mini|St. Joseph Die katholische Pfarrkirche St. Joseph befindet sich am Kurzen Graben 1 in Schwäbisch Hall.
Geschichte und Architektur mini|St. Joseph um 1900 Nach der Einführung der Reformation in Hall ab 1522 bestand in der Schuppachkapelle und in Sankt Johann noch bis 1534 ein katholischer Gottesdienst. Infolge der 1548 von Kaiser Karl V. erzwungene Einführung des Augsburger Interims wurden in St. Michael zeitweilig wieder katholische Messen gelesen. Jedoch wurden schon 1559 die alten Verhältnisse wieder hergestellt und die Stadt blieb bis ins 19. Jahrhundert rein protestantisch. die seit 1803 zugewanderten Katholiken wurden zunächst nach Steinbach eingepfarrt.
Von 1885 bis 1886 wurde dann nach Plänen des Haller Bauinspektors Pfeifer und des Stuttgarter Architekten Ulrich Pohlhammer die Pfarrkirche St. Joseph errichtet. Die Weihe erfolgte am 30. Juni 1887. Joseph Balluff, Kaplan aus Schwäbisch Gmünd, war als erster Stadtpfarrer dort tätig.mini|St. Joseph (Schwäbisch Hall), Bild vom Ende des 19. Jahrhunderts|linksDas Gebäude ist eine dreischiffige Quader-Basilika mit Kirchturm an der Seite im Stil der Neogotik. 1938 und 1950 wurde sie renoviert, 1977 wurde der Chorraum umgestaltet, von 1997 bis 2001 erfolgte eine weitere Sanierung, in deren Verlauf die Fundamente trockengelegt und das Mauerwerk entsalzt wurde. Der Innenraum wurde im Zuge dieser Sanierung neu gestaltet. Danach erfolgte die Neuweihe durch Bischof Gebhard Fürst am 14. Oktober 2001.StadtA Schwäb. Hall: Liste der Kulturdenkmale Stadt Schwäb. Hall, S. 277.
Ausstattung Fenster, Altar, Ambo, Tabernakelstele sowie ein Stehkreuz im Chorraum wurden für die Neugestaltung 2001 von Monika Baumhauer geschaffen.
Orgel Die Orgel wurde 1980 von Alfred Führer erbaut und hat 16 Register auf zwei Manualen und Pedal. Der Dispositionsentwurf stammt von Burkhard Goethe, die Mensuren berechnete Fritz Schild.
Glocken Der Stahlglockenstuhl stammt noch aus der Zeit vom Bau der Kirche. Das erste Geläut wurde im Ersten Weltkrieg als Metallspende eingeschmolzen, 1926 wurde ein Ersatzgeläut gegossen. Von diesem ist nur noch eine Glocke erhalten, nachdem die anderen im Zweiten Weltkrieg eingeschmolzen wurden. 1957 wurden neue Glocken als Ersatz gegossen, sodass das Geläut heute aus drei Glocken besteht. NameJahrGlockengießerSchlagtonDurchmesserGewichtInschriftJosephsglocke1926Johann Hahn und Sohn, Landshuth'78,4 cm250 kgJOSEF UNSEREM SCHUTZPATRON GEWEIHT, VON ERNST U. MARIA HAGENMEIER. 1926. + MICH GOSS 1926 JOH. HAHN U. SOHN LANDSHUT_REICHENHALL. 146. Als Symbol ziert sie der heilige Josef.Marienglocke1957A. Bachert, Heilbronna'93 cm461 kgSALVE, REGINA MISERICORDIAE, TU NOS AB HOSTE PROTEGE, ET MORTIS HORA SUSCRIPE. GESTIFTET VON DEN HEIMATVERTRIEBENEN IM GEDENKEN AN DIE TOTEN DER ALTEN HEIMAT. Als Symbol ziert sie Mariakönigin mit Kind.Christuskönigsglocke1957A. Bachert, Heilbronng'109 cm663 kgDOMINUS SEDEBIT REX IN AETERNUM DOMINUS BENEDICTET POPULO SUO IN PACE. GESTIFTET VON DER PFARRGEMEINDE. WILHELM UND EDITH BARTENBACH + DR. WILHELM UND ROSEMARIE KUCH + FRANZISKA KRAMER + FRANZISKA RAPP + KARL UND SOPHIA SCHOCH. Sie ziert als Symbol Christuskönig auf einer Weltenkugel stehend.
Weblinks
Informationen zur Orgel auf OrganIndex Video des Geläutes bei YouTube
Einzelnachweise
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