Bösenneunzen ist ein Dorf im Waldviertel in Niederösterreich, eine Ortschaft und als Bösenneunzehn eine Katastralgemeinde der Stadtgemeinde Zwettl-Niederösterreich im Bezirk Zwettl.

Geografie Bösenneunzen liegt etwa 11 km nördlich des Stadtzentrums von Zwettl und ist durch den Postbus im Ortsgebiet mit dem österreichischen Überlandbusnetz verbunden.

Nach der Zählung von hatte der Ort  Einwohner auf einer Fläche von 14,78 km².

Nachbarorte, -ortschaften und -katastralgemeinden

Geschichte Bösenneunzen wurde 1233 als Neitzen zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts ist die Namensform Posen Nitzen überliefert, was so viel bedeutet wie: „kleine (unbedeutende) Siedlung eines Mannes mit dem Namen Nizo“. Vgl.

Laut Darstellung des Erzherzogtums Oesterreich unter der Ens war Bösenneunzehn um 1830/1840 ein Dorf mit 15 Häusern. Die nächstgelegene Poststation befand sich in Zwettl. Kirchlich und schulisch war der Ort an Großglobnitz gebunden. Die Zuständigkeiten für Landgericht, Grundherrschaft und Konskription lagen beim Stift Zwettl. Militärisch gehörte der Ort zum Werbbezirk des Linieninfanterieregiments Nr. 14.

In 20 Familien lebten 33 Männer, 36 Frauen und 11 Schulkinder. Die wirtschaftlich vergleichsweise gut gestellten Einwohner verfügten über einen Schneider im Ort und betrieben überwiegend Ackerbau, der vor allem Weizen, Roggen, Hafer, Gerste, Kartoffeln, Mohn und Klee lieferte. Die Viehhaltung wird als ordentlich beschrieben, allerdings ohne Stallfütterung; gehalten wurde überwiegend Vieh des „kleinen Waldschlags“, also keine besonders leistungsstarken oder edlen Zuchttiere, sondern das typische Waldviertler Bauernvieh, das zur Selbstversorgung und für einfache Feldarbeit geeignet war. Der Viehbestand umfasste 40 Ochsen, 62 Schafe, 2 Ziegen und 18 Schweine. Eine untergeordnete Rolle spielte der Obstbau. Die Umgebung wird als wenig reizvoll charakterisiert, während Klima und Wasser als gut galten. Die Jagd brachte vor allem gewöhnliches Wild hervor. Die im Ort befindliche Betkapelle wird als unscheinbar beschrieben.

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in Bösenneunzen eine Marktfahrerin und mehrere Landwirte mit Ab-Hof-Verkauf ansässig.Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 215

mini|Ortskapelle Bösenneunzen, Bevölkerungs-entwicklung Datum Einwohner 1869 83 1951 60 1961 61 1971 62 1981 53 1991 51 2001 47

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Bezirk Zwettl Kategorie:Geographie (Zwettl-Niederösterreich) Kategorie:Ersterwähnung 1233