García Íñiguez (; † 882) war von 851/852 bis 882 König von Pamplona (Navarra) aus dem Haus Íñiguez. Er war der Sohn des Dynastiegründers Íñigo Arista.Textos navarros del Códice de Roda, hrsg. von José María Lacarra de Miguel in: Estudios de Edad Media de la Corona de Aragón. Band 1 (1945),
García übernahm bereits nach der Erkrankung seines Vaters die Regentschaft in Pamplona. Er verbündete sich mit dem Haupt der Banu Qasi, Musa ibn Musa, gegen den Emir von Al-Andalus, Abd ar-Rahman II., von dem sie aber 843 in einer Schlacht besiegt wurden.Evariste Levi-Provençal, Emilio García Gómez: Textos inéditos del „Muqtabis“ de Ibn Hayyan sobre los orígenes del reino de Pamplona. In: Al-Andalus. Band 19 (1954), S. 301–303. Von dem muslimischen Autor Ibn Hayyan wird García in diesem Zusammenhang „Garsiya ibn Vannaqo, emir de los Baskunis“ genannt. Diese Niederlage beschädigte offenbar seine Herrscherautorität, denn in den Jahren 858 und 860 ist ein García Jiménez als König in Pamplona bezeugt, von dem unklar ist, ob er als Co- oder Gegenkönig auftrat.
859 wurde das Land um Pamplona von einfallenden Wikingern geplündert.Vgl. Ubieto Arteta (1992), S. 454. König García Iñiguez geriet in die Gefangenschaft der Wikinger und wurde erst gegen ein hohes Lösegeld wieder freigelassen – wobei unklar ist, ob er in Pamplona oder irgendwo außerhalb Navarras im andalusischen Exil aufgegriffen worden war. Im Jahr 860 geriet Garcías ältester Sohn Fortún in die Gefangenschaft des Emirs.Textos navarros del Códice de Roda, hrsg. von José María Lacarra de Miguel in: Estudios de Edad Media de la Corona de Aragón. Band 1 (1945),
Im Jahr 882 (269 AH) verbündete sich García mit dem maurischen Rebellen Umar ibn Hafsun. In der Schlacht von Aibar unterlagen sie allerdings dem Prinzen al-Mundhir und García fiel.José Antonio Conde: Historia de la dominacion de los Arabes en España: sacada de varios manuscritos y memorias arabigas. (1840), §LVI, S. 155–156. Er wurde in der Abtei San Salvador de Leire bestattet.Libro de Regla, hrsg. von José Yanguas y Miranda in: Adiciones al diccionario de antigüedades del reino de Navarra. Pamplona 1843, S. 259.
Dem Codex de Roda zufolge hatte García Íñiguez aus der Ehe mit einer nicht näher bekannten Urraca drei Kinder. Diese und deren Nachkommen waren:Textos navarros del Códice de Roda, hrsg. von José María Lacarra de Miguel in: Estudios de Edad Media de la Corona de Aragón. Band 1 (1945), Fortún Garcés († nach 905), König von Pamplona Oneca Fortúnez, ⚭ (1) Abdallah von Córdoba († 912), ⚭ (2) Aznar Sánches von Larraún Íñigo Fortúnez, ⚭ Sancha Garcés, Tochter von García Jiménez Velasco Fortúnez Jimena Velásquez, ⚭ Íñigo Garcés, Sohn von García Jiménez Lope Fortúnez Sancho Garcés Aznar Sánchez, Herr von Larraún, ⚭ Oneca Fortúnez Sancho Aznárez Toda Aznárez († nach 970), ⚭ Sancho I. Garcés († 925), König von Pamplona Sancha Aznárez, ⚭ Jimeno Garcés († 931), König von Pamplona Oneca Garcés, ⚭ Aznar II. Galíndez, Graf von Aragón
Laut dem muslimischen Autor Ibn Hayyan hatte García noch eine weitere wohl uneheliche Tochter, die mit dem maurischen Walí von Huesca verheiratet wurde.
Antonio Ubieto Arteta schreibt ihm weiterhin noch eine zweite Ehefrau zu, die im Codex de Roda genannte Leodegundia, Tochter eines Ordoño, die mit einem König García verheiratet war. Ubieto Arteta erkennt in ihr eine Tochter des Königs Ordoño I. von Asturien und ihre Ehe mit García Íñiguez, dem einzigen König dieses Namens zu jener Zeit, könnte ein Bündnis zwischen Pamplona und Asturien besiegelt haben.
Literatur
Antonio Ubieto Arteta: El matrimonio de la reina Leodegundia. In: Medievalia. Band 10 (1992), S. 451–454.
Anmerkungen
Weblink
KINGS of PAMPLONA 822-905 (IÑIGA DYNASTY) bei fmg.ac.
Kategorie:König (Navarra) Kategorie:Familienmitglied des Hauses Jiménez Kategorie:Geboren im 9. Jahrhundert Kategorie:Gestorben 882 Kategorie:Mann