miniatur Die römisch-katholische Kirche St. Gertrud hat ihren Standort im Ortsteil Kraudorf in der Stadt Geilenkirchen in Nordrhein-Westfalen. Sie steht als Baudenkmal unter Denkmalschutz.Denkmalliste Geilenkirchen Nr. 7, Eintrag: 2. März 1983.
Lage Die Kirche St. Gertrud steht in der Ortsmitte in Kraudorf 14. Südöstlich schließt der Friedhof an das Kirchengelände an. Das Pfarrhaus liegt in unmittelbarer Nähe.
Geschichte Die erste Steinkirche in Kraudorf war vermutlich eine Saalkirche aus dem 10./11. Jahrhundert. Sie wurde später erweitert und erhielt Anfang des 17. Jahrhunderts einen Westturm. 1860 war die Kirche baufällig und der Gottesdienst wurde in die Scheune des Pfarrhauses verlegt. Die Planung für den Neubau stammte von Johannes Burkart aus Aachen. Am 17. Oktober 1867 war die Grundsteinlegung. Beim Bau der neuen Kirche blieb der Westturm erhalten. Am 1. August 1873 war die feierliche Weihe. Im Januar 1945 wurde der Kirchturm gesprengt und die Kirche durch Granatbeschuss zerstört. 1950/51 wurde sie nach dem Plan von Architekt Fritz van Well aus Randerath wieder aufgebaut. Am 8. April 1951 wurde der Altar geweiht.
Im Zuge der Pfarrgemeindereformen im Bistum Aachen wurde die ehemals eigenständige katholische Pfarrgemeinde in die Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) St. Bonifatius Geilenkirchen eingegliedert in der alle 11 Pfarreien des Stadtgebietes zusammengefasst waren. Die Gemeinschaft von Gemeinden wurde 2025 aufgelöst. Die 11 Pfarreien bilden nun den Pastoralen Raum Geilenkirchen, einen von insgesamt 44 Räumen im Bistum Aachen.Pastorale Räume im Bistum Aachen, Newsletter des Bistums Aachen vom 23. Mai 2024
Architektur Bei der Kirche handelt es sich um eine Backsteinhallenkirche in drei Jochen, Kreuzrippengewölbe im breiten Haupt- und den schmalen Seitenschiffen. Hinter dem Triumphbogen das Chorjoch und fünfseitiger Chor. Kirche und Chor besitzen Spitzbogenfenster. Der viergeschossige, glatte Westturm ist vorgebaut und trägt eine achtseitige Haube. An der südlichen Chorwand ist die Sakristei vorgebaut.
Ausstattung Die elektronische Orgel stammt aus dem Jahre 1967 und wurde von der Fa. Dereux gebaut. Im Kirchturm befinden sich Glocken aus dem Jahre 1637 und 1953. Taufstein in Terrazzo und Kupferhaube aus dem Jahre 1959. BuntverglasungKraudorf, Kath. Kirche St. Gertrud auf der Webseite der Stiftung Forschungsstelle Glasmalerei des 20. Jh. e. V.
Literatur Bischöfliches Generalvikariat Aachen (Hrsg.): Handbuch des Bistums Aachen. 3. Ausgabe. B. Kühlen Verlag, Mönchengladbach 1994, ISBN 3-87448-172-7. Paul Clemen (Hrsg.): Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz. Band 8.2: Die Kunstdenkmäler der Kreise Erkelenz und Geilenkirchen. Schwann, Düsseldorf 1904. Helmut Krause: Die Seelsorger der Pfarre St. Gertrud in Kraudorf. März 1991.
Weblinks
Denkmaleintrag der Kirche St. Gertrud Website der Pfarre Kraudorf Friedhofshalle in Kraudorf AZ vom 6. Juni 2011 Kraudorf Ursprung und mehr
Einzelnachweise
Kategorie:Kirchengebäude in Geilenkirchen Kategorie:Erbaut in den 1860er Jahren Kategorie:Pfarrkirche des Bistums Aachen Kategorie:Baudenkmal in Geilenkirchen Kategorie:Gertrudenkirche Kategorie:Rekonstruiertes Bauwerk in Nordrhein-Westfalen Kategorie:Backsteinkirche Kategorie:Pastoraler Raum Geilenkirchen