Hebersdorf ist ein Ortsteil der Gemeinde Thanstein im Oberpfälzer Landkreis Schwandorf in Bayern.

Geographische Lage Hebersdorf liegt ungefähr einen Kilometer östlich von Thanstein und etwa zwei Kilometer westlich der Bundesstraße 22.

Geschichte Anfänge bis 17. Jahrhundert Hebersdorf (auch: Hebreinsdorf, Höbersdorf, Höbersdorff) wurde bereits im 14. Jahrhundert mit einer Peterskirche, die mit einem Benefiziaten besetzt war, schriftlich erwähnt. Diese Kirche bestand bis zur Reformation.Antonius von Henle (Hrsg.): Matrikel der Diözese Regensburg. Verlag der Kanzlei des Bischöflichen Ordinariates Regensburg, 1916, S. 376Wilhelm Nutzinger, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 52, Neunburg vorm Wald, München 1982, ISBN 3-7696-9928-9, S. 16

Mitte des 13. Jahrhunderts wurde das Kloster Schönthal gegründet. Ab diesem Zeitpunkt wurden von vielen Adligen Schenkungen an dieses Kloster gemacht. So schenkte Lienhart Aicharen 1443 dem Kloster seinen Hof in Hebersdorf.Wilhelm Nutzinger, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 52, Neunburg vorm Wald, München 1982, ISBN 3-7696-9928-9, S. 118

1582 gehörte Hebersdorf zur Pfarrei Thanstein, auf der Otto von Ebleben das Präsentationsrecht hatte.Wilhelm Nutzinger, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 52, Neunburg vorm Wald, München 1982, ISBN 3-7696-9928-9, S. 90

Das Steuerbuch von 1631 verzeichnete für Hebersdorf zwei Höfe, zwei Söldengütel, zwei Häusel, einen Inwohner, 10 Rinder und ein Schwein.Wilhelm Nutzinger, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 52, Neunburg vorm Wald, München 1982, ISBN 3-7696-9928-9, S. 270 Während des Dreißigjährigen Krieges wurde in Hebersdorf ein Anwesen von insgesamt 6 verwüstet und lag danach öde.Wilhelm Nutzinger, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 52, Neunburg vorm Wald, München 1982, ISBN 3-7696-9928-9, S. 217, 218

18. Jahrhundert bis Gegenwart 1785 gab es in Hebersdorf 5 Untertanen.Wilhelm Nutzinger, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 52, Neunburg vorm Wald, München 1982, ISBN 3-7696-9928-9, S. 220 Ende des 18. Jahrhunderts gehörten die Orte Bach, Berg, Dautersdorf, Großenzenried, Hebersdorf, Jedesbach, Kulz, Pillmersried, Tännesried, Thanstein und Zengeröd zur Hofmark Thanstein. Besitzer war die Familie Holnstein.Wilhelm Nutzinger, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 52, Neunburg vorm Wald, München 1982, ISBN 3-7696-9928-9, S. 254

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts hatte Hebersdorf 45 Häuser, einen Schneider, zwei Weber und einen Zimmermeister und gehörte zum Steuerdistrikt Thanstein.Wilhelm Nutzinger, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 52, Neunburg vorm Wald, München 1982, ISBN 3-7696-9928-9, S. 338, 347 1820 wurden Ruralgemeinden gebildet. Thanstein mit 43 Familien und Hebersdorf mit 10 Familien bildeten eine Ruralgemeinde.Wilhelm Nutzinger, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 52, Neunburg vorm Wald, München 1982, ISBN 3-7696-9928-9, S. 422

Zum Stichtag 23. März 1913 (Osterfest) wurde Hebersdorf als Teil der Pfarrei Thanstein mit 10 Häusern und 48 Einwohnern aufgeführt.Antonius von Henle (Hrsg.): Matrikel der Diözese Regensburg. Verlag der Kanzlei des Bischöflichen Ordinariates Regensburg, 1916, S. 377 Am 31. Dezember 1990 hatte Hebersdorf 47 Einwohner und gehörte zur Pfarrei Thanstein.Manfred Müller (Hrsg.): Matrikel des Bistums Regensburg. Verlag des Bischöflichen Ordinariats Regensburg, 1997, S. 721

Literatur Wilhelm Nutzinger, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 52, Neunburg vorm Wald, München 1982, ISBN 3-7696-9928-9

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Einzelnachweise

Kategorie:Geographie (Thanstein) Kategorie:Ort im Landkreis Schwandorf Kategorie:Ersterwähnung im 14. Jahrhundert