Die P-Akkreditierung ist eine besondere Form der Zulassung (Akkreditierung) eines Sportlers als Teilnehmer (Alternate Athlete) einer Mannschaft an Olympischen Spielen.
Beschreibung P-akkreditierte Athleten sind nur in Sportarten vorgesehen, die als Mannschaftssport betrieben werden oder die eine Disziplin als Wettbewerb mit einer Mannschaft durchführen. Sie kommen zum Einsatz, nachdem akkreditierte Athleten (= Olympiateilnehmer) aufgrund von Krankheit oder Verletzung aus einem laufenden Wettbewerb und der Mannschaft ausgeschieden sind. Im Anschluss gibt das Nationale Olympische Komitee (NOK) die Akkreditierung des verletzten Sportlers an das Internationale Olympische Komitee (IOC) zurück, und der P-akkreditierte Athlet wird als Olympiateilnehmer akkreditiert.
P-akkreditierte Athleten gelten als Mitglieder einer Olympiamannschaft, sind aber von der Unterbringung im olympischen Dorf ausgeschlossen. Vereinzelt treten Athleten von einer Nominierung für Olympische Spiele als P-akkreditierte Athleten zurück.
Hat eine Mannschaft einen Medaillenrang erreicht, dann erhalten alle Athleten, die an einem Wettbewerb teilgenommen haben, eine Medaille, also auch diejenigen, die durch Verletzung oder Krankheit aus einem laufenden Wettbewerb ausgeschieden sind.Als nach den Gruppenspielen im olympischen Hockeyturnier 2008 Jan-Marco Montag als P-akkreditierter Hockeyspieler für den erkrankten Oliver Korn im Halbfinale eingewechselt wurde und die Mannschaft abschließend im Finale Gold gewann, war für Oliver Korn keine Goldmedaille vorgesehen. Dies wurde inzwischen geändert. Deutsche Sportler erhalten nur dann eine ErfolgsprämieFür deutsche Athleten gilt 2016 folgende Prämienstaffelung: Gold 20.000 Euro, Silber 15.000 Euro, Bronze 10.000 Euro, Platz vier 5000 Euro, Platz fünf 4000 Euro, Platz sechs 3000 Euro, Platz sieben 2000 Euro, Platz acht 1500 Euro. Prämien für Mannschafts- und Spielsportarten orientieren sich an der neuen Staffelung, werden jedoch gesondert durch den Gutachterausschuss der Stiftung Deutsche Sporthilfe festgelegt. Boote werden wie Einzelsportler behandelt (Quelle: ). und werden mit dem Silbernen LorbeerblattVerleihungsrichtlinien vom 28. Mai 2013, § 2.1. geehrt, wenn sie als Olympiateilnehmer akkreditiert waren.
Sollte ein verletzter oder erkrankter Sportler, der für einen P-akkreditierten Athleten ausgewechselt wurde, während des Wettbewerbes wieder gesund werden, kann er nicht in den Wettkampf zurückkehren. Diese Regelung wurde für einige Sportarten bei den Olympischen Spielen 2020 aufgehoben.
Der Umgang mit P-akkreditierten Athleten ist in der „Late Athlete Replacement Policy for the ... Olympic Games“ allgemein geregelt. Die betroffenen internationalen Sportfachverbände legen jeder für sich weitere Details für den Umgang und Einsatz fest.Als Beispiel, Die P-Akkreditierung wurde vom IOC zu den Olympischen Spielen 2008 in Peking eingeführt.
2016 wurden in fünf Sportarten mit deutscher Beteiligung P-akkreditierte Athleten als Olympiateilnehmer akkreditiert.
Sportarten mit P-Akkreditierung Für die Olympischen Spiele 2020 sind Athleten mit P-Akkreditierung in folgenden Sportarten vorgesehen: Synchronschwimmen – keine deutsche Beteiligung Leichtathletik – teilnehmende Sportler BMX – teilnehmende Sportler Bahnradsport – teilnehmende Sportler Reitsport – teilnehmende Sportler Fechten – teilnehmende Sportler Handball – teilnehmende Sportler Hockey – teilnehmende Sportler Fußball – teilnehmende Sportler Rudern – teilnehmende Sportler Rugby – keine deutsche Beteiligung Tischtennis – teilnehmende Sportler Wasserpolo – keine deutsche Beteiligung
Für die Olympischen Spiele 2016 waren Athleten mit P-Akkreditierung in folgenden Sportarten vorgesehen:
Bahnradsport – teilnehmende SportlerIn dieser Sportart kamen P-akkreditierte Sportler zum Einsatz. BMX – teilnehmende Sportler Fechten – teilnehmende Sportler Fußball – teilnehmende Sportler Handball – teilnehmende Sportler Hockey – teilnehmende Sportler Leichtathletik – teilnehmende Sportler Reitsport – teilnehmende Sportler Rudern – teilnehmende Sportler Tischtennis – teilnehmende Sportler
Begriff Alternate Athlete Den Begriff Alternate Athlete(s) übernimmt der Deutsche Olympische Sportbund in seinen Veröffentlichungen unübersetzt aus den englischsprachigen Regelwerken des IOC. Die betroffenen nationalen Sportverbände verwenden uneinheitliche Bezeichnungen wie z. B.: P-Akkreditierung, Deutscher Handballbund P-Akkreditierung, Alternate Athletes, Bund Deutscher Radfahrer, P-akkreditierte Feldspieler, Deutscher Hockey-Bund, Alternative Athleten, Deutscher Ruderverband Erste Reserve, Reservepaar Deutsche Reiterliche Vereinigung. Ersatz, Deutscher Tischtennis-Bund Ersatzathleten In der englischsprachigen Late Athlete Replacement Policy ist von P Athlete und P alternate Athlete(s) die Rede, die FIH schreibt alternate players und P accreditations.
Weblinks
Anmerkungen
Kategorie:Olympische Spiele