Der Limberg ist ein Berg in der Egge, einem Nebenhöhenzug des Wiehengebirges südlich von Preußisch Oldendorf in Nordrhein-Westfalen.

Berg Limberg mini|links|Gipfelfläche des Limbergs Der Name „Limberg“ leitet sich wahrscheinlich von dem Begriff „liet“ (sanfter Hügel, Berg) ab, möglich ist aber auch ein Hinweis auf die Lindenbäume. Der Limberg ist etwa 190 Meter hoch und liegt etwas nördlich des Hauptkammes des Wiehengebirges und südwestlich von Bad Holzhausen. Ihm gegenüber liegt auf dem Hauptkamm der ebenfalls 190 m hohe Maschberg. Limberg und seine Ausläufer in westlicher Richtung sowie in Verbindung mit Maschberg und Nonnenstein, ebenfalls ein Berg auf dem Hauptkamm südwestlich des Limbergs, bilden das Eggetal.

Der weit überwiegende Teil seiner Flächen bildet zusammen mit denen des benachbarten Offelter Berges das Naturschutzgebiet Limberg und Offelter Berg, welches mit seiner Ausweisung im Jahr 1935 das älteste des Kreises Minden-Lübbecke und eines der ältesten in Westfalen ist.

Burg und Amt Limberg

Der zwölf Meter hohe Bergfried wurde um 1989 restauriert und kann besichtigt werden. Ansonsten sind noch einige Wallanlagen und Mauerreste erhalten. Sehenswert ist auch die an der Burg stehende, 600 Jahre alte Gogerichtslinde, die vormals als Gerichtsort diente.

In der Burg Limberg war die Verwaltung des Amtes Limberg untergebracht, die vor 1695 in das Tal (Börninghausen Nr. 12) verlegt wurde. Es wurde während der französischen Besatzung zwischen 1807 und 1813 aufgelöst.

Schwedenschanze

Als Bodendenkmal ist eine Erdwallanlage rund 300 Meter nordwestlich der Burg erhalten.

In der Heraldik mini|Kreiswappen des Kreises Lübbecke ab 1968 Der Limberg und die Burg darauf waren neben den gekreuzten Schlüsseln auf rotem Grund im zuletzt benutzten Wappen des 1973 aufgelösten Kreise Lübbecke abgebildet. Schlüssel und rotes Feld stehen dabei für die Teile des Kreises, die ehemals dem Fürstentum Minden zugehörig waren. Die Burg stand für die ehemals der Grafschaft Ravensberg zugehörigen Gebiete, die im Amt Limberg organisiert waren.

Tourismus Über den Berg verlaufen unter anderem der Sachsenweg, der Limberg-Nonnenstein-Weg und die Nordvariante des Wittekindswegs. Unweit des Gipfels verläuft der Eggetaler Panorama Rundwanderweg.

Anmerkungen

Literatur

Bernhard Brönner: Die Burg Limberg und ihre Geschichte in kurzem Abriß. Preußisch Oldendorf 1950. Gustav Engel: Die Ravensbergischen Landesburgen. U. Helmichs Buchhandlung, Bielefeld 1934, ISBN 3-89534-093-6. Gustav Engel: Landesburg und Landesherrschaft an Osning, Wiehen und Weser. Pfeffersche Buchhandlung, Bielefeld 1979, ISBN 3-88024-028-0. Verein zur Erhaltung der Burgruine Limberg e. V. (Hrsg.): Die Burg Limberg – Mittelpunkt einer Region. Beiträge zur Geschichte und Gegenwart. Selbstverlag, Preußisch Oldendorf 2007, ISBN 978-3-00-022386-0.

Weblinks

Burg Limberg bei Burgenwelt.de (mit Foto) Zum Amt Limberg

Einzelnachweise

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