mini|Adolf von Bülow (1837–1907). Motiv: Illustrirte Zeitung vom 23. März 1895. mini|Grabstätte Adolf von Bülow auf dem Neuen Friedhof in Potsdam. Karl Adolf Leopold von Bülow (* 11. Januar 1837 in Berlin; † 12. Oktober 1907 in Potsdam) war ein preußischer General der Kavallerie und Generaladjutant.

Leben Herkunft Adolf von Bülow entstammte dem mecklenburgischen Uradelsgeschlecht von Bülow. Er war das vierte Kind des preußischen Geheimen Legationsrates Friedrich von Bülow (1789–1853) und dessen zweiter Ehefrau Pauline, geborene von Carlowitz (1806–1872).Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der D.A.G. Teil A (Uradel). 1942. 41. Jahrgang, Justus Perthes, Gotha November 1941, S. 69. Der Landrat Woldemar von Bülow (1830–1869) und der preußische Generalmajor Albert von Bülow (1829–1892) waren seine älteren Brüder.

Militärkarriere Nach der Schulausbildung trat Bülow am 21. März 1854 als Fahnenjunker in das 12. Husaren-Regiment der Preußischen Armee ein und avancierte im Februar 1856 zum Sekondeleutnant. Für drei Jahre absolvierte er ab Oktober 1860 zur weiteren Ausbildung die Kriegsakademie. Daran schloss sich seine Kommandierung zum Topographischen Büro des Großen Generalstabes und ab Februar 1866 als Adjutant beim Generalkommando des IV. Armee-Korps an. Für die Dauer der Mobilmachung anlässlich des folgenden Krieges gegen Österreich war Bülow dem Oberkommando der 1. Armee unter Friedrich Karl von Preußen zugeordnet. Er machte den Feldzug in Böhmen mit und erhielt den Roten Adlerorden IV. Klasse mit Schwertern. Nach dem Krieg kehrte Bülow in den Truppendienst zu seinem Stammregiment zurück. Unter Stellung à la suite seines Regiments wurde er im Februar 1867 dem Generalkommando des II. Armee-Korps überwiesen und stieg zwei Monate später zum Rittmeister auf. Im März 1867 wurde Bülow als Militärattaché an die deutschen Botschaft in Paris kommandiert.

Während des Deutsch-Französischen Krieges gehörte er dem Stab der 2. Armee unter Friedrich Karl von Preußen an und beteiligte sich an den Kämpfen um Metz sowie dem Loirefeldzug. Im Januar 1871 befand er sich in Vertretung für den erkrankten Generalstabsoffizier Maximilian von Versen beim Stab der 4. Kavallerie-Division. Ausgezeichnet mit beiden Klassen des Eisernen Kreuzes kehrte Bülow nach dem Friedensschluss als Militärattaché nach Paris zurück, stieg bis Anfang 1882 zum Oberst und Flügeladjutanten von Kaiser Wilhelm I. auf.Christian Zweng: Die Preußischen Generale 1866–1920. Band 2, Institut für deutsche Phaleristik und Militärgeschichte, Osnabrück 2014, S. 396. Bülow erhielt die Erlaubnis zur Annahme des Kommandeurkreuzes der Ehrenlegion und wurde Ende März 1882 unter Entbindung von seinem Kommando nach Paris und unter Belassung in seinem Verhältnis als Flügeladjutant zum Kommandeur des 3. Garde-Ulanen-Regiments ernannt. Unter weitere Belassung in seinem Verhältnis als Flügeladjutant war er ab dem 14. Februar 1885 Kommandeur der 13. Kavallerie-Brigade in Münster und avancierte Mitte August 1887 zum Generalmajor. Am 2. April 1889 wurde Bülow unter Versetzung zu den Offizieren von der Armee dem Chef des Generalstabes der Armee Alfred von Waldersee zur Verfügung gestellt. Unter Beförderung zum Generalleutnant und Entbindung von seinem Dienstverhältnis beim Chef des Generalstabes der Armee erfolgte am 24. März 1890 mit Wirkung zum 1. April 1890 seine Ernennung zum Kommandeur der Großherzoglich Hessischen (25.) Division.

Mit der Beförderung zum General der Kavallerie wurde Bülow am 27. Januar 1895 Kommandierender General des VIII. Armee-Korps in Koblenz. Anschließend übernahm er am 2. Januar 1896 unter gleichzeitiger Ernennung zum Generaladjutanten von Wilhelm II. das XIV. Armee-Korps. Nach Abschluss des Kaisermanövers im Herbst 1899 erhielt er den Schwarzen Adlerorden. In Genehmigung seines Abschiedgesuches wurde Bülow am 25. Januar 1902 unter Belassung in seinem Verhältnis als Generaladjutant mit der gesetzlichen Pension zur Disposition und gleichzeitig à la suite des 3. Garde-Ulanen-Regiments zu Potsdam gestellt.

Nach seiner Verabschiedung erhielt er die Erlaubnis zur Annahme des Hausordens der Treue.Militär-Wochenblatt. Nr. 15, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin vom 15. Februar 1902, S. 387.

Adolf von Bülow starb im Alter von 70 Jahren in Potsdam. Er ist mit seiner Frau auf dem dortigen Neuen Friedhof bestattet. Ihr Grab besteht.

Familie Am 6. Juli 1880 heiratete Bülow in Berlin Mathilde, verwitwete Freifrau von der Heydt, geborene von Balan (1847–1907), TochterGothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser. 1908. Zweiter Jahrgang, Justus Perthes, Gotha November 1907, S. 24 f. der Emilie von Sybel und des Wirkl. Geh. Rat sowie kaiserl. dt. a. o. Gesandten u. bevollm. Minister Hermann von Balan, nobilitiert 1759. Mathilde war die Enkelin des Juristen Joseph Wilhelm Balan. Aus dieser Ehe gingen die sieben Kinder Adolf (* 1881)-Major, Max (1882–1914), Mathilde (* 1885), Hans (* 1886)-Offizier u. Musikschriftsteller, Werner (* 1887), Elisabeth (* 1889) und Gertrud (* 1890), sie lebte in den 1940er Jahren in Brasilien, hervor. Max von Balan wurde sein Schwager.

Literatur Christian Zweng: Die Preußischen Generale 1866–1920. Band 2, Institut für deutsche Phaleristik und Militärgeschichte, Osnabrück 2014, S. 396. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der D.A.G. Teil A (Uradel). 1942. Jahrgang 41, Justus Perthes, Gotha November 1941, S. 69. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser. Der in Deutschland eingeborene Adel (Uradel). 1919. Zwanzigster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1918, S. 179–181. Gerhard von Pelet-Narbonne (Hrsg.): v. Löbell´s Jahresberichte über das Heer- und Kriegswesen. XXXIV. Jahrgang: 1907. Ernst Siegfried Mittler & Sohn, Berlin 1908, S. 472–473.

Einzelnachweise

Kategorie:General der Kavallerie (Königreich Preußen) Kategorie:Person im Deutschen Krieg Kategorie:Person im Deutsch-Französischen Krieg Kategorie:Ritter des Schwarzen Adlerordens Kategorie:Träger des Großkreuzes des Roten Adlerordens Kategorie:Träger des Preußischen Königlichen Kronenordens 1. Klasse Kategorie:Ritter des Königlichen Hausordens von Hohenzollern Kategorie:Träger des Eisernen Kreuzes I. Klasse Kategorie:Träger des Hausordens der Treue Kategorie:Großkreuz des Ordens Berthold des Ersten Kategorie:Träger des Ordens vom Zähringer Löwen (Großkreuz) Kategorie:Träger des Bayerischen Militärverdienstordens (Komtur) Kategorie:Großkreuz des Großherzoglich Hessischen Ludwigsordens Kategorie:Träger des Verdienstordens Philipps des Großmütigen (Großkreuz) Kategorie:Großkreuz des Hausordens der Wendischen Krone Kategorie:Träger des Mecklenburgischen Militärverdienstkreuzes Kategorie:Träger des Albrechts-Ordens (Großkreuz) Kategorie:Träger des Hausordens vom Weißen Falken (Großkreuz) Kategorie:Träger des Ordens der Württembergischen Krone (Großkreuz) Kategorie:Mitglied der Ehrenlegion (Kommandeur) Kategorie:Träger des Ordens der Krone von Italien (Großkreuz) Kategorie:Träger des Ordens der Heiligen Anna Kategorie:Träger des Schwertordens (Großkreuz) Kategorie:Träger des Ordens Karls III. Kategorie:Deutscher Militärattaché Adolf Kategorie:Deutscher Kategorie:Preuße Kategorie:Geboren 1837 Kategorie:Gestorben 1907 Kategorie:Mann