Die Kirche St. Lambertus hat ihren Standort im Ortsteil Dremmen in der Stadt Heinsberg in Nordrhein-Westfalen. Sie steht als Baudenkmal unter Denkmalschutz.Denkmalliste Heinsberg Nr. 11, Eintrag: 16. Januar 1984
Lage Die dreischiffige Kirche ist der Mittelpunkt des Ortes. Sie steht in Dremmen an der Lambertusstraße. An der Südwestseite der Kirche befindet sich die Gedenkstätte der in den Kriegen gefallenen und vermissten Soldaten.
Geschichte Eine im 9. Jahrhundert zerstörte Holzkirche wurde im 11./12. Jahrhundert von einer Saalkirche in Stein mit einem Rechteckchor ersetzt. Im 13. Jahrhundert wurde die Kirche mit Seitenschiffe erweitert. Der Westturm und ein gotischer Chor wurde um 1500 erbaut. 1716 brannte die Kirche vollständig aus und wurde 1721 wieder aufgebaut. Wegen Baufälligkeit wurde 1827 der Baumeister Johann Peter Cremer mit der Planung eines Kirchenneubaus betraut. Der alte Kirchturm wurde in die neue Kirche einbezogen. Am 17. September 1835 war die Benedikation, die feierliche Weihe am 7. Mai 1852. Kriegsschäden aus 1945 wurden bis 1949 behoben. Eine Renovierung unter der Leitung von Leo Hugot aus Aachen wurde 1981/82 durchgeführt. Am 12. September 1982 wurde der neue Altar eingeweiht.
St. Lambertus gehört seit 2025 zum Pastoralen Raum Heinsberg im Bistum Aachen.
Architektur Die Kirche ist ein dreischiffiger, basilikaler Backsteinbau mit einem Triumphbogen und einem gerade geschlossenen Chor. Das Hauptschiff ziert eine Kassettendecke, der Chor wird von einem Tonnengewölbe überdeckt. Der fünfgeschossige, eingezogene Turm trägt einen achtseitigen, in der Mitte gebrochenen Helm mit einem Wetterhahn. Das Obergeschoss und der Helm stammen aus dem 18. Jahrhundert. An der Südseite des Turms befindet sich ein sechsseitiges Treppentürmchen.
Ausstattung Das Gehäuse der Orgel mit 24 Registern mit elektropneumatischer Traktur stammt aus dem Jahre 1836 und beherbergte seinerzeit eine Orgel der Orgelbauwerkstatt Gebrüder Müller aus Reifferscheid mit 36 Registern. Die heutige Orgel stammt aus der Nachkriegszeit und entstammt der Orgelbauanstalt Karl Bach aus Aachen. Die fünf Glocken aus dem Jahre 1953 mit den Schlagtönen b°, c′, es′, f′, g′ stellen das größte Euphongeläute im Bistum Aachen dar. Im Erdgeschoss des Kirchturms befindet sich eine weitere, nicht mehr läutbare Glocke aus 1763.. Am Kirchturm ist eine Turmuhr eingebaut.Turmuhr nach Restaurierung völlig intakt. Die Kirche besitzt eine Buntverglasung.Heinsberg-Dremmen, Kath. Kirche St. Lambertus. auf der Webseite der Stiftung Forschungsstelle Glasmalerei des 20. Jh. e. V. Altar aus Bronzeornamenten, Sakramentsaltar.
Literatur Bischöfliches Generalvikariat Aachen (Hrsg.): Handbuch des Bistums Aachen. B. Kühlen Verlag, Mönchengladbach, 3. Ausgabe 1994, ISBN 3-87448-172-7. Paul Clemen: Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz. Band 8, 1904. Heimatkalender des Selfkantkreis 1970 Zur Baugeschichte der Kirche St. Lambertus zu Dremmen, von W. Pieper u. P.J. Tholen, Seite 67.
Weblinks
Webseite der Pfarre St. Lambertus Dremmen Denkmaleintrag der Kirche St. Lambertus St. Lambertus in der Gdg Heinsberg-Oberbruch Glockengeläut der Kirche St. Lambertus Die Gemeinschaft von Gemeinden Heinsberg-Oberbruch
Presseberichte Vor 250 Jahren hat zum ersten Mal die Katharinenglocke geläutet (AZ vom 17. Februar 2013) Glocken sind wahre Kunstwerke (Kirchenzeitung 9/2013)
Einzelnachweise
Kategorie:Kirchengebäude in Heinsberg Kategorie:Erbaut in den 1830er Jahren Kategorie:Lambertuskirche Kategorie:Pfarrkirche des Bistums Aachen Kategorie:Baudenkmal in Heinsberg Kategorie:Backsteinkirche Kategorie:Basilika (Bautyp) Kategorie:Klassizistische Kirche Kategorie:Klassizistisches Bauwerk in Nordrhein-Westfalen Kategorie:Pastoraler Raum Heinsberg