mini|Politische Karte der Ken/PräfekturShi/Kreisfreie Städte in rosa, Chō/Städte in gelb, Mura/Dörfer in türkis mini|Physische Karte der Präfektur Kōchi (, , deutsch unter anderem Arrondissement Kochi, Provinz Kochi, Region Kochi, Kochi, Kotschi) ist eine der Präfekturen Japans. Sie liegt in der Region Shikoku auf der Insel Shikoku und vorgelagerten Inseln. Sitz der Präfekturverwaltung ist die gleichnamige Stadt Kōchi (Kōchi-shi).
Geschichte Die heutige Präfektur Kōchi ist nahezu deckungsgleich mit der Ritsuryō-Provinz Tosa seit dem 8. Jahrhundert. Während der Sengoku-Zeit (1467–1568) kam die Provinz unter die Kontrolle verschiedener Kriegerfamilien, zu denen auch die Chōsokabe und die Yamanouchi gehörten. In der späten Edo-Zeit (1600–1868) waren Samurai des Fürstentums (han) Tosa, Sakamoto Ryōma, Nakaoka Shintarō u. a. aktiv bei der Wiederherstellung der kaiserlichen Macht in Japan. Das Fürstentum Tosa, zum Ende offiziell Kōchi genannt, umfasste praktisch die gesamte Provinz Tosa und wurde 1871 bei der Abschaffung von Fürstentümern und Einrichtung von Präfekturen zur Präfektur (ken) Kōchi, erster Gouverneur wurde der einheimische Adlige Hayashi Yūzō. Die gegenwärtigen Grenzen wurden 1880 festgelegt, als Myōdō/Tokushima (≈Provinz Awa) endgültig von Kōchi abgetrennt wurde.
Wirtschaft Aufgrund der Größe der Präfektur hat Kochi eines der geringsten BIPs Japans. Landwirtschaft steht im Mittelpunkt der Beschäftigung. Dabei gehören einige Stellen der Präfektur zu den wenigen Gebiete Japans, wo das Klima zwei Reisernten im Jahr ermöglicht. Forstwirtschaft und Fischerei sind auch bedeutend. Abgesehen von Holzarbeiten und Papierherstellung gibt es wenig Industrie.
Sehenswürdigkeiten und Landmarken Tourismus spielt an der Küste eine Rolle. Dazu gehören das Kap Ashimizurimisaki (足摺岬) als Hauptsehenswürdigkeit des Ashizuri-Uwakai-Nationalparks, das Kap Muroto an der Katsurahama-Küste (桂浜海岸) und die unberührte Bergwelt im Norden der Präfektur. Die Präfektur ist auch bekannt für die Züchtung von Kampfhunden. Der Fluss Shimanto gilt als der letzte freifließende Fluss Japans und ist eine der Hauptattraktionen der Präfektur Kōchi.
Verwaltungsgliederung Kōchi, die Präfektur (-ken), gliedert sich seit 2008 in elf kreisfreie Städte (-shi) sowie 17 (historisch kreisangehörige) Städte (-machi/-chō) und sechs Dörfer (-mura/-son) in sechs (als Verwaltungseinheit: ehemaligen) Landkreisen (-gun).
Nach der Einführung der heutigen Gemeindeformen bestanden 1889 197 Gemeinden, davon nur eine kreisfreie und zwei kreisangehörige Städte. Am 1. September 2003 bestanden noch 9 kreisfreie und 25 kreisangehörige Städte sowie 19 Dörfer und 7 Landkreise. Mit Gründung der Stadt Kami (Kami-shi) am 1. März 2006 wurde der Landkreis Kami (Kami-gun) aufgelöst.
Code Name Kreis (-gun) Fläche (in km²) Bevölkerung Bevölkerungsdichte (Ew./km²)Ergebnisse der Volkszählung 2015 nache-stat (englisch), abgerufen am 9. Dezember 2018. Gründungsjahrin dieser Form Heutiger Gebietsstand lateinisch japanisch 01.10.201539201Kōchi-shi(„Stadt Kōchi“) 高知市 – 337.1901091,23 1889 200839202Muroto-shi 室戸市 13.52454,49 1959 195939203Aki-shi 安芸市 17.57755,41 1954 195539204Nankoku-shi 南国市 47.982382,94 1959 199639205Tosa-shi(„kreisfreie Stadt Tosa“) 土佐市 27.038295,50 1959 195939206Susaki-shi 須崎市 22.606166,91 1954 195439208Sukumo-shi 宿毛市 20.90773,05 1954 195439209Tosa-Shimizu-shi(„Stadt Shimizu [in] Tosa“) 土佐清水市 13.77851,73 1954 195439210Shimanto-shi 四万十市 34.31354,27 2005 200539211Kōnan-shi 香南市 32.961260,64 2006 200639212Kami-shi 香美市 27.51351,15 2006 200639301Tōyō-chō 東洋町 Aki 258434,89 1959 195939302 Nahari-chō 奈半利町 3326117,28 (als Nahari-mura) 18891916 188939303 Tano-chō 田野町 2733418,53 (als Tano-mura) 18891920 188939304 Yasuda-chō 安田町 263150,25 1925 194339305 Kitagawa-mura 北川村 12946,58 1889 188939306 Umaji-mura 馬路村 8234,97 1889 188939307 Geisei-mura 芸西村 385897,42 1954 195539341 Motoyama-chō 本山町 Nagaoka 357326,62 1910 196139344 Ōtoyo-chō 大豊町 396212,58 (als Ōtoyo-mura) 19551972 195539363 Tosa-chō(„Stadt Tosa“) 土佐町 Tosa 399718,84 (als Tosa-mura) 19551970 196139364 Ōkawa-mura 大川村 3964,16 1889 188939386 Ino-chō いの町 Agawa 22.76748,34 2004 200439387 Niyodogawa-chō 仁淀川町 555116,67 2005 200539401 Naka-Tosa-chō(„Stadt Inner-Tosa“) 中土佐町 Takaoka 684035,40 1957 200639402 Sakawa-chō 佐川町 13.114130,10 1900 195839403 Ochi-chō 越知町 579551,76 1900 195839405 Yusuhara-chō 檮原町 360815,26 (als Nishi-Tsuno-mura) 1889(als Yusuhara-mura) 19121966 188939410 Hidaka-mura 日高村 5030112,15 1954 195539411 Tsuno-chō 津野町 579429,29 2005 200539412 Shimanto-chō 四万十町 17.32526,97 2006 200639424 Ōtsuki-chō 大月町 Hata 509549,50 1957 195739427 Mihara-mura 三原村 157418,44 1889 188939428 Kuroshio-chō 黒潮町 11.21759,48 2006 200639000 Kōchi-ken(„Präfektur Kōchi“) 高知県 –(vormodern: Tosa=7 Kreise) 728.276 102,52 1871 1880
Politik
mini|links|Der Sitz von Präfekturverwaltung und -parlament. Zum Nachfolger von Masanao Ozaki als Gouverneur von Kōchi wurde am 24. November 2019 der von Ozaki, LDP und Kōmeitō unterstützte ehemalige Sōmushō-Beamte und Vizegouverneur von Osaka Seiji Hamada gewählt. Bei der Gouverneurswahl 2023 wurde Hamada mit über 80 % der Stimmen gegen zwei Kandidaten, darunter ein KPJ-unterstützter ex-Präfekturparlamentsabgeordneter, für eine zweite Amtszeit wiedergewählt. Die Wahlbeteiligung sank auf ein neues Rekordtief von 42,47 %.
Das Parlament hat seit 2015 regulär 37 Mitglieder aus 16 Wahlkreisen. Der Wahlkreis Stadt Kōchi wählt 15 Abgeordnete, alle anderen sind Ein- oder Zweimandatswahlkreise.Präfekturparlament Kōchi: Abgeordnete nach Wahlkreis Bei den einheitlichen Regionalwahlen im April 2023 blieb die Liberaldemokratische Partei (LDP) mit 19 Sitzen klar stärkste Kraft.
Kōchi wählt zwei Mitglieder direkt ins Abgeordnetenhaus, das Unterhaus des nationalen Parlaments. Nach der Wahl 2026 vertritt Gen Nakatani (LDP, 13. Wahl) unverändert den Wahlkreis Kōchi 1 im Osten inklusive der Präfekturhauptstadt, den Wahlkreis 2 mit dem größeren Westteil Ex-Gouverneur Masanao Ozaki (LDP, 3. Wahl). Im Rätehaus, dem Oberhaus des Nationalparlaments, ist Kōchi nicht mehr eigenständig vertreten und bildet seit 2016 mit dem benachbarten Tokushima den gemeinsamen Einmandatswahlkreis Tokushima-Kōchi; aber die LDP nutzt das neue System von optional ungewählten Listenplätzen bei der Verhältniswahl zum Oberhaus dazu, den von den Wahlkreisvereinigungen betroffenen LDP-Präfekturverbänden sichere Sitze zu geben: 2022 kandidierte Daisuke Kajihara aus Kōchi auf dem gesetzten LDP-Listenplatz 2 bei der Verhältniswahl, die (erfolgreiche) Mehrheitswahlkandidatur Tokushima-Kōchi behielt Yūsuke Nakanishi aus der LDP Tokushima. Aber in der anderen Klasse trat Kōjirō Takano (LDP Kōchi) 2023 zurück, nachdem er seinen Sekretär physisch geschlagen hatte, die resultierende Nachwahl im Oktober 2023 gewann ohne Parteinominierung für die Opposition Hajime Hirota, vor der Wahlkreisvereinigung von 2004 bis 2016 Rätehausabgeordneter für Kōchi, der den Sitz auch bei der regulären Wahl 2025 gegen Shū Ōishi aus der LDP Kōchi verteidigte, während Mamoru Fukuyama aus der LDP Tokushima den sicheren gesetzten Listenplatz 2 bei der Verhältniswahl erhielt.
Größte Orte + Ehemalige und bestehende Städte (-shi)Census-Jahre-Stat Datenbank, abgerufen am 1. Januar 2019 (englisch) Einwohner2015201020052000Kōchi337.190343.393337.190330.654Nankoku47.98249.47247.98249.965Shimanto34.31335.93334.313——Konan32.96133.83032.961——Kami27.51328.76627.513——Tosa27.03828.68627.03830.338Susaki22.60624.69822.60627.569Sukumo20.90722.61020.90725.970Aki17.57719.54717.57721.321Tosashimizu13.77816.02913.77818.512Muroto13.52415.21013.52419.472Nakamura——————34.968 Am 10. April 2005 fusionieren die Stadt Nakamura und eine Gemeinde zur neuen Stadt Shimanto. Am 1. März 2006 werden die Städte Konan (aus 5 Gemeinden) und Kami (aus 3 Gemeinden) durch Fusion neugebildet.
Bevölkerungsentwicklung der Präfektur + Census-BevölkerungCensus-JahrGesamt-BevölkerungmännlicheBevölkerungweiblicheBevölkerungGeschlechter-verhältnisMänner auf 1000 FrauenFlächein km2Bevölkerungs-dichteEinw. je km21920670.895332.087338.8089807088,0194,71925687.478341.687345.7919887088,0197,01930718.152357.166360.9869897103,62101,11935714.980355.225359.7559877103,62100,71940709.286348.907360.3799687103,6299,91945775.578357.940417.6388577103,62109,21950873.874425.968447.9069517104,93123,01955882.683429.175453.5089467104,24124,31960854.595411.162443.4339277104,24120,31965812.714386.725425.9899087105,22114,41970786.882372.014414.8688977105,91110,71975808.397383.538424.8599037106,6113,81980831.275396.418434.8579127106,82117,01985839.784398.408441.3769037107,13118,21990825.034389.063435.9718927103,95116,11995816.704384.446432.2588897104,13115,02000813.949383.859430.0908937104,66114,62005796.292374.435421.8578887105,01112,12010764.456359.134405.3228867105,16107,62015728.276342.672385.6048897103,93102,5
Literatur S. Noma (Hrsg.): Kōchi Prefecture. In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, 1993. ISBN 4-06-205938-X, S. 803.
Weblinks
Einzelnachweise
Kochi