mini|Generalmajor Helmuth Schlömer (1943) Helmuth Schlömer (* 30. Mai 1893 in Hausberge an der Weser bei Minden; † 18. August 1995 in Porta Westfalica-Hausberge)Jürgen Langenkämper: Paulus´ letzter General stammte aus Hausberge, in: Mindener Tageblatt, 30. Mai 2018, S. 17 war ein deutscher Offizier, zuletzt Generalleutnant im Zweiten Weltkrieg.
Leben Schlömer trat 1913 dem Militär bei und diente als Offizier im Ersten Weltkrieg. Nach dem Krieg wurde er in die Reichswehr übernommen und diente in verschiedenen Einheiten. 1935 wirkte er als Lehrer in der Kriegsschule München.Torsten Diedrich: Paulus. Das Trauma von Stalingrad. Eine Biographie. Schöningh, Paderborn 2008, ISBN 978-3-506-76403-4, S. 572. Er führte im Zweiten Weltkrieg als Kommandeur die 3. Infanterie-Division (mot.).
Später leitete Schlömer als Kommandierender General das XIV. Panzerkorps, das als Einheit der 6. Armee an der Schlacht von Stalingrad teilnahm. Bei einem letzten Besuch in Berlin im November 1942 wollte er Hitler von einem Ausbruch aus Stalingrad überzeugen, wurde aber nicht vorgelassen. Da Generaloberst Friedrich Paulus sich als Kommandant der 6. Armee an den Durchhaltebefehl Hitlers gebunden fühlte und die Gesamtkapitulation verweigerte, kapitulierte Generalleutnant Schlömer am 29. Januar 1943 als erster der Kommandeure mit dem Reststab seines Panzerkorps und ging in sowjetische Kriegsgefangenschaft.Gerd R. Ueberschär: Stalingrad – eine Schlacht des Zweiten Weltkrieges. In: Wolfram Wette, Gerd R. Ueberschär (Hrsg.): Stalingrad. Mythos und Wirklichkeit einer Schlacht. 2. Auflage. Fischer Taschenbuch 19511, Frankfurt am Main 2012, ISBN 978-3-596-19511-4, S. 18–42, hier S. 37.Samuel W. Mitcham Jr: The Panzer Legions. A guide to the German Army Tank Divisions of WWII and Their Commanders. Stackpole Military History, Mechanicsburg, PA, 2007, ISBN 978-0-8117-3353-3, S. 263.
Schlömer war einer von fünfzig Generälen, die am 8. Dezember 1944 in dem Aufruf „An Volk und Wehrmacht“ zur Beendigung des Krieges und der Gewaltherrschaft Hitlers aufriefen.Gottfried Hamacher: Gegen Hitler. Deutsche in der Résistance, in den Streitkräften der Antihitlerkoalition und der Bewegung „Freies Deutschland“. Kurzbiografien. Karl Dietz, Berlin 2005, ISBN 3-320-02941-X, S. 182. 1949 wurde er aus der Gefangenschaft entlassen.
Auszeichnungen Eisernes Kreuz (1914) II. und I. Klasse Verwundetenabzeichen (1918) in Silber Spange zum Eisernen Kreuz II. und I. Klasse (1939) Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes mit EichenlaubVeit Scherzer: Ritterkreuzträger 1939–1945. Die Inhaber des Eisernen Kreuzes von Heer, Luftwaffe, Kriegsmarine, Waffen-SS, Volkssturm sowie mit Deutschland verbündete Streitkräfte nach den Unterlagen des Bundesarchivs. 2. Auflage. Scherzers Militaer-Verlag, Ranis/Jena 2007, ISBN 978-3-938845-17-2. Ritterkreuz am 2. Oktober 1941 Eichenlaub am 22. Dezember 1942 (161. Verleihung)
Einzelnachweise
Kategorie:Generalleutnant (Heer der Wehrmacht) Kategorie:Kommandeur einer Infanterie-Division (Heer der Wehrmacht) Kategorie:Kommandierender General des XIV. Panzerkorps (Heer der Wehrmacht) Kategorie:Freikorps-Mitglied Kategorie:Major (Reichswehr) Kategorie:Träger des Eisernen Kreuzes I. Klasse Kategorie:Träger des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes mit Eichenlaub Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich) Kategorie:Person im Zweiten Weltkrieg (Deutsches Reich) Kategorie:Person (Nationalkomitee Freies Deutschland) Kategorie:Person (Minden) Kategorie:Hundertjähriger Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1893 Kategorie:Gestorben 1995 Kategorie:Mann