Ute Mahler (* 29. Oktober 1949 in Berka bei Sondershausen, Thüringen) ist eine deutsche Fotografin und Hochschullehrerin für Fotografie. mini|Werner Mahler, Ute Mahler, Jenny Erpenbeck 2025 in Tübingen
Biographie Ludwig Schirmer, der Vater von Ute Mahler, war gelernter Müllermeister, später jedoch zunächst als Nebentätigkeit und dann hauptberuflich in Ostberlin erfolgreich als Werbefotograf tätig.Interview mit Ute Mahler auf der Website des Goethe-Instituts, abgerufen am 18. Januar 2014 Nach ihrem Abitur und einem Volontariat bei der DEWAG studierte Ute Mahler von 1969 bis 1974 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig Fotografie. Seit 1975 ist sie als selbständige Fotografin tätig. Sie war bis 1990 Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR. Sie arbeitete u. a. für die Zeitschriften Sibylle und Für Dich, nach der deutschen Wiedervereinigung auch für den Stern.
1990 war sie eine der Gründerinnen der Agentur Ostkreuz. Sie hatte einen Lehrauftrag an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Von 2000 bis 2015 lehrte sie als Professorin für Fotografie an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg.
Fotografien von Ute Mahler sind in renommierten Sammlungen vertreten, u. a. in der Berlinischen Galerie, Sammlung F. C. Gundlach, im Deutschen Historischen Museum Berlin, in der Sammlung Fotografie der Staatlichen Galerie Moritzburg und den Brandenburgischen Kunstsammlungen Cottbus.
Ute Mahler ist mit dem Fotografen Werner Mahler verheiratet, das Paar lebt in Lehnitz bei Oranienburg (Brandenburg).
Ute Mahler zählt gemeinsam mit ihrem Mann Werner Mahler „zu den stilprägendsten Vertretern der ostdeutschen Fotografie“. Heute wie damals in der DDR hätten sie „ihre humanistische Sicht auf die Welt in unterschiedlichen, intensiven Fotoprojekten realisiert“. Sie seien „zwei herausragende deutsche Fotografen, die zur DDR-Zeit wie heute ihre eigene und unangepasste Sicht auf die Welt in unterschiedlichen, intensiven Fotoprojekten realisieren“, sagte DGPh-Vorsitzender Michael Biedowicz anlässlich der Preisverleihung mit dem Kulturpreis, der höchsten Auszeichnung der Deutschen Gesellschaft für Photographie.
Stil
Ehrungen
1977: Goldmedaille der internationalen Ausstellung Interpressfoto in Moskau 1979: Hauptpreis der photokina in Köln für FotografieEva Munz: Ute Mahler: Weisses Wasser – About. Galerie für Moderne Fotografie Berlin, abgerufen am 15. Januar 2014. 2011: Lotto Brandenburg Kunstpreis Fotografie für Monalisen der Vorstädte: Fotografien von Ute und Werner Mahler (gemeinsam mit ihrem Ehemann) Bronzemedaille von World Press Photo in AmsterdamAnmerkung: Jahr nicht bekannt. 2023: Kulturpreis der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) (gemeinsam mit ihrem Ehemann) 2024: Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland (gemeinsam mit ihrem Ehemann)
Außerdem war Ute Mahler Mitglied der Jury des Vonovia Award für Fotografie 2018.
Publikationen mit Fotografien Ute Mahlers (unvollständig) Monalisen der Vorstädte: Fotografien von Ute und Werner Mahler. Verlag Meier und Müller, Berlin 2013, ISBN 978-3-00-035371-0 (deutsch, englisch). Zusammenleben. Text von Sibylle Berg. Hatje Cantz, Ostfildern 2014, ISBN 978-3-7757-3822-4. Kleinstadt. Fotografien von Ute und Werner Mahler. Hartmann Projects Verlag, Stuttgart 2018, ISBN 978-3-96070-029-6. mit Werner Mahler und Ludwig Schirmer: Ein Dorf: 1950–2022. Hartmann Books, Stuttgart 2024, ISBN 978-3-96070-100-2 (deutsch, englisch).Zeigen, was ist. Ein Gespräch mit der Fotografin und Herausgeberin Ute Mahler über das ungewöhnliche Fotobuch „Ein Dorf“. In: Fotogeschichte. Band 74 (2024), Heft 174, , S. 57–65 Online abrufbar.
Ausstellungen (unvollständig)
Teilnahme an zentralen und wichtigen regionalen Ausstellungen in der DDR 1982/1983 und 1977/1988: Dresden, IX. und X. Kunstausstellung der DDR 1982 und 1986: Berlin, Bezirkskunstausstellungen 1984: Berlin, Altes Museum („Junge Künstler der DDR“) 1984: Berlin, Altes Museum („Alltag und Epoche. Werke bildender Kunst der DDR aus fünfunddreißig Jahren“) 1985: Berlin, Nationalgalerie („Auf gemeinsamen Wegen. Kunstausstellung zum 40. Jahrestag des Sieges über den Hitlerfaschismus und der Befreiung des deutschen Volkes“)
Ausstellungen seit der deutschen Wiedervereinigung (mutmaßlich unvollständig) 2008: Eisenach, Galerie Ulrich Kneise („Spurensuche“) 2011: Halle an der Saale, Burg Giebichenstein („Das Geheimnis bleibt, Modefotografie von Ute Mahler und Schülern“) 2013: Obermarchtal, Galerie im Kloster („Monalisen der Vorstädte – Fotografien von Ute und Werner Mahler“)Mona Lisa in der Vorstadt. In: FAZ. 21. November 2013, S. R4. 2014: Hamburg, Deichtorhallen, Haus der Photographie („Ute Mahler und Werner Mahler – Werkschau“)Ankündigung auf www.deichtorhallen.de, abgerufen am 16. Januar 2014 2024: Erfurt, Kunsthalle Erfurt („Ute Mahler, Werner Mahler & Ludwig Schirmer. An seltsamen Tagen über Flüsse in die Städte und Dörfer bis ans Ende der Welt“) 2025: Berlin, Galerie Springer („Farbenrausch. Ute Mahler, Werner Mahler, Ludwig Schirmer“) 2025: Berlin, Akademie der Künste am Hanseatenweg („Ein Dorf 1950–1922 Ute Mahler, Werner Mahler, Ludwig Schirmer“) 2026: Berlin, Galerie Pankow („Ute Mahler. Derselbe Himmel – Modefotografie“)
Literatur Mahler, Ute. In: Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 565.
Weblinks
Website von Ute Mahler bei Ostkreuz Fotoserien von Ute Mahler bei Ostkreuz
Einzelnachweise
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