Oberbreitenlohe (fränkisch: BrandlaE. Straßner: Land- und Stadtkreis Weißenburg i.Bay., S. 7. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „brandlɒ“.) ist ein Gemeindeteil von Röttenbach im Landkreis Roth (Mittelfranken, Bayern). Oberbreitenlohe liegt in der Gemarkung Mühlstetten.

Geographische Lage Das Dorf liegt 3 Kilometer westlich von Röttenbach. Die Bahnstrecke Treuchtlingen–Nürnberg führt etwa 1 km entfernt am Ort vorbei. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Mühlstetten und zur Staatsstraße 2223.

Geschichte Der Ort wurde 1431 als „Obern-Preytenloh“ erstmals urkundlich genannt. Mit der 1287 erfolgten Erwähnung als „Braitenloch“ kann sowohl Ober- als auch Unterbreitenlohe gemeint sein. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist „lôh“ (mhd. für Wald) und wird durch das Grundwort „breit“ näher bezeichnet.E. Straßner: Land- und Stadtkreis Weißenburg i.Bay., S. 7.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Oberbreitenlohe 11 Anwesen. Das Hochgericht übte das eichstättische Pflegamt Sand aus. Gemeindeherr war das Landesalmosenamt Nürnberg. Grundherren waren das brandenburg-ansbachische Kastenamt Roth (1 Wirtshaus, 1 Halbhof, 1 Haus), das eichstättische Pflegamt Abenberg (2 Halbhöfe) und das Landesalmosenamt Nürnberg (3 Höfe, 3 Kleingüter).H. H. Hofmann: Gunzenhausen-Weißenburg, S. 146f.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Oberbreitenlohe dem 1809 gebildeten Steuerdistrikt Mühlstetten und der 1818 gebildeten Ruralgemeinde Mühlstetten zugewiesen.H. H. Hofmann: Gunzenhausen-Weißenburg, S. 251. Am 1. Januar 1975 wurde die Gemeinde Mühlstetten im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Röttenbach eingemeindet.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2014Einwohner 59 94 79 88 72 69 79 109 91 90 87 116HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 14 13 15 12 12 13 18 26 Quelle

Religion Oberbreitenlohe ist römisch-katholisch geprägt und war ursprünglich nach Mariä Heimsuchung in Stirn gepfarrt, ab der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war die Pfarrei St. Emmeram in Spalt zuständig, heute ist es die Pfarrei Maria Königin in Röttenbach. Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession gehören zur Pfarrei St. Georg in Georgensgmünd.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Röttenbach (Landkreis Roth) Kategorie:Ort im Landkreis Roth Kategorie:Ersterwähnung 1431