Nag Ansorge (* 28. Februar 1925https://www.allocine.fr/personne/fichepersonne_gen_cpersonne=14975.htmlhttps://m.imdb.com/name/nm1180674/ in Lausanne als Ernest Ansorge; gestorben 26. Dezember 2013 ebendaTodesort Lausanne laut NZZ, 25. Januar 2014, S. 25) war ein Schweizer Animationsfilmer.Nac Ansorge, bei Cinémathèque Suisse
Leben Ernest Ansorge studierte Maschinenbau, wurde promoviert und arbeitete als Ingenieur bei Escher-Wyss in Zürich. Angeregt durch Arbeiten von Jiří Trnka begannen er und seine Frau Gisèle Ansorge (1923–1993) mit einer Super-8-Kamera und animierten Puppen zu experimentieren. Erste Erfolge veranlassten sie, sich in Etagnières als Filmproduzenten selbständig zu machen, lebten aber zunächst nur von Auftragsarbeiten, und Gisèle kehrte in ihren Beruf als Apothekerin zurück. Erst 1967 hatten sie beim Festival d’Animation Annecy Erfolg mit ihrem ausschliesslich mit Sand animierten Film, Les Corbeaux. Sie produzierten in der Folge zehn Kurzfilme. Ansorges zweiter filmischer Schwerpunkt war an der Clinique psychiatrique universitaire de Lausanne, wo er mit Langzeitpatienten Filme erstellte. Dazu kommt ein umfangreiches Konvolut an Auftragsarbeiten – Reportagen, Lehrfilme, Dokumentationen und auch die Mitarbeit an Fernsehserien für Kinder. Seit Ende der 1970er organisierte er in der Romandie die filmische Aufzeichnung oraler Geschichtsschreibung. In den 1990er Jahren hatte er Lehraufträge bei den Filmstudenten der Lausanner Kunstschule. Ansorge war 1968 Gründer der Schweizer Gruppe der Association internationale du film d’animation, war von 1977 bis 1984 Mitglied der Eidgenössischen Filmkommission (EFiK) und engagierte sich für das Schweizer Filmarchiv.
Ansorge war in verschiedenen sozialen Bereichen aktiv, so war er Mitbegründer der Emmaüs-Gemeinde in Étagnières, die sich in Brasilien engagierte, sowie des Dachverbands des Hilfswerks für die Romandie.
mini|hochkant|Gisela Ansorge (fotografiert 1985 von Erling Mandelmann)
Kurzfilme Les Corbeaux, 1967 Fantasmic, 1969 Alunissons, 1970 Tempus, 1970 Le chat caméléon, 1975 Smile 1+2+3, 1975 Anima, 1977 Si j’étais… si j’avais…, 1979 Das Veilchen, 1982 Les enfants de laine, 1984 Ouvre grand tes yeux, 1985 Déclic, 1986 Alice, Patch & Crack, 1987 Les rêveries de Zoe, 1988 Le petit garçon qui vola la lune, 1988 Caritas Baby Hospital Bethléem, 1990 Sabbath, 1991 als Co-Produzent: H.L.M. Quiproquo, 2005
Literatur Luc Plantier, Michel Froidevaux: Pris dans les sables mouvants – Captured In Drifting Sand. Edition Centre International du Cinema d’Animation, Annecy 1995, ISBN 2-908079-05-4. Auch als CD
Weblinks
Sabbat. Gisèle Ansorge, Nag Ernest Ansorge, bei Solothurner Filmtage 2014 Le fonds d’archives Ansorge, bei Cinémathèque Suisse Frédéric Maire: le-cineaste-nag-ansorge-sest-efface, bei Cinémathèque Suisse Animationsfilmer Ernest ‘Nag’ Ansorge ist gestorben, Sennhauser, 13. Januar 2014
Einzelnachweise
Kategorie:Person (Animation) Kategorie:Filmregisseur Kategorie:Filmproduzent Kategorie:Person (Kanton Waadt) Kategorie:Etagnières Kategorie:Schweizer Kategorie:Geboren 1925 Kategorie:Gestorben 2013 Kategorie:Mann