Otto Karl Helmut Förster (* 13. November 1894 in Nürnberg; † 27. April 1975 in Köln) war ein deutscher Kunsthistoriker und Museumsleiter.

Leben Förster wuchs als Sohn eines bayerischen Baubeamten auf. Er legte das Abitur am Gymnasium Carolinum in Ansbach ab und studierte seit 1913 an der Ludwig-Maximilians-Universität München zunächst Volkswirtschaftslehre und Geschichte, seit 1915 Kunstgeschichte, 1920/21 studierte er an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. 1921 wurde er in München bei Heinrich Wölfflin mit einer Arbeit zur Kölner Malerei im 14. Jahrhundert promoviert.

Seit 1921 arbeitete er am Wallraf-Richartz-Museum in Köln, zunächst als Volontär, seit 1922 als wissenschaftlicher Hilfsarbeiter, seit 1925 als Kustos und schließlich von 1933 bis 1945 als Direktor. Zum 1. Mai 1933 trat er der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 3.511.679).Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/9211037 Während des Zweiten Weltkriegs verkaufte Förster 630 Kunstwerke der eigenen Sammlung, um Raubkunst aus den besetzten Gebieten zu erwerben, die jedoch nach dem Krieg beschlagnahmt und wieder zurückgegeben wurde.Otto Hellmuth Förster. In: Ulrich S. Soénius, Jürgen Wilhelm (Hrsg.): Kölner Personen-Lexikon. Greven, Köln 2007, ISBN 978-3-7743-0400-0, S. 160. Von 1957 bis 1960 war Förster Generaldirektor der Kölner Museen und erneut Direktor des Wallraf-Richartz-Museums. mini|Grabanlage der Familien Schnitzler / Andreae / Bunge Seit 1920 lehrte er daneben auch Kunstgeschichte am staatlichen Zeichenlehrerseminar, seit 1922 Teil der Düsseldorfer Kunstakademie (bis 1927). 1924 habilitierte er sich für Kunstgeschichte an der Universität zu Köln, an der er 1937 zum außerordentlichen Professor, 1939 zum außerplanmäßigen Professor ernannt wurde.

1925 hatte er in Köln Antonie „Tony“ Schnitzler (1889–1968) aus der Kölner Bankiersfamilie Schnitzler geheiratet. In zweiter Ehe war er seit 1970 mit der aus Deutschland geflohenen, US-amerikanischen Kunsthistorikerin Lotte Brand Philip (1910–1986) verheiratet.

Otto Förster wurde im Familiengrab Schnitzler seiner ersten Ehefrau auf dem Melaten-Friedhof (an der Millionenallee) begraben.Josef Abt, Johann Ralf Beines, Celia Körber-Leupold: Melaten. Kölner Gräber und Geschichte. Greven, Köln 1997, ISBN 3-7743-0305-3, S. 178.

Weblinks Nachlass im Historischen Archiv der Stadt Köln Eintrag im Dictionary of Art Historians Professorenkatalog der Uni Köln

Einzelnachweise

Kategorie:Kunsthistoriker Kategorie:Museumsleiter (Deutschland) Kategorie:Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Wallraf-Richartz-Museums Kategorie:Hochschullehrer (Universität zu Köln) Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes Kategorie:NSDAP-Mitglied Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1894 Kategorie:Gestorben 1975 Kategorie:Mann