobetulae
Quellen Literatur
Einzelnachweise
Weblinks
Kategorie:Borstenscheiblingsartige