Günther Volker (* 12. Januar 1924 in Celle; † 4. März 1999 ebenda) war ein deutscher Sportfunktionär.
Leben Volker beantragte am 31. Juli 1942 die Aufnahme in die NSDAP und wurde zum 1. September desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 9.110.472).Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/46200632 Er war Zahnarzt in Celle und von 1983 bis 1996 Präsident des Landessportbundes Niedersachsen, nachdem er zuvor bereits von 1975 bis 1983 Stellvertretender Vorsitzender und Vorsitzender des Bezirkssportbundes gewesen war.
Er machte sich besonders um die Integration von Sportlern mit Behinderungen verdient. Seit 2002 vergibt der Landessportbund den Günther-Volker-Preis in Anlehnung an die große Bedeutung, die Volker der rehabilitativen und integrativen Kraft des Sports zumaß. Volker gehörte seit der Gründung auch dem Vorstand des Niedersächsischen Instituts für Sportgeschichte an, da er auch in der Dokumentation und Aufarbeitung der Traditionen des Sports ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal der Sportvereine und -verbände sah, von denen eine integrative Wirkung ausgehe.
1996 wurde Volker posthum mit dem Großen Verdienstkreuz des Niedersächsischen Verdienstordens ausgezeichnet. Die Stadt Celle ehrte sein Andenken durch die Benennung des Sportstadions als Günther-Volker-Stadion.
Literatur Jürgen Zander (2000). Günther Volker (12. Januar 1924 – 4. März 1999), in: Arnd Krüger & Bernd Wedemeyer-Kolwe (Hrsg.): ‚‘Aus Biographien Sportgeschichte lernen. Festschrift zum 90. Geburtstag von Prof. Dr. Wilhelm Henze‘‘. (Schriftenreihe des Niedersächsischen Instituts für Sportgeschichte Bd. 14). Hoya: NISH, S. 294–302, ISBN 3-932423-07-0.
Weblinks Straßennamen in Celle und personelle Verbindungen mit dem Nationalsozialismus
Einzelnachweise
Kategorie:Sportfunktionär (Deutschland) Kategorie:Zahnarzt Kategorie:Träger des Großen Verdienstkreuzes des Niedersächsischen Verdienstordens Kategorie:Person (Celle) Kategorie:NSDAP-Mitglied Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1924 Kategorie:Gestorben 1999 Kategorie:Mann