HeliGraphix (in letzter Zeit oft bezeichnet als „Team HeliGraphix“) ist ein auf allen fünf Kontinenten agierendes Film- und Stuntteam, das sich auf Stunts und Filmaufnahmen mit RC-Helikoptern spezialisiert hat und diese in Form von nichtkommerziellen Eigenverfilmungen meist auf gängigen Videoportalen sowie auf zwei Direct-to-Video-DVDs veröffentlicht. Die Crew hält zahlreiche Rekorde mit dem Modellhubschrauber, ist Flugpionier für außergewöhnliche Flugmanöver, hat mit dem eigenproduzierten Kurzfilm World Scenic Flights zwei internationale Filmpreise erhalten und zieht mit ihren außergewöhnlichen Stunt- und Kurzfilmen regelmäßig ein bundesweites wie auch internationales Medienecho in der Fach- und Tagespresse nach sich. 2014 ist HeliGraphix auch erstmals in internationalen Infotainment- und Liveshow-Fernsehformaten zu sehen gewesen. Bis 2014 gab es ca. 110 Episoden zu sehen.
Inhalte
In HeliGraphix-Kurzfilmen werden Stunt-Aktionen mit ferngelenkten Modellhubschraubern thematisiert. Teilweise existiert dabei eine Art Rahmenhandlung mit verschiedenen Crewmitgliedern, die nicht selten einen humoristischen Unterton aufweist.Ausnahme stellt hier der Referenzfilm World Scenic Flights dar, der vom sonst üblichen Stunt-Sketchkonzept von HeliGraphix abweicht und keine Protagonisten zeigt Die Stunts sind dabei in zwei Kategorien unterteilbar: Einerseits werden mit den Modellen oft unter Ausnutzung technischer Neuerungen des RC-Helikoptermodellflugs oder unter Nutzung von Eigenkonstruktionen Aktionen gezeigt, die im fliegerischen Grenzbereich sowie am Rande physikalischer Möglichkeiten liegen. Andererseits gehen die Protagonisten teilweise bewusst kalkulierte Risiken einModellhubschrauber sind keine Spielzeuge. Am Rotorkopf können je nach Betriebsart und Modellausstattung bis zu 2400/min anliegen, so dass eine Fliehkraft erzeugt wird, die umgerechnet leicht 400 kg entsprechen kann. Entlädt sich diese Fliehkraft in Form eines Rotorblatttreffers an einem menschlichen Körperteil, sind schwere Verletzungen möglich. Es gibt Unfallschilderungen im Rahmen des Betriebes eines Modellhubschraubers, die schwere und sogar tödliche Verletzungen zur Folge haben –siehe beispielhaft http://www.20min.ch/panorama/news/story/Modell-Helikopter-toetet-seinen-Piloten-20044080 und leisten dabei zuweilen Pionierarbeit für bestimmte Flugmanöver.
HeliGraphix bringt mehrmals pro Jahr meist intensiv und längerfristig vorbereitete RC-Helikopterstuntfilme heraus, bislang wurden über 100 solcher Clips veröffentlicht. Mit Ausnahme der World Scenic Flights schlagen die Videos dabei oft einen komödiantischen Unterton an und werden dabei auch stets mit Kommentaren und Ansagen in englischer Sprache veröffentlicht, da HeliGraphix eine große Fangemeinde auch außerhalb des deutschsprachigen Raums hat. Zusätzlich veröffentlicht das Team wiederkehrend jedes Jahr einen traditionellen "Christmas-Fun"-Kurzfilm, in dem Helikopterstunts in einen Weihnachts- oder zumindest winterlichen oder wintersportlichen Bezug gestellt werden.siehe auch Webpräsenz HeliGraphix
Der überwiegende Teil aller Stunt-Produktionen wird dabei zunächst auf heimischen Flugplätzen vorgetestet und so weit entwickelt, bis er technisch annähernd ausgereift ist und ein Gelingen unter hinreichend guten Bedingungen auch andernorts möglich erscheint. Anschließend wird der oftmals internationale Drehort aufgesucht und der Stunt hier dann unter Realbedingungen durchgeführt, wobei entsprechende Erlaubnisse, sofern erforderlich, zuvor eingeholt wurden. Da die Bedingungen nicht immer optimal sind, ergeben sich im Rahmen letztendlich erfolgreicher Projekte gelegentlich auch sehenswerte Fehlschläge.
Die Aktionen von HeliGraphix werden dabei regelmäßig in weltweit erscheinenden Fachzeitschriften publiziertMedienliste über Webpräsenz von HeliGraphix abrufbar unter http://www.heligraphix.com/ARCHIV/report_Rotorartikel.htm; Rotor (Modellsport-Verlag GmbH, Baden-Baden) erscheint im gesamten deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich, Benelux, Schweiz), RC-Heli-Action (Wellhausen & Marquardt-Verlag, Hamburg) erscheint im gesamten deutschsprachigen Raum sowie Italien und Dänemark, Trucks & Details (Wellhausen & Marquardt-Verlag, Hamburg) erscheint im gesamten deutschsprachigen Raum, Modell-Aviator (Wellhausen & Marquardt-Verlag, Hamburg) erscheint im gesamten deutschsprachigen Raum, Cars & Details (Wellhausen & Marquardt-Verlag, Hamburg) erscheint im gesamten deutschsprachigen Raum; RC-RotorWorld (ADH Publishing, Totternhoe (Bedfordshire), Vereinigtes Königreich) erscheint im englischsprachigen Raum wie beispielhaft Vereinigtes Königreich, Irland, USA, Australien etc. aber auch in Asien (Singapur und Philippinen) und nachbereitet. Die Berichterstattung thematisiert dabei nicht nur die Aktionen und deren Schauwerte selber, sondern analysiert auch die (flug)physikalischen Besonderheiten im Rahmen der Stunts, so dass die besonderen Umstände und Schwierigkeiten der Flugmanöver herausgestellt werden. Darüber hinaus erregen die Aktionen auch außerhalb Europas viel Aufmerksamkeit und führten teilweise zu einem positiven Medienecho in den jeweiligen Ländern, in denen HeliGraphix seine Filmdrehs gerade durchführte.So berichtete Indiens und Nepals größte Tageszeitung Danik Bhaskar Hindi News (http://www.bhaskar.com/) vom 11. und 12. Oktober 2007 über Flugaktionen im Rahmen der World Scenic Flights rund um das Taj Mahal. In der Nachbereitung des Weltrekords, eine Person mit RC-Helikoptern zu befördern (HULC-Stunt), berichteten neben Pro Sieben auch der Discovery Channel Kanada ausführlich über die ungewöhnliche Flugaktion.
Referenzfilm World Scenic Flights
→ siehe Hauptartikel World Scenic Flights
Der Film „World Scenic Flights“ innerhalb der HeliGraphix-Reihe verfügt über keine Filmhandlung im konventionellen Sinne, sondern definiert sich durch auf den Hintergrund abgestimmte Kunstflugmanöver mit einem RC-Modellhubschrauber an Örtlichkeiten mit hohem Wiedererkennungswert, die eine kulturelle, nationale, bauwerkliche, geschichtliche oder landschaftliche Bedeutung haben.
Insgesamt wurde auf rund 30 Langstreckenflügen eine Reisedistanz von 150.000 km zurückgelegt, um die 33 Drehorte für die World Scenic Flights zu erreichen. Der resultierende Kurzfilm wurde auf mehreren internationalen Filmfestivals gezeigt und ist mit zwei Filmpreisen ausgezeichnet worden.
Weltrekord: Erster bemannter RC-Helikopterflug (HULC-Stunt) miniatur|links|Erfolgreicher Rekordversuch 2014 mit enormem Medienecho: HeliGraphix-Stuntfrau Oehmichen wird im "HULC-Stunt"HULC = Heavy Ultra Lifter Cranes von zwei RC-Helikoptern in der Luft gehalten Mit dem Referenzprojekt HULC (Heavy Ultra-Lifter Crane) siehe https://www.youtube.com/watch?v=77uK19KxMuI hat HeliGraphix ein Stück weit Luftfahrtgeschichte geschrieben und einen bislang einmaligen Weltrekord aufgestellt. Grundziel des Projektes war es, eine Person mit ferngelenkten Standard-Modellhelikoptern in die Luft zu befördern und für mehrere Sekunden in der Schwebe zu halten. Als günstigste Konfiguration erschien der Einsatz von genau zwei Maschinen, da mehr als zwei Flugmodelle ein schwer kalkulierbares Risiko in der Durchführung bedeutet hätten und die Flugkorridore für die einzelnen Maschinen zu beschränkt gewesen wären. Um nun mit lediglich zwei Maschinen eine Gesamtlast von ca. 60 kg befördern und zugleich möglichst Standard-Modellbauprodukte verwenden zu können, wurden gut vier Monate lang Entwicklungsarbeiten und Testflüge durchgeführt, gestützt auf theoretische Berechnungen. Als einzige sondergefertigte Komponente kam man schließlich mit einem auf den benötigten Arbeitspunkt hin optimierten Elektromotor einschließlich zugehöriger Regelelektronik aus. Dieses Equipment konnte eine konstante Leistung von 10 kW (14 PS) zur Verfügung stellen und wurde mit einer modellbautypisch eher unüblichen Spannung von ca. 70 Volt betrieben, die durch 16 in Serie geschaltete Lithium-Polymer-Akkus erzeugt wurde. Die Akkukapazität limitierte die Flugzeit auf maximal rund 50 Sekunden, was in etwa auch der Zeit entsprach, welche die an Ringen hängende Person ihr Eigengewicht zu halten vermochte. Während der Entwicklungsphase waren zunächst Tests im verkleinerten Maßstab durchgeführt worden, sprich mit kleineren Modellhelikoptern und geringeren Gewichten. Erst danach wurden die neu gebauten Maschinen zunehmend belastet und auf ihre Grenzen hin untersucht.
Schließlich führten Experimente mit ca. 30 kg Eisengewichten pro Maschinesiehe https://www.youtube.com/watch?v=A-PigXQWChs zum gewünschten Erfolg und waren an dieser Stelle schon ein Rekord, da es bislang mit einem RC-Helikopter der 700er-Klasse (ca. 1,60 Meter Rotordurchmesser und 6 kg Abfluggewicht) nicht gelungen war, derart schwere Lasten in die Luft zu befördern. Letztlich musste nur noch ein möglichst synchrones Fliegen einstudiert werden. Im Januar 2014 sollte der Stunt dann mehrfach glücken, so dass Stuntfrau Oehmichen als erste mit RC-Helikoptern durch die Luft beförderte Person schließlich Luftfahrtgeschichte schrieb. Das Gesamtgewicht, das die beiden Flugmodelle im Rahmen des Stunts zu ziehen hatten, betrug dabei etwa 56 kg.hierunter fallen das Körpergewicht von Stuntfrau Oehmichen, ihre Bekleidung, die Seile und Ringe sowie 3 Onboard-Kameras Bei späteren Flügen wurde auch eine männliche Person gehoben, deren Gewicht 60 kg betrugsiehe 2. HULC-Video mit 60 kg schwerer männlicher Person bei 04:31 Min. bei Youtube Die Aktion fand viel Beachtung und zog ein massives nationales und internationales Medienecho nach sich. So wurde die Aktion auf Welt.de und Stern.de in einem Kurzclip behandelt. Die Pro Sieben Sendung Taff berichtete im 90 Sekunden langen Tageszusammenschnitt vom Stunt. In 8 Fachzeitschriften, eine davon sogar aus Japan, wurde entsprechend berichtet. Der kanadische Discovery Channel-TV Sender berichtete in einem 6 Minuten langen Special über die Hintergründe und Entstehungsgeschichte des Stunts.
Da die Leistung der verwendeten RC-Helikopter so außergewöhnlich war, wurde die Echtheit des Fluges von etlichen Szenefliegern und manchen Fachleuten angezweifelt, die Fotos als Fotomontagen und das Video als Videotrick vermutet. Das umfangreiche Dokumentationsmaterial unter anderem in den Social-Media-Kanälen von HeliGraphixsiehe Facebook, google plus und youtube sowie die öffentliche Wiederholung der erbrachten Leistung, u. a. für ein Filmteam des Discovery Channels, belegten jedoch die Echtheit. Allein diese für Ende 2014 bis Mitte 2015 geplante Ausstrahlung erreicht nach Angaben von Discovery ca. 75 Millionen TV-Zuschauer.Der Discovery Channel wird in 155 Ländern in 33 Sprachen ausgestrahlt
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Organisation, Darsteller und Crew
Die HeliGraphix-Darsteller wie auch das Filmteam stammen allesamt aus der RC-Modellhubschrauberszene.
HeliGraphix spaltet sich intern in die Sparten HeliGraphix und HeliGraphix Media auf.