mini|Neustädter Kirchhof 6 mit einem Durchgang zum Konvent miniatur|Verhältnismäßig großer Bau Ballstraße 20 miniatur|hochkant|Haus Kaplanei 8 miniatur|hochkant|Haus Blasiistraße 9
Peter Dünnehaupt (* 24. Februar 1631 in der Quedlinburger Neustadt; † 24. Juni 1682 ebenda) war ein Zimmermeister. Er schuf mehrere noch heute erhaltene und zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Fachwerkhäuser in Quedlinburg.
Leben Dünnehaupt wurde als Petrus, Sohn des Andreas Dünhöft geboren. Für den Familiennamen bestehen die unterschiedliche Schreibweisen: Dunneheubt, Dunneheupt, Duneheupt, Dunnehaupt, Dinhaupt, Dinnehaupt, Dinnehoupt, Duenhaupt oder Duenhoupt. Er lebte in der Quedlinburger Neustadt hinter Augustinern. Am 1. September 1657 heiratete er, zu diesem Zeitpunkt noch Zimmermannsgeselle, in der Neustadt Maria Wilcke. Als Kind ist die Tochter Salome bekannt, die am 22. Oktober 1678 den Quedlinburger Zimmermeister Andreas Besen heiratete.Hans-Hartmut Schauer: Das städtebauliche Denkmal Quedlinburg und seine Fachwerkbauten, Verlag für Bauwesen, Berlin 1990, ISBN 3-345-00233-7, S. 75
Er war in Quedlinburg als Zimmermeister tätig. Aus der Zeit zwischen 1658 und 1679 sind 21 von ihm errichtete Gebäude bekannt, die sich überwiegend in der Neustadt und der südlich der Altstadt befindlichen Neuweger Vorstadt befinden.
Die von ihm errichten Fachwerkhäuser sind üblicherweise nur zweigeschossig und neun Gebinde breit. Als Verzierungen setzte er Pyramidenbalkenköpfe, Brüstungshölzer und Stockschwellen mit flachen Schiffskehlen ein. An seinen frühen Bauten finden sich auch Brüstungsstreben. Später fügte er in Brüstungs- oder Randfeldern auch Andreaskreuze und Rauten ein. Zum Teil wurden diese stockwerkshoch ausgeführt.
Bauten Folgende Bauten Dünnehaupts sind bekannt:
Pölkenstraße 18, Quedlinburg, 1658 Kaplanei, Quedlinburg, 1660 (nicht erhalten) Altetopfstraße 1, Quedlinburg, 1663 (nicht erhalten) Konvent 3, Quedlinburg, 1665 Stobenstraße 18, Quedlinburg, 1665 (nicht erhalten) Augustinern 77, Quedlinburg, 1669 Ballstraße 20, Quedlinburg, 1669 Kaplanei 8, Quedlinburg, 1669 Steinweg 66, Quedlinburg, 1670 Konvent 25, Quedlinburg, 1671 (nicht erhalten) Neustädter Kirchhof 6, Quedlinburg, 1672 Neustädter Kirchhof, Quedlinburg, 1672 (nicht erhalten) Steinweg 68, Quedlinburg, 1673 Blasiistraße 9, Quedlinburg, 1674 Kaplanei 10, Quedlinburg, 1674 Weberstraße 3, Quedlinburg, 1674 Schmale Straße 7, 8, Quedlinburg, 1675 (nicht erhalten) Heiligegeiststraße 29, Quedlinburg, 1677 Neuer Weg 4, Quedlinburg, 1677 Steinweg 23 (rechts), Quedlinburg, 1677 Ballstraße 36, Quedlinburg, 1679 Steinweg 42, Quedlinburg, 1679 (i)
Literatur Hans-Hartmut Schauer: Das städtebauliche Denkmal Quedlinburg und seine Fachwerkbauten, Verlag für Bauwesen Berlin 1990, ISBN 3-345-00233-7, S. 70, 74 Hans-Hartmut Schauer: Quedlinburg, Fachwerkstatt/Weltkulturerbe, Verlag Bauwesen Berlin 1999, ISBN 3-345-00676-6, S. 79, 150 f.
Einzelnachweise
Kategorie:Baumeister (Deutschland) Kategorie:Zimmerer Kategorie:Person (Quedlinburg) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1631 Kategorie:Gestorben 1682 Kategorie:Mann