Urban Discipline ist eine Reihe von drei Ausstellungen zum Thema Graffiti und Streetart, die in den Jahren 2000 bis 2002 in Hamburg im Rahmen der Maximum HipHop Tage stattfand. Organisiert und durchgeführt wurden die Ausstellungen von der Ateliergemeinschaft getting-up.Lustiger Sprühen: Die Internationale Graffiti-Elite trifft sich bei der Urban-Discipline-Art am 15.6. in der Thomas-I-Punkt-Halle. In: Hamburger Abendblatt. Live, 15. Juni 2000.Bernhard van Treeck: Das grosse Graffiti-Lexikon. Lexikon-Imprint-Verlag, Berlin (2001) ISBN 3-89602-292-X, S. 395.
Geschichte Den Organisatoren war es wichtig, in einer Zeit, in der Graffiti und Streetart nicht mehr bloß als Schmiererei galt, aber immer noch nicht wirklich ernst genommen wurde, für dessen Etablierung als Kunstform zu kämpfen.Graffiti Ausstellung HH: Längst versteht man unter Graffiti nicht mehr bloß an Häuserwände geschmierte Zeichen. Richtig ernstgenommen wird Graffiti aber weiterhin nicht. Die Organisatoren der Hamburger Ausstellung Urban Discipline kämpfen für die Anerkennung von Graffiti als Kunstform. Das ist zwar nicht neu, verlangt aber ständige Neubetrachtung und Diskussion. In: DE:BUG Magazin für Elektronische Lebensaspekte. 19. Juli 2002 (, abgerufen am 2. Februar 2013).
Bedeutung und Teilnehmer Die Urban Discipline gehört zu den weltweit wichtigsten Ausstellungen für Graffiti und Streetart. Os Gêmeos sprachen in Interviews von einem großartigen Projekt. Urban Discipline sei eine der ersten und immer noch größten jemals durchgeführten Ausstellungen dieser Art gewesen, die auch Künstlern wie Daniel Man und Banksy zu einem wichtigen Karriereschritt verhalfen.
Der britische Streetart-Künstler Banksy sprühte zur Urban Discipline Ausstellung im Jahr 2002 das erste Mal überhaupt in Deutschland. Parallel dazu entstanden auch Arbeiten im Hamburger Stadtraum.Frank Keil: Street-Art unter Plexiglas. KUNSTBEGRIFF In der Hamburger City hängt ein echter Banksy an einer Straßenecke. In: TAZ (die Tageszeitung) Nord. 29./30. Juni 2013, S. 45 (Zitat: "2002 soll der britische Street-Artist Banksy (sein Vorname wird mal als Rob, als Robin oder Robert gehandelt) beim damaligen „Urban Discipline“-Festival in Hamburg geweilt und hier auf einen grauen, funktionalen Betonpfeiler seine Schablone angesetzt haben.").STREET ART Hamburgs letzter Banksy hinter Acrylglas. In: Hamburger Abendblatt. 6. August 2011 (Zitat: "Das letzte in Hamburg noch sichtbare Kunstwerk des Street-art-Künstlers Banksy, „Bomb-Hugger“ in der Steinwegpassage (Neustadt), ist neuerdings durch eine Acrylglasscheibe vor unsachgemäßem Umgang geschützt.").
Weitere teilnehmende Künstler waren unter anderem Os Gêmeos, Nina Pandolfo, Herbert Baglione, Vitché, Loomit, DAIM, Seen, Martha Cooper, Seak, Dare, Won ABC, Tasek, André, Stohead und Daddy Cool.
Ausstellungen Internationale Stars der Szene kamen bereits zur ersten Ausstellung im Jahr 2000 nach Hamburg in die Alte I-Punkt Skatehalle.Arne Fiehl, Jonn Rübcke: I-Punkt Skateland Hamburg: 1990–2000. 1. Auflage, Boardstein Verlag, Hamburg (2012).Lustiger Sprühen: Die Internationale Graffiti-Elite trifft sich bei der Urban-Discipline-Art am 15.6. in der Thomas-I-Punkt-Halle. In: Hamburger Abendblatt. Live, 15. Juni 2000.Anna von Villiez: Hallo, hier bin ich: Maximum HipHop: die bekanntesten Graffiti-Künstler der Welt kommen nach Hamburg. In: TAZ, die tageszeitung. Kultur, taz Hamburg vom 14. Juni 2000 Die wichtigsten Vertreter der internationalen Graffiti- und Streetart-Szene versammelten sich daraufhin auch im nächsten Jahr. 2001 stellten in der Alten Postsortierhalle am Hamburger Stephansplatz Künstler aus Brasilien, New York sowie Deutschland, Österreich, Frankreich, den USA und der Schweiz aus.Anna von Villiez: Gesprühte Utopien: Plastische Bildhaftigkeit aus Sao Paulo: „Os Gemeos“ bei der Graffiti-Ausstellung am Stephansplatz. In: TAZ, die tageszeitung. Kultur, taz Hamburg vom 14. Juni 2001Stefan Krulle: Feine Dosengemälde. Haltbar bis: 18. Juni: Sprühwarm weitererzählt: Internationale Graffiti-Kunst in der Alten Postsortierhalle am Stephansplatz. In: Die Welt. Feuilleton vom 12. Juni 2001 Auch 2002 kamen noch einmal 34 internationale Künstler aus der ganzen Welt zusammen, um auf rund 1.700 Quadratmetern in den Astra-Hallen im Hamburger Stadtteil St. Pauli auszustellen.Bilder, vom Gefühl bestimmt: Jeder Strich zählt bei der Urban Discipline 2002 Graffiti-Art... In: Hamburger Abendblatt. Live, 20. Juni 2002. Zu jeder Ausstellung erschien ein Katalog im Eigenverlag.
Film Hip Hop Tage in Hamburg: Flash 2000, Battle of the Year, Urban Discipline, ITF. Maximum-Hip-Hop, Hamburg (2000), VHS. Andreas Hoepfner, Tim Löhr: Battlemönche – Der Film. Dartclub, Deutschland (2001) 130 min., DVD + Musik-CD.discogs.com Urban Discipline – Graffiti-Art 2002. CD-ROM.Urban Discipline – CD-Rom, abgerufen am 26. Oktober 2018
Veröffentlichungen
Literatur Bernhard van Treeck: Das grosse Graffiti-Lexikon. Lexikon-Imprint-Verlag, Berlin (2001) ISBN 3-89602-292-X, S. 395. Urban Discipline: Before Exhibition. In: Brain Damage Magazine, Polen, Nr. 7, 2002 , S. 8, 38ff. Ash1: Urban Discipline: Exhibition of the year. In: Brain Damage Magazine, Polen, Nr. 8, 2002 . Urban Discipline: Here's the accusation. In: Graphotism Magazine (Special collectors edition), UK, Nr. 28, 2002 .
Arne Fiehl, Jonn Rübcke: I-Punkt Skateland Hamburg: 1990–2000. 1. Auflage, Boardstein Verlag, Hamburg (2012).
Weblinks Offizielle Website der Ausstellung
Einzelnachweise
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