20 grüne Hauptwege sind eine Zusammenstellung von 20 Wanderwegen durch das Berliner Stadtgebiet mit einer Gesamtlänge von rund 575 Kilometern.Simone Gogol-Grützner: Auf 575 Kilometern Berlin erkunden. Berliner Woche, 26. Oktober 2024, Seite 7. Ziel ist es, Grüne Hauptwege. Webseite der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, abgerufen am 5. Januar 2014. miteinander zu verknüpfen. Der Fußgänger soll dabei die Möglichkeit haben, „die Stadt als eine Verbindung von Kultur, Geschichte und Ökologie intensiv zu erleben“.. Webseite des BUND, abgerufen am 5. Januar 2014. mini|hochkant=3.0|Übersicht der 20 grünen Hauptwege

Geschichte Bei der Planung zur Gestaltung von Groß-Berlin wurden von Hermann Jansen 1910 Überlegungen („Jansen-Plan“) vorgelegt, dem „Steinernen Berlin“ das „Grüne Achsenkreuz“ mit einem Inneren und dem geplanten „Äußeren Parkring“ gegenüberzustellen.1910 – erste Gesamtplanung mit dem „Jansen-Plan“. Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, abgerufen am 17. November 2024. Es waren sechs Strecken durch die vier Berliner Naherholungsgebiete am Müggelsee, Wannsee, Tegeler See und dem Berliner Barnim geplant. Durch die Ereignisse der Berliner Geschichte (Weltkriege, Inflation, Teilung) wurde eine Realisierung erst nach der deutschen Wiedervereinigung möglich.Claudia Lenk: . Das Grüne Achsenkreuz, weitere Grünzüge und die beiden Ringe verbinden die verstreut im Stadtraum liegenden öffentlichen Grünflächen untereinander und mit den Landschaftsräumen in Brandenburg. In Fortführung zum Jansen-Plan wurden mit den „grünen Hauptwegen“ diese radialen und tangentialen Grünzüge zwischen dem historischen Zentrum der Innenstadt, den dicht bebauten ehemaligen Vorstädten und den die Stadtgrenze überschreitenden Landschaftsräumen der Regionalparks, wie des Naturparks Barnim, eingerichtet.

mini|Zwei getrennte Stadtverwaltungen einer städtischen Einheit

Der Berliner Senat entschied 1994, im Zuge einer gesamtstädtischen Landschaftsplanung die Grünflächen und Parks in der Stadt stärker als bislang zu vernetzen. Zehn Jahre später wurde das Projekt Ein Plan für 20 grüne Hauptwege ins Leben gerufen. Mit Hilfe von 100 ehrenamtlich tätigen „Flaneuren“ ermittelte der Senat Lücken im Wegenetz,. die von den Projektverantwortlichen mit Hilfe der Flaneure durch „temporäre Umwege“ geschlossen wurden. Im Jahr 2006 waren die Geodaten digitalisiert und lagen als Wanderkarte vor. Am 20. März 2006 unterzeichnete die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung eine Kooperationsvereinbarung mit den Berliner Ortsgruppenvereinen von BUND und FUSS mit dem Netz von insgesamt 20 Wegen der Öffentlichkeit die vorhandenen Grün- und Freiräume näherzubringen. Ein Jahr später erschien im Internet ein erster Flyer, der den Spreeweg beschrieb. Die Verbindung führt vom Schloss Charlottenburg im Nordwesten der Stadt über rund 50 Sehenswürdigkeiten zur Rummelsburger Bucht im Südosten.. Pressemeldung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt vom 2. August 2013. Er wurde mittlerweile zum längsten Weg ausgebaut und führt auf insgesamt 59 Kilometern vom Regionalpark Döberitzer Heide über die Nauener Platte, das Berliner Urstromtal und das Regierungsviertel sowie die historische Mitte Berlins zum Regionalpark Müggel-Spree im Osten. Der kürzeste Hauptweg führt mit sieben Kilometern Länge am Bullengraben entlang durch den Bezirk Spandau.

Im Jahr 2008 bot ein Verlag die erste gedruckte Fassung der Wanderkarten an, und es erfolgte der Schutz der Bezeichnung als Wortmarke. Die Länder Berlin und Brandenburg wollen so sicherstellen, dass . Pressemeldung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt vom 16. August 2008. Zum 20. Jahrestag des Mauerfalls erschien 2009 eine Informationsschrift Grünes Band Berlin. In den Jahren 2010 bis 2012 entwickelte die Senatsverwaltung das einheitliche Markierungssystem, mit dem die Wege zunehmend vom Berliner Wanderverband gekennzeichnet werden, für das der Berliner Wanderverband e. V die laufende Betreuung übernimmt.Patenschaftsvereinbarung zwischen dem Berliner Wanderverband e. V. und dem Land Berlin vom 15. März 2010 (). Die Lage der Wege kann sich durch das Stadtleben kurzfristig ändern.Grüne Hauptwege: Mitteilungen – Feedback und Fragen. Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, abgerufen am 17. November 2024.

Die Wege Generelles Die Hauptwege werden schrittweise ausgezeichnet und markiert; bevorzugt verlaufen sie auf den Beiwegen an Straßen oder durch Grüngebiete. Allerdings ist es unvermeidlich, getrennte Parks und Grünanlagen auf Stadtstraßen zu verbinden oder Bundesstraßen zu kreuzen. Offensichtlich sind (Stand um 2020) noch nicht alle Wegverläufe oder Brücken angelegt, und teilweise sind Ersatz- und Umgehungsstrecken vorgegeben.FIS-Broker Kartenanzeige 20 grüne Hauptwege – Digitale Wanderkarte, seit Mai 2014 sind die empfohlenen Wegeführungen blau markiert, begehbare Planstrecken rot und falls nicht begehbar: rot gestricheltGrüne Hauptwege: Wanderkarten. Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, abgerufen am 3. November 2024. Die Idealführung wird mitunter durch Baustrukturen versperrt, deren Durchschreiten nicht gewünscht oder nicht möglich ist, wie Grundstücke mit Wasserzugang, Industrieflächen, Vereins- und Sportflächen auf Privatland. „Wegepaten“ von Berliner Wandervereinen begehen die grünen Hauptwege, und gewonnene Erkenntnisse und Beobachtungen gehen in die Wegaktualisierungen ein. Der jeweils neueste, offiziell abgestimmte Stand wird von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt veröffentlicht.

Der Senat hat im Jahr 2024 neue gut sichtbare Schilder für diese Hauptwege entwickelt und begann im Oktober 2024 mit deren Aufstellung, zunächst entlang des Tiergartenrings auf 23 km Länge. Bis Ende 2024 sollen noch 5 weitere Abschnitte markiert werden. Wo dies möglich ist, werden bereits vorhandenen Pfosten mitbenutzt, jeder erhält jedoch einen QR-Code, mit dessen Hilfe die Nutzer auf die Internetseite zu den Grünen Hauptwegen geleitet werden. Die als Wegepfeil gestalteten Tafeln enthalten den Namen des Weges, die Nummerierung und in einem weißen Kreis einen wandernden Berliner Bären.Grüne Hauptwege Berlin - Wegweisung. Grün Berlin, abgerufen am 3. November 2024.

Die Namen der Wege orientieren sich einerseits an den Berliner Fließgewässern: Wannseeweg (Nr. 11), Havelseenweg (Nr. 12), Wuhletal-Wanderweg (Nr. 14), Teltowkanalweg (Nr. 17) und insbesondere der Spreeweg (Nr. 1), zudem der Dahmeweg (Nr. 9) aber auch der Heiligenseer Weg (Nr. 3) am Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal, der Nord-Süd-Weg (Nr. 5) an der Panke oder die Humboldt-Spur (Nr. 16), die den Nordgraben begleitet. Vom Stadtinneren zur Stadtgrenze liegen die Wege Nr. 4 (Lübarser Weg), Nr. 6 (Lindenberger Korridor), Nr. 7 (Hönower Weg), Nr. 8 (Kaulsdorfer Weg), Nr. 10 (Britz-Buckower Weg), der Geschichtsbetrachtung sind Nr. 13 (Barnimer Dörferweg), Nr. 15 (Teltower Dörferweg) und Nr. 20 (Bullengrabenweg) gewidmet. Hinzu kommen zwei Rundwanderwege Nr. 18 (Innerer Parkring) und Nr. 19 (Tiergartenring), die das Stadtzentrum enger und weiter auf grünen Flächen umrunden. Werden die benannten Abschnitte nach ihrer Größe sortiert, so ist der Spreeweg der längste, der Bullengrabenweg mit 7 Kilometern der kürzeste Weg.

Die im Folgenden verlinkten Einzelartikel zu den Wegen sollen Umgebungs- und Geschichtsinformationen der Wege, von kreuzenden und wegtragenden Straßen und zu Angaben über Brücken in Berlin verknüpfen. Grundlage der Beschreibungen des Verlaufs ist zunehmend die Fassung der FIS-Wanderkarte nach Stand 2014. Deren Darstellungen weisen die aufgenommenen Wege blau und abweichende Idealführungen rot aus. Rote durchgehende Linien stehen für teilweise begehbare, aber nicht durchführende, und rot-unterbrochene Linien für gewünschte, (noch) nicht begehbare Abschnitte.

Der um das ehemalige Stadtgebiet von West-Berlin laufende Berliner Mauerweg ist streckenweise mit grünen Hauptwegen identisch, gehört aber nicht zu den 20 grünen Hauptwegen. Der Mauerweg orientiert sich am Mauerverlauf und liegt auf den Postenwegen auf östlichem Berliner und dem Brandenburger Territorium, und streckenweise werden die Zollwege auf Berliner Stadtgebiet der vormals westlichen (besser inneren) Seite benutzt.

1 – Spreeweg/Berliner Urstromtal mini|Hauptweg Nr. 1: Spreeweg/Berliner Urstromtal im Spreebogenpark

Der Spreeweg/Berliner Urstromtal ist mit 59 Kilometern der längste grüne Hauptweg. Der Namenszusatz „Berliner Urstromtal“ beschreibt den Verlauf des Spreewegs im Warschau-Berliner Urstromtal, das in der letzten Eiszeit entstand. Es müssen daher kaum Höhen überwunden werden. Von der Rahnsdorfer Ortslage Hessenwinkel im Osten bis Spandau im Westen begleitet er die Spree durch die Stadt. Der Weg führt durch ruhige Wälder am Stadtrand, große Industrieflächen mit angrenzenden Kleingärten, die mittelalterlichen Stadtkerne Köpenick und Spandau und die moderne Großstadt und meist in Ufernähe. Durch eine behutsame Planung des Regierungsviertels war Raum geblieben, um ihn hier durch das Zentrum hindurchzuführen. Die Spree mündet in Spandau in die Havel,Wegnummer: 1 doch der Wanderweg führt hier in der Niederung des Spektegrünzugs am Ortsteil Falkenhagener Feld entlang weiter zur Landesgrenze nach Brandenburg im Westen.

2 – Spandauer Weg mini|Hauptweg Nr. 2: Spandauer Weg, Blick zum Hahneberg

Der Spandauer Weg führt auf einer Länge von 31 Kilometern innerhalb des Bezirks Spandau durch die grünen BereicheWegnummer: 2 auf der Berliner Landesfläche westlich der Havel entlang. Im Westen und Norden deckt er sich teilweise mit dem Berliner Mauerweg und wird in Hakenfelde vom Havelseenweg am Westufer der Havel ergänzt. Durch die Stadtgebiete der Wilhelmstadt, Pichelsdorf und Weinmeisterhöhe ist er als Rundweg unterbrochen. Der Hauptweg 2 führt durch das ehemalige Gatower Rieselfeldgebiet und führt südwärts nach Kladow zur Dampferanlegestelle und der Fähre F10. An der Bezirksgrenze wird der Wanderweg vom Mauerweg (allerdings auf Potsdamer Gebiet) am Westufer des Groß-Glienicker Sees aufgenommen.

3 – Heiligenseer Weg mini|Hauptweg Nr. 3: Heiligenseer Weg,Marie-Elisabeth-Lüders-Steg

Der Heiligenseer Weg mit einer Länge von 25 Kilometern beginnt am Marie-Elisabeth-Lüders-Steg, der Fußgängerbrücke an der Bundestagsverwaltung (Paul-Löbe-Haus), und führt anfangs entlang des Berlin-Spandauer Schifffahrtskanals und später zur nördlichen Stadtgrenze nach Heiligensee. Durch Naturlandschaft und Großstadttrubel hindurch verbindet der Weg die Großstadt Berlin mit den grünen Außengebieten. So an der einzigen echten Uferpromenade, der Greenwichpromenade am Tegeler See durch den Tegeler Forst mit altem Baumbestand. Im Berliner Ortsteil Heiligensee führt er durch Einfamilienhäuser mit zwischenliegenden Feldern und endet am Bahnhof Berlin-Heiligensee.Wegnummer: 3

4 – Lübarser Weg

Der Lübarser Weg folgt mit einer Länge von 13 Kilometern auf einem Teil des „Grünen Bandes Berlin“ auf dem ehemaligen Mauerstreifen von der Innenstadt an der Bernauer Straße, wo am Mauerweg weitere Anschlüsse an Grüne Hauptwege bestehen, zum Berliner Barnim in Lübars.Wegnummer: 4 Dieser durch die Zeiten bis zur politischen Wende unbetretbare Mauerweg (aus Grenz- und Zollweg) wurde seither unter Landschaftsschutz gestellt und so kreuzen kaum zehn Straßenverbindungen diese von der Natur zurückeroberte Freifläche. Der Wanderer kann zwischen der Bernauer Straße und den Feldern von Lübars im Westen und Blankenfelde im Osten fast ungestört vom Autoverkehr auf den Spuren der Berliner Mauer flanieren.

5 – Nord-Süd-Weg mini|Hauptweg Nr. 5: Nord-Süd-Weg, Markierung an der Pankebrücke der Blankenburger Bahnhofstraße