Ruth Poelzig (* 24. Februar 1904 in Breslau; † 29. Dezember 1996 in Mainz-Gonsenheim)Todesanzeige, archive.org war eine deutsche Schauspielerin.
Leben und Wirken Die Tochter des Architekten und Filmarchitekten Hans Poelzig hatte bereits als Jugendliche über ihren Vater Kontakte zur Film- und Theaterbranche geknüpft. Berthold Viertel war in den 1920er Jahren in Dresden ihr künstlerischer Ausbilder. Ihren Einstand gab Poelzig mit 17 Jahren in Kassel, über Zürich und weitere Engagements kam sie Ende der 1920er Jahre wieder nach Berlin und arbeitete am Schauspielhaus. Im Jahr 1929 gründete Ruth Poelzig mit Werner Finck des Kabaretts Die Katakombe. Digitalisat Es folgten (in der Zeit des Nationalsozialismus) Verpflichtungen in die deutsche Provinz (Plauen, Gotha-Sondershausen, Remscheid). Weitere Theaterstationen waren Halberstadt, Zürich, Darmstadt, Berlin, Lübeck und Hamburg.
Zum Fernsehen stieß Ruth Poelzig, die fast nie fürs Kino gearbeitet hatte, bereits in den 1950er Jahren. Vor allem in diesem Jahrzehnt spielte die füllige Künstlerin eine Reihe von Nebenrollen, blieb aber bis in die frühen 70er Jahre aktiv.
Mit 60 Jahren ließ sich Ruth Poelzig bei Christa Moering in Wiesbaden als Malerin ausbilden. Auch in dieser späten Karriere fand sie Anerkennung und wurde ausgestellt.
Ruth Poelzig war mit dem ZDF-Journalisten, Schauspieler und Regisseur Heinrich Ockel von Salwitz verheiratet, den sie 1934 am Theater in Elbing kennengelernt hatte. 1941 wurde die gemeinsame Tochter Sabine geboren.
Filmografie
1956: Thérèse Raquin 1957: Ein Ausgangstag 1957: Die Gangster von Valence 1957: Die unentschuldigte Stunde 1957: Gäste im Haus 1957: Der Tod des Sokrates 1959: Das letzte Aufgebot 1972: Alle reden von Liebe
Einzelnachweise
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