Schickenhof ist ein kleiner Ort im Waldviertel in Niederösterreich, und Ortschaft und Katastralgemeinde der Stadtgemeinde Zwettl-Niederösterreich im Bezirk Zwettl. Dominierendes Gebäude und Namensgeber ist der Schickenhof, ein alter Gutshof. Die Ortschaft hat Einwohner (Stand ).
Geographie Die Rotte mit sieben Häusern liegt 5 Kilometer westlich der Stadt Zwettl, an der Landesstraße nach Groß Gerungs.
Zur Ortschaft gehört auch die Roblmühle nahebei an der Zwettl, wo die Gemeindestraße nach Jahrings abzweigt.
Geschichte und Sehenswürdigkeiten Der Schickenhof ist ein Gutshof. Erstmals urkundlich erwähnt wurde er im Jahr 1220 anlässlich einer Stiftung an das Stift Zwettl, 1231 als (, das heißt Ordner, Schaffer), und 1280 namentlich als Shichenhove. Vgl. ; Übersetzung ebenda
Nach dem Verfall im 16. Jahrhundert wurde er um 1600 wieder aufgebaut. Durch den Besitzerwechsel an Leopold Christoph von Schallenberg im Jahr 1757 wurde der Schickenhof mit der Herrschaft Rosenau vereint.
1943 kam der Schickenhof in das Eigentum von Baron Ludwig Lazarini. Gegenwärtig ist die Familie Walderdorff Besitzer des Schickenhofes.
Östlich des Schickenhofs steht eine aus der Mitte des 18. Jahrhunderts stammende und 2009 renovierte Johannes-Nepomuk-Kapelle mit einer Statue des Heiligen Johannes Nepomuk.
An der Zwettl lagen ursprünglich drei Mühlen.Franz Strohmayr: Drei alte Mühlen in Schickenhof. In: Heimatkundliche Nachrichten. Beiblatt zum Amtsblatt der Bezirkshauptmannschaft Zwettl. 15. Jg., Nr. 1, 1994, S. 1–3. 15. Jh.; Nr. 2, 1994 S. 5 f.
Baubeschreibung des Schickenhofs mini|hochkant=1.4|Fassade des Schickenhofs Der Gutshof ist eine an drei Seiten geschlossene Anlage mit zwei Geschoßen unter einem Walmdach. Bei den heutigen Eckrisaliten handelt es sich um ehemalige Ecktürme. Am ostseitigen Trakt des Bauwerks befindet sich ein spätbarocker, viergeschoßiger Glockenturm mit flachbogigen Schallfenstern und einem Pyramidenhelm aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.DEHIO Niederösterreich – nördlich der Donau. 1990, ISBN 3-7031-0652-2, S. o.A.
Das Gehöft steht unter Denkmalschutz ().
Literatur Walter Robl: Die KG Schickenhof. In: Hans Hakala, Walter Pongratz: Zwettl-NÖ. 2. Band. Die Gemeinde (Zwettl). 1982, S. 536–542.
Siehe auch:
Weblinks Einweihung der neu renovierten Johannes-Nepomuk-Kapelle Volkszählung vom 15. Mai 2001 – Einwohner nach Ortschaften (PDF; 12 kB)
Einzelnachweise
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