mini|Dudelsack von Johann Ziederer 1957 mini|Dudelsack von Johann Ziederer nach 1930 mini|Dudelsack von Ziederer Johann Ziederer (* 1875 in Eger; † 1963 in Schirnding; andere Angabe: * 1. September 1876 in Pittlau bei Mies; † 27. Juni 1964 in Wiesau, Oberpfalz, siehe Josef Weinmann (Hrsg.): Egerländer Biografisches Lexikon. Band 2: N–Z. Weinmann, Männedorf 1987, , S. 346) war ein deutsch-österreichischer Dudelsackbauer.
Leben Ziederer war zunächst als Heizer auf Dampflokomotiven tätig, bevor er 1931 im Ruhestand begann, im Egerland Dudelsäcke des Typs Egerländer Bock, der neben Klarinette und Kurzhalsgeige (Geighal) zur kleinen Egerländer Bauernmusik gehört, zu bauen. Er schuf bis 1946 neunzig Dudelsäcke, nach der Vertreibung in seiner neuen Heimat Bayern weitere dreiundvierzig, In: The Heimatbrief. A Newsletter Magazine of the German-Bohemian Heritage Society. Band 16, Nr. 4, Dezember 2005, S. 16–18 unter anderem für die Dudelsackkapelle Weiden. Er war der letzte Egerländer Dudelsackbauer.Dr. Adolf J. Eichenseer: Zum Dudelsack im ehemaligen Nordgau. „Oitza brummas wiedo“. In: Marktredwitz im Nordgau. Oberpfalz - Egerland - Sechsämterland (= Festschrift 25). 1984, S. 68–70 Bis ins hohe Alter fertigte er Dudelsäcke anDie Oberpfalz. Band 50, 1962, S. 20 und spielte selbst öffentlich Dudelsack.
Erhaltene Exemplare seiner Instrumente befinden sich im Historischen Museum Regensburg,, S. 12 ein unvollständiges Exemplar im Museum Falkenau (Sokolov) und weitere im Oberhessischen Museum in Gießen,La Cornemuse - Emblème sonore de l’Egerland im Egerlandmuseum Marktredwitz sowie in einer Privatsammlung.
Die Spielpfeifen seiner Dudelsäcke verfügen über eine authentische Tonskala im Oktavbereich in der Stimmung F-Dur.
Einzelnachweise
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