Dieser Artikel behandelt tagesbezogene Nachrichten und Ereignisse im Februar 2014.

Tagesgeschehen Samstag, 1. Februar 2014 Berlin/Deutschland: Bruno Ganz wird für sein Lebenswerk mit der Goldenen Kamera ausgezeichnet. Berlin/Deutschland: Eine Zentrale Dienstvorschrift der Bundeswehr zum äußerlichen Erscheinungsbild der Soldaten, die am 10. Januar 2014 von Generalinspekteur Volker Wieker erlassen wurde, tritt als Ersatz für den bisherigen „Haar- und Barttrachterlass für Soldaten“ innerhalb der Anzugsordnung für die Soldaten in der Bundeswehr in Kraft. Soldaten dürfen ihr Haar nun länger wachsen lassen als zuvor.Erscheinungsbild Soldaten (PDF) Washington, D.C./Vereinigte Staaten: Die Wirtschaftswissenschaftlerin Janet Yellen wird in ihr Amt als Präsidentin der US-amerikanischen Notenbank Federal Reserve vereidigt und tritt damit die Nachfolge von Ben Bernanke an.

Sonntag, 2. Februar 2014 Aleppo/Syrien: Bei Anschlägen mit Fassbomben sterben in Aleppo und Damaskus mindestens 83 Menschen. Bangkok/Thailand: Die Parlamentswahl in Thailand findet statt. Die amtierende Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra wurde dabei im Amt bestätigt. Die Opposition boykottierte die Wahlen. Belgrad/Serbien: Unwetter legen durch Schneefälle und anhaltende Regenfälle große Teile von Europa lahm. In weiten Teilen von Serbien und Italien wird gegen Hochwasser gekämpft, während die Alpenregion durch schwere Schneefälle beeinträchtigt wird. East Rutherford/Vereinigte Staaten: Im Super Bowl XLVIII gewinnen die Seattle Seahawks mit 43:8 über Denver Broncos ihren ersten Super-Bowl-Titel. Frankfurt am Main/Deutschland: Der 116 m hohe AfE-Turm der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main wird gesprengt. Khartum/Sudan: Die Regierung verbietet dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) die Arbeit. San José/Costa Rica: Die erste Runde der Präsidentschaftswahl in Costa Rica findet statt.

Montag, 3. Februar 2014 Berlin/Deutschland: Als Konsequenz aus der Veröffentlichung einer Steuerhinterziehung und der darauf folgenden öffentlichen Debatte tritt der Berliner Kulturstaatssekretär André Schmitz von seinem Amt zurück. Bereits Ende 2012 wurde das Steuerverfahren gegen Zahlung einer Geldbuße von 5.000 Euro eingestellt.Jan C. Wehmeyer, Peter Rossberg:

Dienstag, 4. Februar 2014 mini|150px|Logo der NSA Berlin/Deutschland: Nach Recherchen des Norddeutschen Rundfunks und der Süddeutschen Zeitung hat der US-amerikanische Auslandsgeheimdienst National Security Agency (NSA) offenbar auch ab 2002 das Mobiltelefon des früheren Bundeskanzlers Gerhard Schröder (SPD) abgehört. So soll der Anschluss des Bundeskanzlers nach unbestätigten Berichten auf einer National Sigint Requirement List der NSA gestanden haben, wegen seiner kritischen Haltung zum Irakkrieg und der Nichtteilnahme Deutschlands im Rahmen der Koalition der Willigen. Edinburgh/Vereinigtes Königreich: Das Schottische Parlament beschließt die Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Ehe. Im Gegensatz zum englisch-walisischen Teil des Königreichs gewähren die Abgeordneten den schottischen Religionsgemeinschaften das Recht, eine Trauung mit dem Verweis auf die Homosexualität der Antragsteller abzulehnen. In Nordirland wird es weiterhin keine gleichgeschlechtlichen Ehen geben. San Francisco/Vereinigte Staaten: Die US-Unternehmen Facebook, Google, Microsoft und Yahoo geben erstmals Statistiken zur Abfrage von Kundendaten durch die US-Geheimdienste bekannt. Gemäß dem Foreign Intelligence Surveillance Act (FISA) wurden im ersten Halbjahr 2013 für alle vier Unternehmen offiziell insgesamt zwischen 59.000 und 63.000 Nutzerdaten von US-Staatsbürgern an die Geheimdienste weitergeleitet. Straßburg/Frankreich: Das Europäische Parlament beschließt mit 640 Stimmen bei 18 Gegenstimmen und 22 Enthaltungen eine neue Richtlinie für grenzüberschreitende Lizenzen für Online-Musikdienste. Ab 2016 sollte es möglich sein, dass Online-Musikdienste in der EU Lizenzen von Verwertungsgesellschaften erhalten, die die Rechte der Autoren grenzüberschreitend vertreten, und damit Verhandlungen über die jeweilige Nutzung einzelner Lizenzen in einem EU-Land entfallen. Die Künstler können dann wiederum frei entscheiden, von welcher Verwertungsgesellschaft eines Landes sie sich im EU-Binnenmarkt vertreten lassen wollen. Tripolis/Libyen: Der libysche Außenminister Mohammed Abdel Asis gibt die Vernichtung der letzten Bestände des Kampfstoffes Senfgas bekannt. Dabei verweist er in Gegenwart des Generaldirektors der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW), Ahmet Üzümcü, auf die Hilfe der internationalen Gemeinschaft sowie die technische und logistische Unterstützung durch Kanada, Deutschland und die USA. Unter Muammar al-Gaddafi hatte Libyen 2004 den Besitz von 25 Tonnen Senfgas sowie 1400 Tonnen an Chemikalien zur Kampfstoffproduktion bestätigt. Tuzla/Bosnien-Herzegowina: In Tuzla beginnen die Proteste, welche über das ganze Land sich ausbreiten, sieh Proteste in Bosnien und Herzegowina 2014.

Mittwoch, 5. Februar 2014 Ankara/Türkei: Das türkische Parlament beschließt, die Zensur im Internet in der Türkei gesetzlich zu verschärfen. Zukünftig können Behörden Internetseiten ohne Gerichtsbeschluss sperren. Außerdem sollen die Behörden das Recht bekommen, das Surfverhalten von Internetnutzern aufzuzeichnen und zwei Jahre lang zu speichern, ohne die Betroffenen darüber zu informieren. abgerufen am 6. Februar 2014. Biarritz/Frankreich: Eine Sturmflut beschädigt an der europäischen Atlantikküste zahlreiche Orte. In Biarritz strandet der spanische Frachter Luno an einer Mole und zerbricht in zwei Teile. Salzburg/Österreich: Bei einer Razzia im Haus des Kunstsammlers Cornelius Gurlitt in Salzburg-Aigen entdecken die Ermittler mehr als 60 wertvolle Kunstwerke der Künstler Claude Monet, Pierre-Auguste Renoir und Pablo Picasso.Bayerischer Rundfunk: vom 11. Februar 2013 Sotschi/Russland: Nach gut 65.000 Kilometern trifft die olympische Fackel für die am Freitag beginnenden Olympischen Winterspiele ein, bei der sie an vielen Stationen wie der Antarktis und der ISS (Internationalen Raumstation) im Weltraum vorbeikam. Washington, D.C./Vereinigte Staaten: Ein Gespräch zwischen der Assistant Secretary of State Victoria Nuland mit dem US-Botschafter für die Ukraine Geoffrey R. Pyatt wird abgehört und auf dem Internet-Videoportal YouTube veröffentlicht, in dem es um Lösungsansätze zur Beilegung der Krise in Ukraine (Euromaidan) ging. Darin sagt Nuland „Weißt du, scheiß auf die EU“ („Fuck the EU“), woraufhin Pyatt erwidert: „Oh, das sowieso …“ („Oh, exactly, and I think we've got to do something …“)Alan Cullison, Adam Entous: U.S. Blames Russia for Leaking Profane Call. In: Wall Street Journal, 6. Februar 2014 (englisch). Das US-Außenministerium erklärt, Nuland hätte sich bei ihren Kollegen in der Europäischen Union entschuldigt.Christoph Sydow: US-Diplomatin entschuldigt sich für "Fuck the EU" In: Spiegel Online, 7. Februar 2014. Woonsocket/Vereinigte Staaten: Die landesweit präsente US-amerikanische Drogeriekette CVS Caremark gibt bekannt, in allen 7600 Filialen bis Oktober 2014 den Verkauf von Zigaretten und anderen Tabakprodukten einzustellen. CVS Caremark rechnet mit Umsatzeinbußen von rund zwei Milliarden US-Dollar. Der CEO Larry Merlo begründet diesen Schritt mit den Vorsätzen des Unternehmens.

Donnerstag, 6. Februar 2014 Berlin/Deutschland: Mit dem Film Grand Budapest Hotel von Regisseur Wes Anderson werden die 64. Internationalen Filmfestspiele Berlin eröffnet. Berlin/Deutschland: Der Bundesschatzmeister der CDU und ehemalige Finanzminister in NRW, Helmut Linssen, kündigt zum April 2014 seinen Rücktritt an. Als Grund gibt er hierfür die in den Medien genannten Vorwürfe der Steuerhinterziehung zu Finanzanlagen von rund 800.000 Euro in den Steueroasen Bahamas und Panama an, die er nach eigenen Angaben im Auftrag seiner Mutter ab 1997 tätigte. Ceuta/Spanien: Bei einem Massenansturm afrikanischer Flüchtlinge auf die spanische Nordafrika-Exklave Ceuta sind mehrere Afrikaner ins Meer gesprungen und etwa zehn Menschen ertrunken. Sarajevo/Bosnien und Herzegowina: Demonstrationen tausender Bosnier in mehreren Städten, die durch die schlechte Wirtschaftslage und hohe Arbeitslosigkeit ausgelöst worden waren, schlagen in Gewalt um. Dabei werden 104 Polizisten und 30 Demonstranten verletzt. In der Hauptstadt wird das Präsidentschaftsgebäude und das Gebäude der Regionalregierung in Brand gesetzt, in Tuzla der Sitz der Regionalverwaltung gestürmt und Feuer gelegt.

Freitag, 7. Februar 2014 150px|mini|Olympischer Park der Winterspiele 2014 Istanbul/Türkei: Eine F-16 der türkischen Luftwaffe fängt einen Airbus A320 der Pegasus Airlines mit 110 Passagieren auf dem Flug von Charkiw (Ukraine) nach Istanbul ab, nachdem der Pilot Alarm ausgelöst hat. Ein ukrainischer Passagier hat gedroht, eine Bombe zu zünden, sollte das Flugzeug nicht Kurs auf die russische Olympiastadt Sotschi nehmen. Nach der Landung in Istanbul überwältigen Sicherheitskräfte den mutmaßlichen Luftpiraten, der nach Angaben des ukrainischen Sicherheitsdienstes betrunken ist. Seedorf/Deutschland: In dem militärischen Sicherheitsbereich des Fallschirmjägerbataillons 373 der Bundeswehr sind durch einen aufgeschnittenen Zaun insgesamt 10 von 24 kleineren Munitions-Bunkern aufgebrochen worden. Nach einer Inventur wurde festgestellt, dass mehrere Holzkisten mit rund 28.000 Schuss Munition für das Sturmgewehr HK G36 und für die Pistole HK P8 fehlen. Sotschi/Russland: Wladimir Putin eröffnet offiziell die XXII. Olympischen Winterspiele.

Samstag, 8. Februar 2014 Kabul/Afghanistan: Die Unterstützungsmission der Vereinten Nationen in Afghanistan (UNAMA) gibt eine Erhöhung der zivilen Opferzahlen um 14 Prozent bekannt. Demnach sind 2013 in Afghanistan insgesamt 2.959 Zivilisten getötet und 5.656 verletzt worden.http://www.tageblatt.lu/nachrichten/story/11135745 Teheran/Iran: Der iranische Admiral Afshin Rezayee Haddad gibt bekannt, dass der vom Marinestützpunkt Bandar Abbas am 21. Januar 2014 entsendete kleine Flottenverband (29. Flotte), geführt durch den Zerstörer I.R.I.S Sabalan (73) (Alvand-Klasse) über Südafrika zum Atlantischen Ozean in den nächsten Wochen erstmals bis zur Seegrenze der USA beordert wird. Iran bezeichnet dies als symbolischen Akt gegenüber der am Persischen Golf stationierten 5. US-Flotte.http://www.foxnews.com/us/2014/02/08/iran-sending-warships-close-to-us-borders/

Sonntag, 9. Februar 2014 Bern/Schweiz: Bei der Volksabstimmung über die Volksinitiative „Gegen Masseneinwanderung“ spricht sich die Bevölkerung für die Initiative der nationalkonservativ bis rechtspopulistischen Schweizerischen Volkspartei (SVP) aus. Nach der Annahme sind Auswirkungen auf die bilateralen Verträge zwischen der Schweiz und der Europäischen Union zu erwarten.Neue Zürcher Zeitung: Die Überraschung ist perfekt vom 9. Februar 2014 Homs/Syrien: Nach der Einigung der syrischen Bürgerkriegsparteien auf eine humanitäre Waffenruhe erreichen die ersten Hilfslieferungen des Roten Halbmond in Zusammenarbeit mit dem UNHCR die seit rund zwei Jahren belagerte Stadt. Kopenhagen/Dänemark: Der wissenschaftliche Direktor des Zoos Kopenhagen, Bengt Holst, lässt wegen der Gefahr der Inzucht den 18 Monate alten Giraffenbullen „Marius“ mit einem Bolzenschussgerät töten und später an die Löwen verfüttern. Holst handelte dabei gemäß den Regeln der Europäischen Zoo- und Aquarienvereinigung (EAZA) und weil kein anderer Zoo das Tier aufnehmen wollte. Laut Informationen gab es zwar einen Privatinteressenten, der den Giraffenbullen für 500.000 € kaufen wollte und auch ein Zoo bat sich an, Marius bei sich aufzunehmen, doch die Angebote wurden abgelehnt.Spiegel Online: Zoo Kopenhagen tötet gesunde Giraffe vom 9. Februar 2014