Óbidos, offiziell , ist eine 1697 von den portugiesischen Eroberern gegründete Gemeinde im heutigen Brasilien. Sie liegt an der engsten Stelle des gesamten Amazonas im Bundesstaat Pará zwischen Belém und der Landeshauptstadt des Bundesstaates Amazonas, Manaus. Der Fluss ist hier nur circa 2 Kilometer breit, aber immer noch 93 Meter tief. Sie ist nach dem portugiesischen Ort Óbidos benannt.

Laut Volkszählung 2010 des Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE) hatte Óbidos eine Bevölkerungszahl von 49.333 Einwohnern, die Obidenser genannt werden. Die Bevölkerungszahl wurde zum 1. Juli 2021 auf 52.473 Einwohner geschätzt, die auf einer großen Gemeindefläche von rund 28.021,4 km² leben. Nach Fläche steht die Gemeinde an 8. Stelle der 144 Munizips des Bundesstaates, nach Bevölkerungszahl an 41. Stelle. Rechnerisch ergibt sich eine Bevölkerungsdichte von 1,8 Personen pro km².

Óbidos ist Sitz des katholischen Bistums Óbidos.

Geographie Umliegende Gemeinden sind im Norden Almeirim, im Süden Santarém und Juruti, im Osten Alenquer und im Westen Oriximiná.

Kommunalverwaltung Zum Stadtpräfekten (Bürgermeister) wurde bei der Kommunalwahl 2016 Francisco José Alfaia de Barros des damaligen Partido da República (PR) für die Amtszeit von 2017 bis 2020 gewählt. Er wurde bei der Kommunalwahl 2020 durch Jaime Barbosa da Silva vom Movimento Democrático Brasileiro (MDB) für die Amtszeit von 2021 bis 2024 als Stadtpräfekt abgelöst.

Bevölkerung Bevölkerungsentwicklung

Jahr Einwohner Stadt Land 1991 42.307 20.147 22.160 2000 46.490 22.978 23.512 2010 49.333 25.466 23.867 2021 52.473 ? ? Quelle: Atlas do Desenvolvimento Humano no Brasil

Ethnische Zusammensetzung Ethnische Gruppen nach der statistischen Einteilung des IBGE (Stand 2000 mit 46.490 Einwohnern, Stand 2010 mit 49.333 Einwohnern):

+ Zehnjahresvergleich 2000/2010 Gruppe* Anteil 2000 Anteil 2010 Anmerkung Brancos 12.856 (27,65 %) 10.015 (20,30 %) Weiße, Nachfahren von Europäern Pardos 30.118 (64,78 %) 34.458 (69,85 %) Mischrassige, Mulatten, Mestizen Pretos 2.510 (5,40 %) 3.761 (7,62 %) Schwarze Amarelos 105 (0,23 %) 515 (1,04 %) Asiaten Indígenas 560 (1,20 %) 583 (1,18 %) indigene Bevölkerung ohne Angabe 341 – *) Anmerkung: Das IBGE verwendet für Volkszählungen ausschließlich diese fünf Gruppen. Es verzichtet bewusst auf Erläuterungen. Die Zugehörigkeit wird vom Einwohner selbst festgelegt.

Im Umland von Óbidos leben drei indigene Ethnien: die Xiquiana, Kaxuiana und Tiriyó.Diözesanstelle Weltkirche des Bistums Würzburg: Partnerbistum Óbidos, abgerufen am 1. Januar 2024.

Söhne und Töchter der Stadt José Veríssimo (1857–1916), Schriftsteller Francisco Klinger Carvalho (* 1966), Bildhauer

Weblinks

Website der Stadtpräfektur – Prefeitura Municipal (brasilianisches Portugiesisch) Óbidos, PA. In: Atlas do Desenvolvimento Humano no Brasil (brasilianisches Portugiesisch)

Einzelnachweise

Obidos Kategorie:Ort am Amazonas Kategorie:Município in Pará Kategorie:Gemeindegründung 1697 Kategorie:Stadtrechtsverleihung 1854