Die Übersicht der Lenindenkmale in der Ukraine umfasst Lenindenkmale auf öffentlichen Plätzen in der Ukraine. Einfache Gedenktafeln sind nicht aufgenommen. Außerhalb der von Russland völkerrechtswidrig annektierten Gebiete in der Süd- und Ostukraine und der Krim wurden die Denkmale im Rahmen der Aufarbeitung der kommunistischen Gewaltherrschaft (Dekommunisierung in der Ukraine) demontiert.

mini|hochkant=1.2|Sturz des Lenindenkmals in Kramatorsk im April 2015

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Abbau In der Ukraine gab es um 1990 über 5500 Lenindenkmäler. Bereits kurz nach der Unabhängigkeit des Landes wurden in den Jahren von 1991 bis 1993 zirka 2000 Lenindenkmäler in der Westukraine entfernt, wobei das von Lwiw als das erste beseitigte der Ukraine und das zweite beseitigte der Nachfolgestaaten der Sowjetunion gilt. Bis zum Jahr 2010 verschwanden mehr als 1200 weitere Lenindenkmäler in der Zentralukraine. Katarina Juschtschenko, die Ehefrau des damaligen Präsidenten der Ukraine, rief im Rahmen der Zweiten Ökumenischen Woche in der Ukrainischen Katholischen Universität am 6. Oktober 2009 dazu auf, alle Lenindenkmale zu beseitigen. Das war aus ihrer Sicht eine Konsequenz daraus, dass in der Sowjetära viele ukrainische Kirchen zerstört wurden. „Kultur und Glauben der Ukrainer“ seien „verformt“ und seien nun „renovierungsbedürftig“.Western Information Agency: First Lady calls to pull down monuments to Lenin in Ukraine, Kyiv Post, 7. Oktober 2009; abgerufen am 21. Januar 2014. Vor der Euromaidan-Revolution gab es landesweit noch fast 2500 Lenin-Monumente im Land. Während der Revolution des Euromaidan wurden zahlreiche Lenindenkmäler gestürzt oder beschädigt.Machtwechsel in der Ukraine. Hier stürzen die Lenin-Statuen, Der Stern, 23. Februar 2014. (russisch; deutsch: „Lenin-Denkmal in Dnipropetrowsk wurde in 6 Stunden abgerissen“), abgerufen am 24. Februar 2014. Im Jahr 2014 wurden mehr als 500 Denkmäler gestürzt, während der Restbestand auf eine Zahl von 1700 geschätzt wurde. Die Leninopad („Leninsturz“) genannte Aktion ließ im Herbst 2014 nach, weshalb staatliche Maßnahmen gefordert wurden. Im Mai 2015 verabschiedete die ukrainische Regierung ein Gesetz zur Dekommunisierung in der Ukraine, nach dem sämtliche Referenzen an die Sowjetunion aus der Öffentlichkeit entfernt werden sollen. Dies schließt Orts-, Straßen- und Fabriknamen und Denkmäler ein. In den Jahren 2015 und 2016 wurden daher wiederum rund 1320 Lenindenkmäler beseitigt, im Oktober 2017 waren fast alle abgebaut.

Überreste Ein ukrainischer Taucher hat in einer Tiefe von 13 Metern vor der Halbinsel Tarchankut Statuen von Lenin und von etwa 50 anderen sozialistischen Persönlichkeiten als Allee der Führer platziert.Lenindenkmäler: Vom Sockel auf den Müll, MDR, 25. Juni 2020, abgerufen am 14. Dezember 2022. Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine 2022 wurden in den von Russland annektierten Gebieten im Rahmen einer gewaltsamen Russifizierung Lenindenkmäler wiederaufgestellt, etwa in Nowa Kachowka, Henitschesk oder in Melitopol.

Lenindenkmale Die Liste ist alphabetisch nach ihren Ortsnamen vorsortiert, sie kann nach Städten, Aufstelljahren und den zuerst genannten Bildhauern sortiert werden.

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