mini|hochkant=1.3|Empfang eines neuen Pfarrers durch seine Gemeinde im Schwarzwald mini|Grab von Robert Heck und seiner Ehefrau Therese auf dem Pragfriedhof in Stuttgart

Wilhelm Emil Robert Heck (* 25. April 1831 in Stuttgart; † 11. November 1889, ebenda) war ein deutscher Porträt- und Genremaler.

Leben Robert Heck studierte an der Stuttgarter Kunstschule unter Heinrich von Rustige. Er stellte seine Gemälde oft bei den großen deutschen Kunstausstellungen aus. Einige seiner Werke waren in königlichem Besitz.Henry’s Auktionshaus, Mutterstadt, Henry’s Auktionshaus, 30. Juni 2012. Auf seinen Studienreisen kam er bis nach Südfrankreich und Italien und war dort 1863 in Rom. Auktionshaus Zeller, Internationale Bodensee-Kunstauktionen. Als Auftragsmalerei porträtierte er 1888 die Professoren Karl Josef Hefele und Karl Georg von Wächter für die Tübinger Professorengalerie.Reinhold Scholl: Die Bildnissammlung der Universität Tübingen, 1477 bis 1927. Schriften des Vereins für Württembergische Familienkunde, Heft 2, Verlag von K. Ad. Emil Müller, Stuttgart, 1927.

Werke

Empfang eines neuen Pfarrers durch seine Gemeinde im Schwarzwald

Heck hatte sich in seiner Jugend einem Wanderprediger angeschlossen und stellte in seinem Werk immer wieder den württembergischen Protestantismus dar.Christine Eichel, Friedrun Portele-Anyangbe: In: Leben nach Luther. Das evangelische Pfarrhaus gestern, heute und morgen. Themenheft zu Veranstaltungen und Ausstellung Leben nach Luther. Eine Kulturgeschichte des evangelischen Pfarrhauses. S. 10 und 13. Mit seinem Gemälde Empfang eines neuen Pfarrers durch seine Gemeinde im Schwarzwald präsentierte sich das Königreich Württemberg 1867 auf der Weltausstellung in Paris dem Ausland. Dargestellt ist die erste Begegnung einer evangelischen Pfarrersfamilie mit ihrer neuen Gemeinde in einer idealisierten Umgebung. Die frohgemute Begegnung in einer idyllischen Landschaft mit frommen und wohlgesinnten Gemeindemitgliedern war ein Gegenentwurf zur damaligen Realität.Museum Digital: Empfang eines neuen Pfarrers durch seine Gemeinde im Schwarzwald. Heck kombinierte hier aus mehreren Versatzstücken ein typisches Klischee Württembergs: Der Nordschwarzwald und das Neckartal werden zu einer übergangslosen Landschaftskulisse vereint. Manche Kinder tragen die lokale Betzinger Tracht als Repräsentation einer eigentlich nicht existierenden schwäbischen Nationaltracht. Auch das Schaf fehlt nicht: Weil unsere Frau Pfarrerin ist so brav, So bringen wir ihr ein junges Schaf, hieß es 1847 dazu in Ottilie Wildermuths Genrebildern aus einer kleinen Stadt.Ottilie Wildermuth: Das unterbrochene Hochzeitsfest, bei Zeno.org

Auf der Weltausstellung in Paris erwarb der Direktor der Britischen Ostindien-Kompanie das Ölgemälde für seine Villa in Sydney. Das Gemälde ist heute in der Schausammlung „Legendäre Meisterwerke“ im Alten Schloss Stuttgart ausgestellt.

Ölgemälde

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

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