Ernst Guth (* 24. Februar 1893 in Pinkafeld; † 16. März 1986 in Oberwart) war ein österreichischer Politiker (ÖVP) und Tischlermeister. Er war von 1953 bis 1956 Abgeordneter zum österreichischen Nationalrat.
Leben und Wirken Guth besuchte zunächst die Volksschule und wechselte nach vier Klassen an eine Bürgerschule, die er ebenfalls vier Jahre lang besuchte. Er erlernte den Beruf des Tischlers, absolvierte vier Semester am Polytechnischen Institut in Strelitz und legte zudem die Matura ab. 1930 übernahm er den väterlichen Betrieb. Zum 19. März 1933 trat Guth der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 1.610.365). Er war bei der Hissung der Hakenkreuzfahne am Schlot des Ringofens in Pinkafeld am 2. Jänner 1934 beteiligt und wurde dafür mit zehn Tagen Arrest bestraft. Wegen nicht bezahlter Beiträge wurde er Silvester 1935 ausgeschlossen. Er beantragte 1941 eine erneute Aufnahme und wurde 1942 rückwirkend zum 1. Januar 1941 erneut aufgenommen (Mitgliedsnummer 8.441.560).Bundesarchiv R 9361-II/337166 1944 muss er sich eines nach den Richtlinien der NSDAP schweren, jedoch unbekannten Vergehens schuldig gemacht haben. Er wurde erneut aus der NSDAP ausgeschlossen. Nach dem Zweiten Weltkrieg war er Mitglied des Gemeinderates von Pinkafeld sowie Zweiter Bürgermeister von Pinkafeld. Zudem war er vom 2. April 1953 bis zum 8. Juni 1956 Abgeordneter zum Nationalrat, wobei er ein Mandat des Wahlkreises Burgenland innehatte. Außerdem war Guth Landgesinnungsmeisterstellvertreter des Tischlerhandwerkes für das Burgenland sowie Kreisinspektor der Bezirksfeuerwehr.
Literatur Handbuch des österreichischen National- und Bundesrates. Vorwärts-Verlag, Wien 1953
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Einzelnachweise
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