mini|hochkant=1.5|Karte der lepontinischen Alpen nach der französischen Einteilung mini|Zervreilasee mini|Rheinwaldhorn mini|Blinnenhorn mini|Lago Ritóm mini|Gotthardpass mini|Passo Rotondo mini|Pizzo di Claro mini|Greinapass mini|Basodino mini|Piz Medel

Die Lepontinischen Alpen sind eine Gebirgsgruppe in den Westalpen. Sie umfassen die Gebirgszüge zwischen dem Simplonpass im Westen, dem Splügenpass im Osten und den oberitalienischen Seen im Süden. Der Name leitet sich von den Lepontiern ab, einem im Altertum an der oberen Rhone und am Tessin lebenden Volk, dessen Hauptort Oscella, das heutige Domodossola, war.

Heutzutage wird dieses Gebiet der Lepontinischen Alpen mehrfach unterteilt. Einerseits gibt es die »grobe« historische Unterteilung, die sich an den Hauptverkehrswegen orientiert, in die Tessiner Alpen und die Adula-Alpen. Die Trennlinie wird dabei vom Gotthardpass und dem Valle Leventina gebildet. Die dritte Untersektion nach SOIUSA sind die Monte Leone-Sankt Gotthard-Alpen, die die Berge von der Monte Leone-Gruppe bis zum Gotthardmassiv umfassen.

Andererseits gibt es eine «feinere» Unterteilung, die sich mehr an orografischen und geologischen Gesichtspunkten orientiert, bei der der nördliche Teil des Gebietes zwischen Nufenenpass und Lukmanierpass das Gotthardmassiv bildet. Danach endet das Gebiet der Tessiner Alpen von Domodossola aus dem Valle Antigorio in nördlicher Richtung folgend am Griespass und Val Bedretto. Das Gebiet zwischen Val Cadlimo und Biasca wird dann üblicherweise zu den Tessiner Alpen gerechnet. Die Monte Leone-Gruppe u. a. zwischen Simplon und Nufenen fällt bei dieser Betrachtung an die Walliser Alpen.

Begrenzungen nach SOIUSA Nordwesten: Berner Alpen im weiteren Sinne getrennt durch Rhone und Furkapass Nordosten: Glarner Alpen im weiteren Sinne getrennt durch Oberalppass und Vorderrhein Westen: Walliser Alpen begrenzt durch Saltina, Simplonpass, Chrummbach, Toce Süden: hier bildet die Insubrische Linie, die etwa der Linie Centovalli – Locarno – Bellinzona – San-Jorio-Pass folgt, die Trennung von den Luganer Voralpen.

Liste der Berge

+ Die wichtigsten Gipfel der Lepontinischen Alpen Name Höhe Monte Leone 3553 Breithorn 3438 Rheinwaldhorn 3402 Güferhorn 3393 Blinnenhorn 3384 Basòdino 3276 Pizzo Tambo 3276 Helsenhorn 3274 Wasenhorn 3255 Ofenhorn 3242 Scherbadung 3213 Piz Medel 3203 Scopí 3200 Pizzo Rotondo 3197 Piz Terri 3151 Piz Aul 3124 Pizzo Pesciora 3120 Witenwasserenstock 3084 Pizzo Campo Tencia 3072 Leckihorn 3069 Bruschghorn 3054 Alperschällihorn 3038 Chilchalphorn 3040 Piz Blas 3023 Monte Giove 3010 Pizzas d’Anarosa 3002 Pizzo Centrale 2999 Piz Beverin 2998 Weisshorn 2992Gemsstock 2962 Pizzo Lucendro 2963 Piz Tomul 2949 Piz Cavel 2944 Barenhorn 2932 Six Madun (Badus) 2932 Piz Muraun 2899 Zervreilahorn 2898 Monte Cistella 2851 I Rodond 2829 Piz Lukmanier 2778 Piz Alv 2769 Madom Gröss 2741 Monte Prosa 2737 Pizzo di Claro 2727 Piz de Cressim 2575 Pizzo Columbe 2549 Pizzo la Scheggia 2466 Camoghè 2226 Piz Mundaun 2063 Monte Berlinghera 1930 Monte Generoso 1704 Monte Spalavera 1534 Monte San Salvatore 916

Gletscher

Die wichtigsten Gletscher: Griesgletscher Paradiesgletscher Basodino-Gletscher

Weitere Gletscher: Maighelsgletscher Medelsergletscher

Liste der Pässe

+ Die wichtigsten Pässe der Lepontinischen Alpen Pass Ort Wegart Höhe Zapportpass Hinterrhein nach Malvaglia und Biasca Schnee 3079 Guferlücke Canaltal nach Lentatal (bei Vals GR) Schnee 2980 Lentalücke Hinterrhein nach Vals Schnee 2954 Hohsandpass Binn nach La Frua (am Tosafall) Schnee 2927 Leckipass Realp nach Oberwald VS Schnee 2891 Passo Rotondo Airolo nach Oberwald Schnee 2880 Kaltwasserpass Simplon Hospiz nach Alpe Veglia Schnee 2844 Scaradrapass Vals nach Olivone Bergweg 2770 Satteltelücke Vals nach Vrin Bergweg 2768 Ritterpass Binn nach Alpe Veglia Schnee 2692 Cavannapass Realp nach Bedretto Schnee 2613 Scatta Minoja Devero nach Formazza Bergweg 2597 Bocca di Cadlimo Airolo zum Lukmanierpass Bergweg 2542 Valserberg Hinterrhein nach Vals Bergweg 2507 Safierberg Splügen nach Safien Bergweg 2490 Nufenenpass Ulrichen nach Airolo Strasse 2478 Geisspfadpass Binn nach Devero Bergweg 2475 Griespass Ulrichen nach La Frua Bergweg 2468 Passo di Naret Fusio nach Airolo Bergweg 2443 Passo Valtendra Alpe Veglia nach Devero und Baceno Bergweg 2431 Diesrutpass Vrin nach Somvix Bergweg 2424 Tomülpass Vals nach Safien Saumpfad 2412 Albrunpass Binn nach Devero und Baceno Bergweg 2410 Greinapass Olivone nach Somvix Bergweg 2360 San Giacomopass Airolo nach La Frua Bergweg 2306 Passo di Buffalora Mesocco ins Val Calanca Bergweg 2265 Passo dell’Uomo Quinto zum Lukmanierpass Bergweg 2212 Splügenpass Thusis nach Chiavenna Strasse 2117 Gotthardpass Andermatt nach Airolo Strasse 2114 San-Bernardino-Pass Thusis nach Bellinzona Strasse 2063 Lukmanierpass Disentis nach Olivone Strasse 1917

Literatur Sergio Marazzi: Atlante Orografico delle Alpi. SOIUSA. Pavone Canavese (TO), Priuli & Verlucca editori, 2005, ISBN 978-88-8068-273-8 (italienisch) Sergio Marazzi, La “Suddivisione orografica internazionale unificata del Sistema Alpino” (SOIUSA) – der komplette Artikel mit detaillierten Illustrationen (pdf; 1,6 MB) (italienisch)

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