Rut Plouda-Stecher (* 18. August 1948 in Tarasp; Aussprache []) ist eine bündnerromanische Lyrik- und Prosaautorin und schreibt im Unterengadiner Idiom Vallader.
Leben und Wirken kam am 18. August 1948 in Tarasp als dritte von vier Lehrerstöchtern zur Welt. Nach der obligatorischen Schulzeit besuchte sie das Lehrerseminar in Chur. Danach arbeitete sie als Lehrerin in Savognin (1971/1972) und Ftan (seit 1972)., Band 43. , 1994. Dort lernte sie ihren späteren Mann kennen und führte mit ihm zusammen einen Landwirtschaftsbetrieb. Sie bekam drei Kinder, zwei Töchter und einen behinderten Jungen.
Rut Plouda hat ihre ersten Gedichte schon zur Sekundarschulzeit geschrieben. Die Schriftstellerei war schon seit früher Jugend ihr Traum. Vorsichtig publizierte sie ihre Texte zunächst unter einem Pseudonym.
Ihr eigener Sohn Andris (1977–1996), der das Downsyndrom hatte und als junger Erwachsener starb,Lebensdaten von Andris Plouda; abgerufen am 11. Januar 2014. war Auslöser und Grundlage für ihre Erzählung Wie wenn nichts wäre. des Schweizer Radios vom 28. Juli 2010. Das Buch besteht aus gut vierzig Prosaabschnitten, die sich zu einem Ganzen fügen und die Beziehung zwischen einer Mutter und ihrem Sohn Joannes schildern.Rezension von Milo Rau in der Neuen Zürcher Zeitung vom 13. September 2001. Im folgenden Textauszug, wie auch im übrigen Text steht der Inn als Metapher für die Vergänglichkeit:
Das Hörbuch zu Wie wenn nichts wäre ist das erste Hörbuch in Vallader und das zweite in Bündnerromanisch überhaupt. der Engadiner Post vom 20. Dezember 2011.
Rut Plouda verfasste immer wieder Beiträge für bei Bibliomedia; abgerufen am 11. Januar 2014.: mit Medienbeiträgen; abgerufen am 11. Januar 2014. und war als Lehrmittelautorin tätig.Mitautorin bei: 1976.
Rut Ploudas Gedicht (deutsch Meine Schuhe) wurde von der Liedermacherin Corin Curschellas und von der Rock-Gruppe vertont.Titelverzeichnis Valdun – Voices of Rumantsch von Corin Curschellas; abgerufen am 11. Januar 2014. im Schweizer Fernsehen in «Musik der Welt» vom 19. April 2013. von Mias s-charpas; abgerufen am 11. Januar 2014. Das Gedicht wurde von der Deutschschweizer Gruppe TrioFalsa vertont.Mitschnitt TrioFalsa vom 30. September 2009. (PDF) zu Fanzögnas in der Version von TrioFalsa; abgerufen am 11. Januar 2014.
Rut Plouda steht im literarischen Austausch mit der im nahen Sent wohnhaften, deutschen Autorin Angelika Overath. Sie ist u. a. Mitglied der .
Publikationen Prosa. Kinder- und Jugendbuch. Chur: OSL, 1984. Gedichte. 1984. Gedichte. Eigenverlag, Flims 1986. . Rut Plouda-Stecher und Carolina Bearth-Stecher. Verlag , 1986. Octopus, Chur 2001, ISBN 3-279-00538-8. / Wie wenn nichts wäre. Hörbuch. , Chur 2011, ISBN 978-3-905956-07-8.
Preise 1991: Förderpreis des Kantons Graubünden 1986, 2000: Aufträge Pro Helvetia 2001: Bündner Literaturpreis Stiftung Milly Enderlin 1994, 2001: Preis der UBS 2001: Schillerpreis
Literatur Literarische Abhandlung. 2004. 2007. G. Deplazes: Funtaunas, Istorgia da la litteratura rumantscha per scola e pievel. Band 4. Lia rumantscha, Chur 1993, ISBN 3-906680-19-3.
Weblinks
Hardy Ruoss blickt zurück: Rut Plouda. Sendung Reflexe vom 28. Juli 2010, im Hörarchiv von Schweizer Radio und Fernsehen
Einzelnachweise
Kategorie:Autor Kategorie:Literatur (Schweiz) Kategorie:Lyrik Kategorie:Roman, Epik Kategorie:Rätoromanische Sprache Kategorie:Literatur (Rätoromanisch) Kategorie:Person (Kanton Graubünden) Kategorie:Unterengadin Kategorie:Schweizer Kategorie:Geboren 1948 Kategorie:Frau