Polypropylencarbonat (PPC) ist ein thermoplastisches Copolymer aus der Gruppe der Polycarbonate, hergestellt aus den Bausteinen Kohlendioxid und Propylenoxid. Katalysatoren wie Zinkglutarate werden für die Polymerisation genutzt.

Eigenschaften Polypropylencarbonat ist löslich in polaren Lösungsmitteln wie niederen Ketonen, Ethylacetat und Dichlormethan und unlöslich in Alkoholen, Wasser und aliphatischen Kohlenwasserstoffen. PPC ist durchlässig für Sauerstoff. Die Glasübergangstemperatur (Tg) liegt zwischen 25 und 45 °CG. A. Luinstra, E. Borchardt: Material Properties of Poly(Propylene Carbonates); Adv. Polym. Sci. 2012, 245, 29–48, .. PPC ist normalerweise ataktisch und kristallisiert deswegen nicht.K. Upidi, J. K. Gillham, Poly(ethylene carbonate) and Poly(propylene carbonate): Transitions and thermomechanical spectra, J. Appl. Polym. Sci. 1974, 18, 1575–1580.

Der Brechungsindex beträgt 1,46 und die Dielektrizitätskonstante ist 3.

Darstellung Wie Polyethylencarbonat entsteht es aus der Umsetzung eines Epoxids (hier Propylenoxid) mit Kohlendioxid in Gegenwart eines metallorganischen Katalysators, typischerweise Organozinkverbindungen.S. Inoue, H. Koinuma, T. Tsuruta, Copolymerzation of carbon dioxide and epoxide with organometallic compounds, Makromolekulare Chemie 1969, 130, 210–220. Als Nebenprodukt entsteht dabei das Propylencarbonat, das ein wertvolles Lösemittel ist.

Anwendungen Polypropylencarbonat wird verwendet, um die Widerstandsfähigkeit von Epoxidharzen zu erhöhen. Außerdem wird das Material als Binder in der Keramikindustrie eingesetzt, wobei es während des Sinterprozesses zersetzt wird und entweicht. Kompositmaterialien aus Propylencarbonat und Stärke werden als bioabbaubare Kunststoffe verwendet.

Nachweise

Literatur

Kategorie:Copolymer Kategorie:Kohlensäurediester Kategorie:Polycarbonat