Die Kirche St. Lambertus hat ihren Standort im Ortsteil Randerath in der Stadt Heinsberg in Nordrhein-Westfalen. Sie steht als Baudenkmal unter Denkmalschutz.Denkmalliste Heinsberg Nr. 54, Eintrag: 30. Januar 1984

Lage Die dreischiffige Kirche ist der Mittelpunkt des Ortes. Sie steht in Randerath an der Feldstraße direkt am Marktplatz und in Nachbarschaft der Burg Randerath. An der Ostseite der Kirche befindet sich die Gedenkstätte der in den Kriegen gefallenen und vermissten Soldaten.

Geschichte Die Kirche aus dem 15. Jahrhundert brannte 1670 ab. 1885 gründete man einen Bauverein und beauftragte den Architekten Lambert von Fisenne mit der Planung zur Wiederherstellung der dreischiffigen Kirche. 1893 begann man mit den Neubau nach den Plänen des Architekten. Am 28. November 1895 konnte die neue Kirche benediziert werden. Im Zweiten Weltkrieg wurde im Januar 1945 die Kirche gesprengt. 1949 baute man nach den Plänen von Fritz van Well aus Aachen eine neue Kirche. Am 19. März 1950 wurde sie geweiht. 1964 wurde der Altarraum nach Plan von Josef Höttges aus Mönchengladbach umgebaut und am 16. August 1964 der neue Altar von Erzbischof Joseph Attipetty, Verapoly, Indien eingeweiht. 1980/83 wurde die Kirche unter der Leitung von Architekt Lennartz aus Erkelenz renoviert.

St. Lambertus gehört seit 2025 zum Pastoralen Raum Heinsberg im Bistum Aachen.

Architektur Die Kirche ist ein Backsteinbau mit drei polygonalen Apsiden der früheren dreischiffigen Kirche. Die Kirche besitzt fünf Fensterachsen. Ein vorgebauter ungegliederter Westturm wird von einem zurücktretenden vierseitigen Helm bedeckt. Das Kirchen- und Turmdach ist mit Schiefer beschlagen. An der Nordseite steht ein Missionskreuz von 1728 unter einem Schutzdach und in einer Mauernische ein Steinkreuz.

Ausstattung Die Orgel mit 16 Registern, mit mechanischer und elektrischer Traktur aus dem Jahre 1980 wurde vom Unternehmen Johannes Klais Orgelbau aus Bonn gebaut. Am Kirchturm ist eine Turmuhr eingebaut. Die Kirche besitzt künstlerisch gestaltete Glasfenster, teilweise aus dem Jahr 1992.Heinsberg-Randerath, Kath. Kirche St. Lambertus. auf der Webseite der Stiftung Forschungsstelle Glasmalerei des 20. Jh. e. V. Altar aus Blaustein.

Glocken Im Kirchturm befinden sich drei Kirchenglocken. Die größte aus Bronze wurde 1680 von Johannes Bourlet gegossen. Bei einem Durchmesser von 1110 mm wiegt sie 820 kg; ihr Schlagton ist g′. Die beiden anderen sind Glocken aus Gussstahl, die 1958 vom Bochumer Verein gegossen wurden.

Galerie

Literatur Bischöfliches Generalvikariat Aachen (Hrsg.): Handbuch des Bistums Aachen, B. Kühlen Verlag, Mönchengladbach, 3. Ausgabe 1994, ISBN 3-87448-172-7. Paul Clemen: Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz. Band 8, 1904. Heimatkalender des Selfkantkreis 1955: Aus der Geschichte des St. Catharinen-Altars in Randerath, von Werner Reinartz, Seite 71.

Weblinks

Denkmaleintrag der Kirche St. Lambertus St. Lambertus in der Gdg Heinsberg-Oberbruch Glockengeläut der Kirche St. Lambertus Die Gemeinschaft von Gemeinden Heinsberg-Oberbruch Lebendige Geschichte: 175 Jahre Cäcilien-Chor St. Lambertus 175-jähriges Bestehen: St. Lambertus Randerath feiert.

Einzelnachweise

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